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Kingfisher-Aktienpaket Hornbach überlegt noch

Der Baumarktkonzern Hornbach prüft die Übernahme des Aktienpakets seines bisherigen Großaktionärs Kingfisher. Man habe ein Vorkaufsrecht auf die Anteile des britischen Baumarkt-Unternehmens, wenn diese angeboten würden, sagte der Vorstandschef Albrecht Hornbach. Eine dauerhafte Übernahme des Aktienpakets sei allerdings nicht das strategische Ziel der Familientreuhand, der dazu langfristig auch die Mittel fehlten. Es sei aber möglich, die Beteiligung für eine Übergangszeit zu übernehmen, um zum Beispiel einen geeigneten Partner zu finden.

Der Baumarktkonzern Kingfisher hatte vor wenigen Tagen angekündigt, sich aus strategischen Gründen von der Beteiligung zu einem angemessenen Preis trennen zu wollen. Die Briten halten sowohl Anteile an der Holding als auch an der größten Einzelgesellschaft, der Hornbach-Baumarkt-AG. Den derzeitigen Börsenwert des Kingfisher-Anteils bezifferte der Vorstandschef auf 110 bis 120 Mio. Euro.

In der ersten Hälfte des aktuellen Geschäftsjahrs (1. März bis 31. August) hat Hornbach nach eigenen Angaben Umsatz und Betriebsergebnis gesteigert. Der Konzernumsatz des Dachkonzerns Hornbach Holding AG stieg nach vorgestellten Zahlen um 6,7 Prozent auf 1,53 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) legte um fast zwei Drittel auf 142 Mio. Euro zu. Die Beschäftigtenzahl in den 127 großflächigen Märkten stieg auf knapp 13.000 Menschen.

Im Ausland macht Hornbach mit Hauptsitz im pfälzischen Bornheim nach eigenen Angaben inzwischen 41 Prozent seines Umsatzes. Auf vergleichbarer Fläche wuchs der Umsatz aber in den deutschen Märkten stärker. Der Konzern bekräftigte seine Wachstumserwartung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Betriebsergebnis werde dabei deutlich überproportional wachsen. Gründe seien die verbesserte Handelsspanne, die höhere Kosteneffizienz und nicht-operative Immobiliengewinne vor allem in Österreich. Im laufenden Geschäftsjahr wird der Konzern fünf neue Filialen eröffnen, von denen nur eine in Deutschland liegt.

Quelle: ntv.de