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Anders als britische Mutation Auch Nigeria meldet neue Corona-Variante

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Auch nigerianische Kinder müssen in der Schule eine Maske tragen.

(Foto: REUTERS)

Jüngst verkünden Großbritannien und Südafrika die Entdeckung neuer Varianten des Coronavirus. In Proben zweier nigerianischer Patienten stellen Forscher eine weitere Mutation fest. Grund zur Sorge besteht den Angaben zufolge nicht.

In Nigeria kursiert der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC zufolge eine weitere neue Coronavirus-Variante. Es sieht so aus, als habe sie sich getrennt von den Viren-Mutanten in Südafrika und Großbritannien entwickelt, sagte der Leiter der Africa CDC, John Nkengasong. Allerdings gebe es noch wenige Daten darüber und es werde weiter geforscht. Die Variante wurde in zwei Patientenproben entdeckt, die im August und Oktober entnommen wurden, wie aus einem Bericht von Forschern in Nigeria hervorgeht.

Wie weit verbreitet die neue Variante in Nigeria oder in anderen Ländern ist, sei noch nicht bekannt. Nkengasong betonte aber, dass Mutationen bei derartigen Viren nicht ungewöhnlich seien. "Wir sollten erwarten, dass diese neuen Varianten weiter auftauchen werden." Die Variante in Nigeria besitze jedoch nicht exakt dieselbe Mutation N501Y, die für die rasche Ausbreitung der Corona-Mutante in Großbritannien verantwortlich gemacht wird.

Forscher haben schon mehrere Coronaviren mit genetischen Veränderungen entdeckt. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO wies darauf hin, dass sich alle Viren mit der Zeit verändern. Die meisten Mutationen brächten ihnen keine Vorteile, manche sogar Nachteile. Jüngst hatten Großbritannien und Südafrika die Entdeckung von neuen Varianten des Coronavirus verkündet. Diese haben Ähnlichkeiten, hatten sich aber unabhängig entwickelt. Daraufhin hatten etliche Staaten, darunter Deutschland, den Reiseverkehr aus diesen Ländern eingeschränkt.

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Der südafrikanische Gesundheitsminister Zweli Mkhize hatte bereits vergangene Woche davon gesprochen, dass die Variante 501.V2 in seinem Land kursiere. Sie werde in Südafrika schnell übertragen und sei dort für den Großteil der zweiten Welle der Corona-Pandemie verantwortlich, sagte CDC-Leiter Nkengasong. Allerdings sehe er keinen Grund, in Afrika das Reisen einzuschränken. Man benötige auf dem Kontinent ohnehin bei Reisen einen negativen Corona-Test.

Am Mittwoch hatte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock in Großbritannien zwei Fälle der Mutante 501.V2 aus Südafrika gemeldet. In Großbritannien war zuvor zudem die Variante B.1.1.7. (auch VUI.202012/01) bekannt geworden, die jedoch schon länger dort kursiert. Sie soll sich ebenfalls sehr rasch übertragen, aber keine verstärkten Symptome auslösen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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