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Extreme Erdnähe Größter Vollmond des Jahres leuchtet

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Riesig: Fast-Vollmond über der Bergstation Karren in Dornbirn (Österreich) am 18. Februar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Mond kommt der Erde heute für mehrere Stunden sehr nah, so nah wie im ganzen Jahr nicht mehr. Das führt zum größten Vollmond dieses Jahres - mit der Sicht darauf könnte es in vielen Teilen Deutschlands aber schwierig werden.

Es ist Vollmond und der Erdtrabant in der größten Nähe zur Erde in diesem Jahr. Um 16.54 Uhr wird im Sternbild Löwe die Vollmondposition erreicht. Mit einem guten Blick zum monderleuchteten Himmel könnte es am Abend allerdings für die meisten Menschen in Deutschland schwierig werden. "Im äußersten Süden und im Westen, wo die Wolkenfront bereits bis zum Abend durchgezogen ist, sind die Chancen am besten", sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Sonst setze sich die dichte Wolkendecke weitgehend durch.

Denn, wie der n-tv Wetterexperte Björn Alexander berichtet: Dauerhoch "Dorit" geht nun endgültig die Puste aus. Es verabschiedet sich in Richtung Schwarzes Meer und macht damit den Weg frei für die Kaltfront von Tief "Werner". Somit beginnt der Tag im Süden und Südosten zwar noch schön und kalt mit Frost. Ansonsten ist es aber schon oft wechselhafter mit örtlichen Schauern. Später wird es dann aber auch im Süden für die Sonne immer enger. Lediglich der Alpenrand bleibt noch länger sonnig. Und auch im Westen zeigen sich nachmittags häufiger blaue Lücken.

Springfluten und erhöhten Spannungen in der Erdkruste

Mit einer Entfernung von etwa 356.760 Kilometern kommt der Mond für mehrere Stunden - jedenfalls für seine Verhältnisse - in extreme Erdnähe. Es ist die größte Annäherung des Erdtrabanten in diesem Jahr. Dies führt zum größten Vollmond des Jahres 2019. Das Zusammenfallen von Vollmond und geringster Erdentfernung kann zu Springfluten und erhöhten Spannungen in der Erdkruste führen, die sich an diesem Tag oder in nächster Zeit entladen können.

Von einem "Supermond" will Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde aber nicht reden. "Als Laie kann man das überhaupt nicht unterscheiden", versicherte sie. Der Mond sei am Dienstagabend nur "minimal größer" zu sehen und möglicherweise ein wenig heller. Doch weder bei den Gezeiten noch bei mondbedingter Schlaflosigkeit sei ein größerer Unterschied zu anderen Vollmondnächten zu erwarten. "Der ist völlig harmlos."

Quelle: n-tv.de, abe/dpa

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