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Blick auf schwarze Giga-Löcher Deutsches Röntgenteleskop startet ins All

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eRosita besteht aus sieben identischen Spiegelmodulen, die das Weltall abscannen sollen.

(Foto: dpa)

Das Teleskop eRosita soll in bislang nicht erreichter Auflösung im Bereich des Röntgenspektrums das Weltall durchsuchen. Forscher erhoffen sich dadurch insbesondere neue Erkenntnisse über schwarze Löcher, Galaxiehaufen und dunkle Materie.

Im zweiten Anlauf ist das deutsche Weltraum-Röntgenteleskop eRosita vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus ins All gestartet. Die Rakete mit dem deutsch-russischen Trägersatelliten hob erfolgreich ab, wie die Max-Planck-Gesellschaft für extraterrestrische Physik in Garching bei München mitteilte. Das Teleskop soll 1,5 Millionen Kilometer entfernt von der Erde platziert werden und den Kosmos nach Galaxiehaufen und riesigen schwarzen Löchern durchsuchen.

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Die Astronomen erhoffen sich aus der Verteilung von Galaxiehaufen neue Erkenntnisse über die rätselhafte sogenannte Dunkle Energie, die knapp 70 Prozent der Gesamtmasse des Universums ausmacht und dieses immer weiter auseinandertreibt. Sie beeinflusst gemeinsam mit der sogenannten Dunklen Materie die Entstehung und Entwicklung von Galaxiehaufen, den größten durch die Schwerkraft verbundenen Objekten im Weltraum. Röntgenbeobachtungen der Haufen erlauben demnach Rückschlüsse auf die Art, wie das Universum sich ausdehnt.

Bei der Kartografierung des Alls soll eRosita zudem Millionen von Galaxiekernen in den Blick nehmen, in denen gigantische schwarze Löcher sitzen. Diese können die Masse von mehreren Millionen bis Milliarden Sternen der Größenordnung der Sonne erreichen. Diese Beobachtungen sollen Wissenschaftler verstehen helfen, wie solche "Monster" entstehen. Das Telekop soll außerdem Röntgenquellen wie Neutronensterne und Sternenexplosionen (Supernovae) untersuchen.

Das von der Max-Planck-Gesellschaft für extraterrestrische Physik in Garching bei München entwickelte Teleskop befindet sich zusammen mit einem von russischen Forschern gebauten zweiten Teleskop auf einem Satelliten, der 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt eine Kreisbahn ziehen soll. Dort soll eRosita das All in bislang nicht erreichter Auflösung im Bereich des Röntgenspektrums durchmustern. Die Forscher sprechen von einer "neuen Ära der Röntgenastronomie".

Die gemeinsame deutsch-russische Mission sollte ursprünglich am 21. Juni starten, der Flug wurde aber wegen Problemen mit einer Batterie verschoben. Die "Spektrum-Röntgen-Gamma-Mission" (SRG) ist dem Max-Planck-Institut zufolge das bislang größte bilaterale deutsch-russische Raumfahrtprojekt. Das eRosita-Telekop ist das Hauptinstrument des Projekts. Das russische Teleskop ART-XC dient ergänzend zur Beobachtung hochenergetischer Gammastrahlenblitze.

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Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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