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Ideale Brutstätten Nach den Unwettern kommen die Mücken

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Ideale Mücken-Brutstätte: überflutete Regionen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Noch laufen vielerorts die Aufräumarbeiten nach den Unwettern. Doch in den überfluteten Wiesen wachsen bereits die Plagegeister des Sommers heran. Die anstehenden warmen Tage machen die Lage nur noch unangenehmer.

Nach den schweren Unwettern muss in Deutschland mit besonders vielen Mücken gerechnet werden. Überflutete Wiesen und Äcker sowie große Pfützen seien perfekte Brutstätten für Mücken, erklärte die Deutsche Wildtier-Stiftung. In kurzen Abständen lege eine einzige Mücke jetzt zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer. Nach einem zweiwöchigen Larvenstadium schlüpfe "die nächste Generation".

"Geht die Temperatur nach dem Regen hoch, wirkt die Wärme zusätzlich wie ein Brutbeschleuniger für den Mückennachwuchs", erklärte Eva Goris, Sprecherin der Stiftung. Auf die Stechangriffe könnten sich Menschen jedoch vorbereiten. "Man muss nur wissen, worauf die Mückenweibchen - denn nur diese stechen - fliegen". Weiblichen Mücken brauchen das Blut für ihre Brut.

Bestimmte Duftstoffe ziehen Mücken an

Blutgruppe, Alter und Geschlecht der Opfer sind den Quälgeistern demnach ziemlich egal. "In erster Linie beeinflusst der Körpergeruch, ob uns eine Mücke attackiert oder nicht", erklärte Goris. Bei der Zersetzung von Schweiß entstünden Ammonium und Buttersäure auf der Haut, dieser Duft wirke auf Mücken wie ein Magnet.

Besonders angezogen fühlen sie sich von Füßen. Wer also einen ungestörten Grillabend genießen will, sollte vorher duschen und frische Socken tragen. Aber auch Duftstoffe in Duschgels, Seifen oder Shampoos locken Mücken an. Im Sommer sind parfümfreie Kosmetika daher empfehlenswert.

Auch die Ernährung kann eine Rolle spielen. So gibt der Körper durch Stoffwechselprozesse nach dem Verzehr von Reis mehr Kohlendioxid über die Poren und den Atem ab. "Auf diesen leicht säuerlichen Geruch stehen hungrige Mücken total", erklärte die Wildtier-Stiftung. Der Genuss von Kohl hingegen hält Mücken eher fern.

Ätherische Öle von Zitronen, Lavendel, Minze oder Basilikum schützen zwar nicht zuverlässig, halten aber durchaus die eine oder andere Mücke ab. Weite Kleidung, die an Armen, Beinen und am Hals geschlossen ist, kann verhindern, dass der hauchdünne Stechrüssel der Mücken durch Textilien an die Haut gelangt. Für Mücken ist es kein Problem, eine enganliegende Jeans zu durchstechen, um an Blut zu gelangen.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP

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