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Staatsfirmen zu mächtig Lukoil-Chef besorgt

Der Chef von Russlands größtem privatwirtschaftlichem Ölkonzern hat sich besorgt über die zunehmende Macht staatlicher Energieunternehmen in seinem Land geäußert.

"Die wachsende Stärke staatlicher Firmen sehen wir mit Sorge", sagte Lukoil-Präsident Wagit Alekperow am Donnerstag in Moskau. Alekperow bezog sich dabei offenbar auf die Entwicklung von Rosneft. Rosneft war nach der Übernahme von Anteilen des in Konkurs gegangenen Ölkonzerns Yukos zur Nummer Eins der russischen Ölförderer aufgestiegen und hatte Lukoil hinter sich gelassen.

Alekperow sagte, es sei falsch, zwischen privaten und staatlichen Unternehmen zu unterscheiden. "Alle Unternehmen sollten nationale Unternehmen sein." Zugleich kündigte er an, dass das geplante Joint Venture von Lukoil und dem US-Ölkonzern ConocoPhillips in der nordrussischen Region Timan-Petschora im Frühjahr 2008 seine Arbeit aufnehmen werde. Das 2005 vereinbarte Joint Venture, an dem Conoco mit 30 Prozent beteiligt ist, soll täglich 200.000 Barrel Erdöl fördern.

Quelle: ntv.de