Wissen

Flüsse und Seen tauen auf Alaska erlebt Rekordfrühling

imago89359763h.jpg

Seehund in Alaska.

(Foto: imago/blickwinkel)

Ende März liegen die Temperaturen in Alaska normalerweise bei minus 20 Grad Celsius. Davon ist die aktuelle klimatische Lage weit entfernt. Die Bewohner - menschlich und tierisch - stellt das vor diverse Probleme.

Der polare US-Bundesstaat Alaska erlebt zum Ausklang des Winters eine Rekord-Hitzewelle. Vor allem im arktischen Norden liegen die Temperaturen derzeit um die 20 Grad höher als sonst, sagte der Klimaexperte Rick Thoman vom Alaska Center for Climate Assessment in Fairbanks. In der Stadt Barrow an der Nordküste etwa sei die Temperatur am Donnerstag auf minus ein Grad geklettert. Normalweise herrschen dort um diese Jahreszeit Temperaturen von minus 20 Grad Celsius.

In vielen Städten seien reihenweise neue Rekordtemperaturen gemessen worden, am Wochenende soll es sogar noch wärmer werden. Thoman sah einen Zusammenhang zwischen dem warmen Wetter und der allgemeinen Erderwärmung. "Wir haben derzeit April- oder Mai-Wetter im März", sagte er. Auch der Februar sei bereits "außerordentlich warm" gewesen.

Alaska ist davon besonders betroffen: Viele Schlittenhunderennen mussten bereits wegen Schneemangels abgesagt werden. Ein Problem für den Verkehrsbereich in dem abgelegenen Staat besteht derzeit darin, dass gefrorene Flüsse nun nicht als Straßen für Autos und Lkw genutzt werden können, weil das Eis zu dünn ist.

Möglicherweise sind auch die Seehund-Populationen von der Wärme betroffen, weil die Muttertiere normalerweise ihre Jungen auf dem Eis gebären. Und auch für die Krebsfischer stellt das schmelzende Eis ein Problem dar. Normalerweise fangen sie die Tiere von Eisschollen aus. Diese sind derzeit aber nicht stabil genug.

Quelle: n-tv.de, lou/AFP

Mehr zum Thema