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Milliardendeal Zell übernimmt Tribune

Der US-Immobilienmagnat Samuel Zell ist bei der Übernahmeschlacht um den amerikanischen Medienkonzern Tribune als Sieger hervorgegangen. Der Kaufpreis beträgt rund 8,2 Milliarden Dollar. Die Tribune-Anteilseigner sollen 34 Dollar je Aktie erhalten, teilte der in Chicago ansässige Medienriese am Montag mit. Für die Tribune Company hatten sich auch die beiden amerikanischen Milliardäre Ron Burkle und Eli Broad interessiert sowie andere Investoren.

Die Tribune kontrolliert zahlreiche Zeitungen, 23 Fernsehstationen und das Baseball-Team Chicago Cubs. Zu den größten Zeitungen der Tribune-Gruppe gehören die "Chicago Tribune", die "Los Angeles Times" und "Newsday" (Long Island -US-Bundesstaat New York). Das Baseball-Team solle nach der Saison des laufenden Jahres verkauft werden, hieß es. Außerdem soll eine 25-prozentige Beteiligung an dem Comcast SportsNet Chicago veräußert werden, die Baseball-Spiele im Fernsehen überträgt.

Zell hatte kürzlich die größte US-Büroimmobilienfirma Equity Office Properties Trust (EOP) einschließlich EOP-Schulden für 39 Milliarden Dollar verkauft.

Der 65-jährige Zell steuert bei der Transaktion selbst 315 Millionen Dollar bei. Tribune wird von der Börse genommen. Nach Beendigung der Transaktion wird ein Aktienfonds der Tribune-Mitarbeiter sämtliche Anteile halten. Zell wird eine nachgeordnete Schuldverschreibung und ein Bezugsrecht für 40 Prozent der Tribune-Stammaktien bekommen. Er wird Verwaltungsratsmitglied und nach dem Zusammenschluss Vorsitzender des Aufsichtsgremiums.

Die Transaktion wird in zwei Stufen durchgeführt. Zunächst wird ein Barangebot für 126 Millionen Tribune-Aktien gemacht. Die Transaktion wird auf Pump finanziert, und Zell steuert 250 Millionen Dollar bei. In der zweiten Stufe werden die restlichen Aktionäre im vierten Quartal 2007 ebenfalls 34 Dollar je Aktie angeboten bekommen, wobei Zell weitere 65 Millionen Dollar beisteuern wird.

Quelle: n-tv.de