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Giftige Invasion im Mittelmeer Exotische Rotfeuerfische breiten sich aus

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Aufgrund der Klimaerwärmung fühlt sich der Rotfeuerfisch auch im Atlantik vor New York so wohl, dass er sich dort "explosionsartig" vermehrt. Eigentlich ist er im Pazifik zu Hause.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Klimawandel macht sich nicht nur auf dem Land bemerkbar. Forscher legen offen, dass sich ein giftiger Exot im Mittelmeer ausbreitet. Die Artenvielfalt ist in Gefahr. Auch für Menschen kann ihr Gift gefährlich werden.

Die exotischen und giftigen Rotfeuerfische fühlen sich wegen der steigenden Wassertemperaturen im Mittelmeer immer wohler. Die Art Pterois miles habe innerhalb eines Jahres fast die gesamte Südostküste von Zypern besiedelt, schreiben Forscher der Mittelmeerinsel und der britischen Universität Plymouth im Fachmagazin "Marine Biodiversity Records". Zuvor hat es den Angaben zufolge nur wenige Sichtungen im Mittelmeer gegeben.

Die Wissenschaftler stützen sich unter anderem auf Angaben von Tauchern und Fischern. Die gefräßigen Rotfeuerfische, die normalerweise im Roten Meer und im Indischen Ozean vorkommen, können sich sehr schnell vermehren und dann die Artenvielfalt gefährden.

Die bis zu etwa 35 Zentimeter großen Rotfeuerfische ernähren sich von Fisch und Krustentieren. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. Die Strahlen der Rückenflosse enthalten ein Gift, das auch Menschen gefährlich werden kann.

Besonders mit Blick auf den erst kürzlich erweiterten Suez-Kanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, sollten Maßnahmen ergriffen werden. Eine weitere Invasion der Tiere müsse vermieden werden, sagte Meeresbiologe Jason Hall Spencer von der Uni Plymouth.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa