Wissen

Antikörper als Medikament Fremdbluttherapie heilt zwei Infizierte

imago61462022h.jpg

Eine Lösung in Sicht? Die Behandlung mit dem Blut Genesener könnte im Kampf gegen Ebola helfen.

(Foto: imago/McPHOTO)

Zwei mit Ebola infizierte Männer bekommen als Therapie das Blut von bereits genesenen Patienten. Beide werden gesund. Was sich wie ein Märchen anhört, könnte zum Meilenstein der Medizingeschichte werden.

Die Fremdbluttherapie ist vielleicht die Rettung für Tausende. Die Behandlung von Ebolakranken mit Blut von bereits genesenen Patienten könnte sich nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation als vielversprechende Therapie erweisen.

Die Idee hinter der Behandlung ist, dass sich im Blut von Überlebenden spezielle Antikörper befinden. Diese könnten den Erkrankten helfen. Bislang sei die Zahl der Behandlungen aber zu gering, um fundierte Aussagen über die Wirksamkeit solcher Therapien zu treffen.

Zwei amerikanische Ärzte, die sich in Liberia infiziert hatten, wurden mit dem Blut genesener Patienten behandelt. Beide sind inzwischen wieder gesund. Ob dies an der speziellen Behandlung, an Medikamenten oder an der guten medizinischen Versorgung in den USA liegt, kann aber nicht eindeutig bestimmt werden.

Angesichts des schlechten Zustands der Gesundheitssysteme in Guinea, Liberia und Sierra Leone könne eine flächendeckende Blut-Therapie dort nicht sofort eingesetzt werden. Gesundheitsbehörden beraten daher, welche Personengruppen zuerst behandelt werden sollen. Im Gespräch sind etwa Ärzte. Bislang sind bei der Ebola-Epidemie nach offiziellen Angaben mehr als 2900 Menschen gestorben. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weit höher liegen.

Quelle: ntv.de, jze