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Feldlerche, Sperling, Kiebitz Europas Vogelbestand sinkt dramatisch

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(Foto: imago/Christian Ohde)

Alle Vögel sind schon da, heißt es in einem Kinderlied. Doch das stimmt wohl nicht mehr. Gut die Hälfte der Feldvögel in Europa ist in den letzten Dekaden verschwunden. Als Hauptursachen gelten Landwirtschaft und Siedlungsbau.

Der Bestand an Feldvögeln in EU-Staaten ist nach einer Studie in den vergangenen Jahrzehnten um mehr als die Hälfte gesunken. Von 1980 bis 2016 sind in der EU rund 56 Prozent aller Feldvögel wie Feldlerche, Kiebitz, Feldsperling oder Star verschwunden, geht aus der Statistik des europaweiten Vogelmonitorings hervor.

Das deckt sich in etwa mit Beobachtungen des Umweltbundesamts (UBA) für Deutschland, das den Bestand repräsentativer Vogelarten in der Landschaft ebenfalls sinken sieht. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) geht von einem Schwund von mehr als 40 Prozent der deutschen Feldvögel seit 1980 aus.

Die wichtigsten Ursachen für den Schwund der Feldvögel sind laut Umweltbundesamt die intensive landwirtschaftliche Nutzung von Flächen ohne Rückzugsräume für Tiere, die Zerschneidung und Zersiedelung von Landschaft sowie die Versiegelung von Flächen. Zu den Feldvögeln zählen auch der Große Brachvogel, der Wiesenpieper oder die Uferschnepfe.

Die Daten veröffentlichte der Vogelzählrat (European Bird Census Council), ein Zusammenschluss europäischer Vogelexperten mit Sitz im niederländischen Nijmegen.

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Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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