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Mission über zehn Jahre geplant China schickt Sonde auf Asteroiden-Jagd

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China schickt seine Himmelskörper mit den eigenen Trägerraketen vom Typ "Langer Marsch" ins All.

(Foto: imago/Xinhua)

Forscher aus China bereiten eine lange Mission ins Weltall vor. Innerhalb eines Jahrzehnts soll eine Sonde einen Mini-Asteroiden genauer untersuchen. Und dann gibt es noch ein großes Ziel.

China will mit einer eigenen Sonde Asteroiden erforschen. Ziel der auf zehn Jahre angelegten Mission sei der Mini-Asteroid 2016 H03, teilte der Leiter des Zentrums für Raumfahrtforschung und -technik, Liu Jizhong, mit. Einen Starttermin für die Mission nannte er nicht.

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Liu Jizhong, Leiter des Zentrums für Raumfahrtforschung, bereitet mit seinen Kollegen die Mission vor.

(Foto: imago/China Foto Press)

  Aufgabe der Sonde ist es demnach, Gesteinsproben des Mini-Asteroiden zu sammeln, der gerade mal einen Durchmesser von 41 Metern hat und mindestens 5,2 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist. Bei der Rückkehr zur Erde soll sich die Sonde spalten, wie Liu ankündigte: Eine Kapsel mit den Gesteinsproben soll zurückkehren, während ein weiteres Modul zum 300 Millionen Kilometer entfernten Kometen 133P weiterfliegen soll.

Liu rief Wissenschaftler aus aller Welt dazu auf, sich mit eigenen Experimenten an der Mission zu beteiligen. Erst im Februar war es der japanischen Raumsonde "Hayabusa 2" gelungen, kurz auf dem Asteroiden Ryugu zu landen. Im Januar hatte die Nasa-Sonde "New Horizons" eine Pioniertat am Rande des Sonnensystems vollbracht: Sie flog am 6,4 Milliarden Kilometer entfernten Himmelskörper Ultima Thule vorbei und machte dabei Aufnahmen.

China will in der Raumfahrt den USA und Russland Konkurrenz machen. Peking pumpt dazu Milliardensummen in sein militärisch organisiertes Raumfahrtprogramm. Im kommenden Jahr will es eine Sonde zum Mars schicken.

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Quelle: n-tv.de, joh/AFP

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