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Abwässer, Gasgrills, Heizpilze Methanausstoß nimmt zum Oktoberfest zu

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Mit dem Oktoberfest steigt nicht nur der Bierverbrauch in der bayerischen Hauptstadt.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Zum Oktoberfest fließt das Bier auf der Wiesn in Strömen. Doch nicht nur das. Die Konzentration des Klimakillers Methan wird in München zu dieser Zeit bis zu fünf Mal größer. Blähungen sind dafür allerdings nicht verantwortlich.

In der Wiesn-Zeit steigt in München nicht nur der Bier-Ausstoß massiv an, auch vom Klimagas Methan werden deutlich höhere Mengen freigesetzt. Das haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden. Zu den Quellen des erhöhten Methans gehört den Forschern zufolge das Abwasser aus den Toiletten und aus der Gastronomie, die Gasgrills in den Wiesn-Festzelten und Buden sowie die Gasversorgung für Heizstrahler, sagte Jia Chen, Ingenieurin und TUM-Professorin für Umweltsensorik.

Die jährlich rund sechs Millionen Besucher des Oktoberfestes seien als Ursache für das erhöhte Methan unwahrscheinlich. "Noch nicht einmal die Hälfte aller Menschen produziert überhaupt Methan, und wenn, dann nur ein paar Mikrogramm pro Sekunde, sodass selbst bei einer Rekord-Wiesn niemals die von uns gemessenen Werte erreicht werden könnten", betont die Wissenschaftlerin. Blähungen von mit Bier abgefüllten und sattgegessenen Wiesn-Besuchern spielen demnach also keine Rolle.

Auch sonst im Jahr sei in der Stadt die Methan-Konzentration leicht erhöht, erklärt die Wissenschaftlerin. Während der Wiesn habe sie aber teils fünf Mal so hoch gelegen wie vor und nach dem Fest. Explosionsgefahr besteht aber nicht. Es gehe um Konzentrationen von ein paar Teilchen Methan pro einer Million Luftteilchen. "Um explosiv zu sein, müsste der Methan-Anteil zehntausendfach höher sein."

Quelle: ntv.de, jaz/dpa