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Betreiber installieren Geräte Liberalisierte Energiemessung

Das Bundeswirtschaftsministerium will offenbar die Messung von Strom und Gas liberalisieren. "Die Öffnung für Wettbewerb soll preisliche Vorteile für die Verbraucher erschließen helfen", zitierte die "Süddeutsche Zeitung" aus einer entsprechenden Gesetzesnovelle. Vor allem solle die Liberalisierung jedoch "technische Innovationen beim Zähl- und Messwesen sowie Konzepte für intelligente Netze fördern", heißt es demnach in der Begründung für das Vorhaben. Bislang ist die Messung von Strom und Gas allein Sache der örtlichen Netzbetreiber.

Die Netzbetreiber installieren die nötigen Geräte und lesen sie ab. Wechselt ein Kunde zu einem anderen Anbieter, liefern sie diesem die Messdaten. Künftig sollen dem Bericht zufolge auf Wunsch der Kunden auch andere Anbieter die Stromzähler ablesen können - etwa spezialisierte Dienstleister, die Kunden mit der Installation neuer Stromzähler locken könnten. Solche Zähler können den Verbrauch demnach auch nach Tageszeiten differenziert anzeigen. "Verbraucher sollen in die Lage versetzt werden, ihren Eigenverbrauch zu steuern", heißt es in der Begründung zu dem Gesetz, das dem Bericht zufolge seit vergangener Woche zwischen den Ressorts abgestimmt wird.

Verbraucherschützer äußerten sich erfreut über das Vorhaben. "Es ist damit zu rechnen, dass Stromunternehmen ihren Kunden nun auch verstärkt intelligente Stromzähler anbieten", sagte der Energie-Experte Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. "Damit bekommen wir ein Stück mehr Qualitätswettbewerb."

Quelle: n-tv.de

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