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Enorme Eisflächen ExoMars-Orbiter funkt erste Fotos zur Erde

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Ein aus drei Aufnahmen zusammengesetztes Foto zeigt die Marsoberfläche rund um den Korolev-Krater.

(Foto: picture alliance / ESA/Roscosmos)

Mit dem europäisch-russischen Raumfahrtprojekt ExoMars suchen Forscher nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten. Nun schickt die 2016 ins All geschossene Marssonde erste Fotos zur Erde. Zu sehen sind spektakuläre Eisformationen.

Eine Raumsonde des Forschungsprojekts ExoMars hat Fotos von Eisflächen an einem Kraterrand des Roten Planeten zur Erde geschickt. Auf einem der Bilder ist ein 40 Kilometer langer Abschnitt eines Einschlagkraters auf der Nordhalbkugel zu sehen, wie die Europäische Weltraumorganisation Esa mitteilte. Die Fotos seien die ersten Bilder überhaupt aus der neuen Umlaufbahn der Sonde in 400 Kilometern Höhe über dem Mars.

Die Sonde soll mit diversen Instrumenten Gase finden, die Rückschlüsse über geologische oder biologische Aktivität auf dem Mars erlauben könnten. Das könnte zum Beispiel Methan sein. Die Bilder ihrer Kamera sollen helfen, mögliche Quellen der Gase auf der Marsoberfläche zu entdecken. "Wir waren sehr erfreut zu sehen, wie gut dieses Bild bei den Lichtverhältnissen war", sagte Antoine Pommerol, ein Mitglied des Wissenschaftler-Teams.

Die Sonde des europäisch-russischen Projekts ExoMars war im März 2016 an Bord einer Rakete ins All geschossen worden. Im Oktober 2016 wurde sie in eine Umlaufbahn um den Mars gebracht. Seit einigen Wochen umrundet sie nach Esa-Angaben den Mars in ihrer neuen, fast kreisrunden Umlaufbahn. Im Jahr 2020 soll außerdem ein ferngesteuertes Fahrzeug, der "ExoMars-Rover", zum Mars geschickt werden. Gesteuert wird die Sonde vom Satellitenkontrollzentrum der Esa in Darmstadt (Esoc) aus.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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