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Ringier verkauft TV-Zeitschriften Springer und Bauer schlagen zu

Der Schweizer Ringier-Verlag verkauft seine Fernsehprogrammzeitschriften und beugt sich damit dem übermächtigen Konkurrenzdruck durch andere Verleger und dem Internet.

Die Schweizer Titel werden an das Verlagshaus Axel Springer verkauft, das damit seine Marktposition in dem Alpenland weiter ausbaut. Die Zeitschriften in Osteuropa gehen an den Heinrich Bauer Verlag. Insgesamt trennt sich Ringier von zwölf Programmtiteln.

"Bei einer zunehmenden, vor allem auch immer größeren elektronischen Konkurrenz, werden langfristig nur sehr große Anbieter in diesem Geschäft eine führende Rolle spielen, welche dank ihrer internationalen Größe von Synergien profitieren können", teilte Ringier am Donnerstag mit.

Springer erwerbe die Schweizer Fernsehprogrammzeitschriften "Tele", "TVvier" und "TV2". Die 27 Mitarbeiter würden von dem Berliner Konzern übernommen. Erst im Januar hatte das Unternehmen den Jean Frey Verlag übernommen und damit die Fernsehzeitschrift "TV Star". Frey soll mit der Schweizer Verlagsgruppe "Handelszeitung" zusammengeführt werden, die sich Springer 1999 schon einverleibt hatte. Springer strebt nach früheren Aussagen die Marktführerschaft im deutschsprachigen Teil der Schweiz an.

Erst jüngst hatte Ringier mit Springer ein Geschäft vereinbart: Ringier stellt Ende Juni die Printausgabe seiner Wirtschaftswochenzeitung "Cash" ein. Die 43.000 Abonnenten können zu Schweizer Titeln des Springer-Verlags wechseln.

Die Titel in Rumänien, der Slowakei und Tschechien übernehme der Heinrich Bauer Verlag, ebenso wie die 70 daran hängenden Arbeitsplätze. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Quelle: n-tv.de