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Himmelsspektakel der Geminiden Jetzt kommen die Feuerkugeln

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Die Sternschnuppen der Geminiden entstammen einer Staubwolke, die die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, in der sie dann die Sternschnuppen erzeugen.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Die Adventszeit ist auch Sternschnuppenzeit: Ab heute kann man wieder die Geminiden am dunklen Himmel sehen. Das sind Meteoroide, die mit 126.000 Kilometern pro Stunde in die Atmosphäre eindringen. Auf seinem Höhepunkt bietet das Spektakel stündlich bis zu 150 Sternschnuppen.

Schaulustige Sternengucker haben bei klarem Nachthimmel nun wieder die Chance auf ein Sternschnuppen-Spektakel. Die nach dem Sternbild Zwillinge benannten Geminiden erscheinen. Vom 6. bis 16. Dezember machen sie sich am Himmel bemerkbar. Wie der Name andeutet, scheinen die Geminiden dem Sternbild Zwillinge zu entströmen.

Der Höhepunkt des Stroms sei für die Nacht vom 13. auf den 14. Dezember zu erwarten, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert. "Mit 150 Meteoren pro Stunde gelten die Geminiden als reichster Strom des Jahres." Allerdings gehe der zunehmende Mond erst nach Mitternacht unter, so dass am Morgen des 14. Dezembers die meisten der verglühenden Meteore zu sehen sein werden, wenn denn das Wetter mitspielt.

Auch Boliden oder Feuerkugeln erscheinen

Wer das Spektakel beobachten möchte, muss den Sternfreunden zufolge am Abend seinen Blick nach Osten richten. Dabei erscheinen auch sehr helle Objekte, gemeinhin als Boliden oder Feuerkugeln bezeichnet. Die günstigste Beobachtungszeit liegt zwischen 21 Uhr und 6 Uhr morgens. Das Sternbild Zwillinge werde im Laufe der Nacht dann über den Süden und am Morgen im Nordwesten stehen. Die Zwillinge gehen nach Angaben der Vereinigung bereits in den Abendstunden am Osthimmel auf, daher sei die ganze Nacht über mit Sternschnuppen zu rechnen.

Es handelt sich um mittelschnelle Meteoroide mit Eindringgeschwindigkeiten in die Atmosphäre von 35 Kilometer pro Sekunde, das sind 126.000 Kilometer pro Stunde. Das ist vergleichsweise langsam: Bei den Perseiden, die alljährlich am Augusthimmel aufleuchten, sind es 212.000 km/h.

Kosmische Staubwolke

Dass die Meteore dem Sternbild Zwillinge entspringen, ist den Sternfreunden zufolge natürlich nur ein perspektivischer Effekt. Der Grund für ihr Auftreten sei, dass die Erde eine kosmische Staubwolke durchquere. Diese stamme vermutlich von dem Kleinplaneten Phaethon, der möglicherweise zerbrochen sei und Trümmerteile hinterlassen habe. Beim Eindringen in die Erdatmosphäre verglühen diese dann und sind als Sternschnuppen am Himmel zu sehen. Forschungen ergaben, dass die für Asteroiden ungewöhnliche Staubspur von Phaeton durch Eis unter dessen Oberfläche erklärbar sein könnte.

Als weitere Eigentümlichkeit der Geminiden gilt, dass in den Stunden des Sternschnuppenmaximums zunächst die lichtschwächeren und erst später die hellsten Meteore aufleuchten. Besonders auf diese hellen Geminiden dürften sich all jene freuen, die beim Anblick einer Sternschnuppe an die Erfüllung eines Wunschs glauben - gerade in der Vorweihnachtszeit.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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