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Alice-Mutter verdient mehr Telecom Italia im Saft

Telecom Italia blickt trotz eines Gewinnrückgangs optimistisch in die Zukunft. Der Mutterkonzern der deutschen Hansenet bekräftigte am Freitag seine Ziele bis 2010. Die Aktien des italienischen Marktführers stiegen in der Folge um bis zu fünf Prozent.

Der Nettogewinn sank bei Telecom Italia um rund zehn Prozent auf rund 2,2 Mrd. Euro. Analysten hatten mit 2,1 Mrd. Euro gerechnet. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 11,37 Mrd. Euro. Der Umsatz lag mit 30,16 Mrd. Euro um 2,8 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Die Tochter Hansenet, die in Deutschland mit der Marke "Alice" um Privatkunden wirbt, steigerte den Umsatz zwar um elf Prozent auf 1,12 Mrd. Euro, das Ebitda ging jedoch um 15 Prozent auf 238 Mio. Euro zurück. Hansenet-Chef Carlos Lambarri erklärte, das Unternehmen habe seine Position im harten deutschen Wettbewerb gefestigt. Den Angaben zufolge hatte Hansenet zum Jahreswechsel 2,344 Millionen DSL-Kunden.

Im Herbst hatte es Spekulationen über einen Verkauf der deutschen Tochter gegeben. Im Dezember kündigte der fünfgrößte Telefonanbieter Europas an, Vermögenswerte für fast vier Milliarden Euro abzustoßen und die Belegschaft um fünf Prozent zu reduzieren. Nach Vorlage der neuesten Zahlen will der Konzern seine Aktionäre mit fünf Cent pro Anteilsschein am Gewinn beteiligen; 2007 betrug die Dividende noch acht Cent.

Quelle: ntv.de