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Wichtiges Etappenziel SpaceX-Raumkapsel kehrt zur Erde zurück

Ende des Jahres wollen die USA wieder eigene Raketen nutzen, um Astronauten zur ISS zu schicken. Eine Generalprobe gelingt nun: Die Raumkapsel von SpaceX, die mit einer Puppe an Bord ins All gestartet war, kehrt erfolgreich zur Erde zurück.

Die Raumkapsel "Crew Dragon" des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX ist nach sechs Tagen im All erfolgreich im Atlantischen Ozean gelandet. Live-Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten, wie die vier großen Fallschirme an der Kapsel sich ohne Probleme öffneten und sie auf dem Wasser aufsetzte. Mit der Landung hat SpaceX der Nasa bewiesen, dass das Unternehmen in der Lage ist, eine bemannte Raumfahrtmission zu realisieren. Die Nasa sprach von einem "Meilenstein".

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"Gute Wasserlandung von Dragon bestätigt", twitterte SpaceX. Das von Tesla-Chef Elon Musk gegründete Unternehmen hat als erstes eine private Mission zur Internationalen Raumstation ISS bewerkstelligt. Der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre war auch der erste Härtetest für den Hitzeschild der Kapsel. SpaceX-Gründer Musk hatte diese Phase zuvor als "meine wohl größte Sorge" bezeichnet. Zudem war "Crew Dragon" das erste bemannbare Raumschiff seit acht Jahren, das von den USA aus ins Weltall startete.

"Crew Dragon" war am vergangenen Samstag mit einer Falcon-9-Rakete vom US-Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida gestartet und hatte am Sonntag an die Internationale Raumstation ISS angedockt. An Bord befand sich statt Astronauten lediglich eine lebensgroße Puppe.

Nasa-Chef Jim Bridenstine nannte den erfolgreichen Testflug einen "Meilenstein in der neuen Ära der bemannten Raumfahrt". Die Nasa will noch in diesem Jahr erstmals Menschen mit einer SpaceX-Rakete ins All bringen lassen. SpaceX hat schon mehrfach seine Raumkapsel "Dragon" zur ISS geschickt, bisher jedoch nur mit Fracht an Bord. Zudem plant die Nasa, in den kommenden Monaten zwei US-Raumfahrer mit der "Crew Dragon" von der ISS zur Erde zurückzubringen.

Das Space-Shuttle-Programm der USA war 2011 eingestellt worden. US-Astronauten können seither nur noch mit russischen Sojus-Raketen zur ISS gelangen. Der Vertrag mit Russland läuft im November aus. Dann sollen SpaceX und Boeing übernehmen.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP

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