Wissen

Gefrorenes Sperma Nebelparder-Baby aus der Tiefkühltruhe

0ea5f14530b4f3337bf3ec9fd9916e6b.jpg

Die Grosskatze ist gerade zwei Tage alt.

dpa

In der freien Natur sind Nebelparder eine gefährdete Spezies. In Zoos bemüht man sich um den Erhalt der Großkatzen-Art. In Nashville wurde nun ein ganz besonderer Nebelparder geboren.

Noch sind die Augen des kleinen Nebelparders fest geschlossen - wie bei Katzen nach der Geburt üblich. Aber er tapst schon eifrig umher und saugt kräftig an dem angebotenen Fläschchen. Die Großkatze kam am 1. März nach einer künstlichen Befruchtung mit zuvor gefrorenem Sperma im Nashville Zoo im amerikanischen Gliedstaat Tennessee zur Welt und wird dort nun von Hand aufgezogen.

Es ist nicht der erste Nebelparder-Nachwuchs, der in Nashville geboren wurde. Der Zoo beteiligt sich an einem Zuchtprogramm für die bedrohte Art. Bei der Zeugung dieses männlichen Tieres sei aber erstmals tiefgefrorenes und wieder aufgetautes Sperma eingesetzt worden - eine enorme Leistung, wie Heather Robertson, leitende Tierärztin des Zoos, betont. "Es bedeutet, dass wir rund um die Welt Samen von Nebelpardern einsammeln und aufbewahren können und die Schwangerschaftsraten nach künstlicher Befruchtung bei dieser Art verbessern können."

Nebelparder (Neofelis nebulosa) erinnern mit ihrem gemusterten Fell ein wenig an Leoparden. Allerdings sind die Tiere viel kleiner, die Flecken hingegen grösser. Der Nebelparder bewohnt vorzugsweise bewaldetes Gebiet, aber ist auf Grund seiner Anpassungsfähigkeit nicht auf diese Gebiete beschränkt. Freilebend kommen die Großkatzen vor allem in tropischen Regenwäldern vor. Genau dieser Lebensraum wird in Südostasien gegenwärtig am schnellsten durch Abholzung zerstört. Eine weitere Gefahr für den Nebelparder ist der illegale Handel mit Fellen und Knochen.

Die Gesamtpopulation wird auf weniger als 10.000 erwachsene Tiere geschätzt. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Nebelparder als gefährdet ein.

Quelle: n-tv.de, dsi/dpa