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Berliner Start-up will angreifen Twitter beteiligt sich an Soundcloud

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Twitter wagte sich bereits 2013 kurz ins Musikgeschäft.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das deutsche Start-up Soundcloud gewinnt mit Twitter einen neuen Investor. Laut Medienberichten unterstützt das Social-Media-Unternehmen den Musikdienst mit 70 Millionen Dollar. Es soll nicht der erste Versuch sein.

Twitter steigt beim Berliner Musikdienst Soundcloud ein. Der Chef des US-Kurznachrichtendienstes, Jack Dorsey, bestätigte die Beteiligung, allerdings ohne finanzielle Details zu nennen. Laut dem Technologie-Portal "Re/Code" hat Twitter rund 70 Millionen Dollar in das 2008 gegründete Start-up investiert.

Dies sei im Rahmen einer 100 Millionen Dollar umfassenden Finanzierungsrunde erfolgt, die Soundcloud mit insgesamt rund 700 Dollar bewertet habe. Bekannt ist unter anderem, dass in der Vergangenheit die Finanzinvestoren Kleiner Perkins, IVP sowie Union Square Ventures die Firma unterstützt haben.

Vor rund zwei Jahren soll Twitter an einem Kauf von Soundcloud interessiert gewesen sein, um sein Musik-Geschäft auszubauen - aber am Ende einen Rückzieher gemacht haben. Auch die eigene App zum Entdecken neuer Musik stellte Twitter ein. Soundcloud handelte unterdessen Deals mit großen Musikkonzernen aus und startete Ende März das Abo-Angebot "SoundCloud Go". Soundcloud hat nach eigenen Angaben über 175 Millionen Nutzer. Das Unternehmen gilt als ein Juwel der Berliner Start-up-Szene, immer wieder wurde über einen Börsengang spekuliert.

Ausflug ins Musikgeschäft

Erst kürzlich weitete Soundcloud seine Abodienste auf die USA, Großbritannien und Irland aus, um stärker Wettbewerber wie Apples Musikdienst und Spotify anzugreifen. Twitter selbst hatte sich nur 2013 kurz ins Musikgeschäft gewagt, diesen Ausflug allerdings im darauffolgenden Jahr wieder beendet.

Beide Unternehmen profitieren von einer Beteiligung, urteilt "Tech Crunch". Twitter könnte in dieser strategischen Partnerschaft mit Soundcloud eine Möglichkeit sehen, das eigene Wachstum zu fördern. Für Soundcloud wiederum kommt die Beteiligung gerade richtig, da der Musikdienst seinen neu gestarteten Abo-Service promoten muss.

Quelle: ntv.de, jki/rts