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Eine Million Menschen starben laut UNAids im Jahr 2016 an der Immunschwächekrankheit Aids.
Eine Million Menschen starben laut UNAids im Jahr 2016 an der Immunschwächekrankheit Aids.(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)
Samstag, 02. Dezember 2017

Zu männlich für den Aids-Test?: Männer sterben häufiger an HIV

Die meisten Männer möchten stark und unverletzbar sein. Aus diesem Grund gehen sie seltener zum Arzt. Vielen HIV-Infizierten kostet dieses "Draufgängertum" das Leben, denn nur eine frühe Behandlung ist aussichtsreich.

Männer gehen nach Erkenntnissen einer UN-Studie seltener zum HIV-Test als Frauen, nehmen seltener Aids-Medikamente und sterben deshalb häufiger an der Immunschwächekrankheit. Wie die UN-Organisation UNAids in einer Untersuchung anlässlich des Welt-Aids-Tags herausfand, sind weltweit weniger als die Hälfte der Männer mit HIV in medizinischer Behandlung - bei den Frauen hingegen sind es mehr als 60 Prozent. Männer beginnen demnach Therapien mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu spät oder unterbrechen ihre Behandlungen.

Der Studie zufolge wissen Männer in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zu 20 Prozent seltener über ihren HIV-Status Bescheid als Frauen. In derselben Region benutzen demnach vor allem ältere Männer bei oft wechselnden Partnern seltener Kondome. Somit sei eine HIV-Infektion häufiger der Fall.

Weltweit lebten im Jahr 2016 laut UNAids 36,7 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion, aber weniger als 21 Millionen hatten Zugang zu antiretroviralen Medikamenten. Im Eine Million Menschen starben im gleichen Jahr an Aids oder an einer mit dem HI-Virus verbundenen Krankheit. Im selben Zeitraum wurden 1,8 Millionen Neuansteckungen gezählt.

Der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember soll alljährlich Menschen dafür sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist. Er steht unter dem Motto "Positiv zusammen leben".

Quelle: n-tv.de

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