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Unprovozierte AttackenHaie griffen vergangenes Jahr 65 Menschen an

18.02.2026, 15:21 Uhr
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Erneut betraf rund ein Drittel der erfassten Angriffe Surfer. (Foto: picture alliance/dpa/AAP)

Dass Haie Menschen attackieren, kommt extrem selten vor. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 65 unprovozierte Angriffe gezählt. Die meisten gab es wie schon 2024 in den USA.

Im Jahr 2025 wurden weltweit 65 unprovozierte Haiangriffe auf Menschen registriert – etwas weniger als im Zehnjahres-Durchschnitt von 72. Das teilte die Datenbank Isaf des Florida Museum of Natural History in Gainesville (USA) mit. Demnach endeten neun Fälle tödlich.

Die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Haiangriffs ist damit extrem niedrig. Allein in den USA würden jährlich über 4000 Ertrunkene erfasst, hieß es vom Museum. Blitze verursachten jedes Jahr geschätzt 24.000 Todesfälle weltweit.

Die USA blieben mit 38 Prozent der erfassten Fälle Spitzenreiter, wie es weiter hieß. Auf Australien entfielen 32 Prozent der Angriffe – und 56 Prozent der tödlich geendeten. Die Küsten des Landes sind Heimat der drei Arten, die für die schwersten Bisse verantwortlich sind: Weißer Hai, Tigerhai und Bullenhai. Insgesamt sind in australischen Gewässern zudem alle 13 Haiarten vertreten, von denen bekannt ist, dass es bei ihnen zu Angriffen auf Menschen kommen kann.

Erneut betraf rund ein Drittel der erfassten Angriffe weltweit Surfer. "Die Menschen surfen dort, wo es gute Wellen gibt, und wo es gute Wellen gibt, gibt es Trübungen, und wo es Trübungen gibt, gibt es oft Fische, die Haie anziehen", hatte Gavin Naylor, Direktor des Haiforschungsprogramms des Naturkundemuseums, im Jahr zuvor erklärt. Die Trübung verringere zudem die Sicht und mache Fehlangriffe wahrscheinlicher.

Im Jahresbericht der Isaf (International Shark Attack File) sind Angriffe dokumentiert, bei denen der Mensch die Attacke des Hais nicht provoziert hat. Fälle, in denen das Tier absichtlich oder unbeabsichtigt berührt oder gereizt wurde, werden nicht aufgenommen. Etwa beim Speerfischen oder beim Versuch, einen Hai aus einem Netz zu befreien.

Die Populationen großer Haiarten sind Untersuchungen zufolge heute wesentlich kleiner als noch vor einigen Jahrzehnten. Nach Angaben des Florida Museum of Natural History gibt es rund 1200 Arten von Knorpelfischen, über 500 davon sind Haiarten. Fossilienfunde belegten, dass Vorfahren der heutigen Haie bereits vor über 400 Millionen Jahren in den Meeren schwammen und Haie damit schon vor den Dinosauriern lebten. Viele Arten sind laut Naylor jedoch gefährdet. "Sie sind eindeutig widerstandsfähig - aber jetzt sind wir hier."

Quelle: ntv.de, lno/dpa

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