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Nun Telekomkonzern dran Morales verstaatlicht weiter

Nach der Verstaatlichung der Energieindustrie im vorigen Jahr strebt die bolivianische Regierung von Präsident Evo Morales an, auch den größten Telekomkonzern des Landes unter Staatskontrolle zu bringen.

Auf einer Pressekonferenz kündigte Präsidialamtschef Juan Ramon Quintana an, dass eine Kommission gegründet wird, die die Verstaatlichung planen soll. Der nun als Entel bekannte Telekomkonzern war früher bereits im Staatsbesitz, jetziger Mehrheitseigentümer ist jedoch die Telecom Italia SpA.

Der Kommission, die aus Ministern im Kabinettsrang besteht, werden 30 Tage gegeben, um Verhandlungen über eine Verstaatlichung in Gang zu bringen, sagte Quintana. Im vergangenen Monat hatte Morales auf einer Reise nach Japan einen Zwischenstopp in Rom eingelegt, um die Möglichkeiten einer Verstaatlichung von Entel mit der italienischen Regierung zu diskutieren.

Im Mai 2006 hatte Morales die Gas- und Ölreserven des Landes verstaatlicht, im Oktober folgten dann die Minen und Bergwerke. Ziel der Verstaatlichungen ist es, die Gewinne der Unternehmen im Land zu halten und für das Gemeinwohl zu nutzen. Die Gegner kritisieren jedoch, dass die Verstaatlichungen ausländische Kapitalgeber abschrecken.

Quelle: ntv.de