Wissen

Bericht der WHO Alkoholkonsum unter Teenagern geht zurück

59427629.jpg

Ein Teenager betrinkt sich alleine - Ein Problem, das laut neuster Ergebnisse der WHO zum Glück abnimmt.

Tobias Hase

Teenager finden Alkohol nicht mehr cool - zumindest nicht mehr so cool wie früher. Laut einem neuen Bericht der WHO trinken die 11- bis 15-Jährigen immer weniger im Vergleich zu den Vorjahren. Ein Grund zur Entwarnung?

Der Alkoholkonsum wird einer Studie zufolge bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Europa immer unpopulärer: Jungen und Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren trinken seit Jahren weniger Alkohol, wie ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt. Während 2002 noch knapp 30 Prozent der deutschen Teenager im Alter von 11 bis 15 Jahren wöchentlich Alkohol tranken, waren es 2014 noch etwa 12,5 Prozent. Einen Rückgang stellt die Studie auch für andere europäische Länder fest.

Als Gründe nennt die WHO strengere Richtlinien sowie ein besseres Wissen über die Gefahren von Alkohol. In Deutschland tranken 2014 laut der Studie 7 Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen zwischen 11 und 15 Jahren wöchentlich Alkohol. Während europaweit 2002 noch fast jeder zweite 15-Jährige (46 Prozent) angab, bis zum Alter von 13 Jahren mit Alkoholkonsum angefangen zu haben, waren es 2014 noch 28 Prozent.

Trotz der rückläufigen Tendenz sieht die WHO keinen Grund zur Entwarnung: "Soweit wir wissen, ist jeglicher Alkoholkonsum in diesem kritischen Entwicklungsstadium besonders schädlich", sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab. Zudem belegten Studien, dass ein später Beginn von Alkoholkonsum das Risiko senke, ein problematisches Trinkverhalten zu entwickeln.

Ferner stehe Alkoholkonsum in Zusammenhang mit ungewollten Schwangerschaften, sexuell übertragbaren Krankheiten, Gewalt und schlechten Schulnoten. An der Studie unter Leitung der schottischen Universität St. Andrews waren auch Wissenschaftler der Universität Halle-Wittenberg beteiligt.

Quelle: n-tv.de, lle/dpa

Mehr zum Thema