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Sechs Monate im All Taikonauten-Crew erreicht "Himmlischen Palast"

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Schwätzchen nach geglücktem Andocken: Die Crew der Shenzhou 15 trifft auf die Crew der Shenzhou 14.

(Foto: AP)

Drei neue Raumfahrer bevölkern die chinesische Raumstation "Tiangong". Sie sollen den "Himmlischen Palast" zu Ende bauen - und ermöglichen ihren Vorgängern die Heimreise. Für sie selbst geht es erst im Mai 2023 wieder zurück zur Erde.

Eine neue Crew von Taikonauten ist auf der chinesischen Raumstation "Tiangong" eingetroffen. Die drei Raumfahrer erreichten wie geplant die Station, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Das Team soll die bisherige Besatzung ablösen, die sich dort seit Anfang Juni aufhält, und den Bau der Raumstation abschließen. Es wird der erste Besatzungswechsel der "Tiangong" sein, der im Weltall vollzogen wird.

Die Taikonauten waren am Dienstag vom chinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan in der Gobi-Wüste aus mit einer Rakete vom Typ Langer Marsch 2F gestartet. Angeführt wird die neue Besatzung von dem 57-jährigen Raumfahrt-Veteranen Fei Junlong. Für seine Kollegen Deng Qinming und Zhang Lu ist Shenzhou-15 ihre erste Weltraummission.

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Fei und seine Kollegen sollen nach Angaben der Raumfahrtbehörde während ihres etwa sechsmonatigen Aufenthalts Ausrüstung außerhalb und innerhalb der Raumstation installieren. Während ihrer Mission soll dort außerdem ein Frachtraumschiff ankommen. Abgelöst wird das Trio laut Plan kommendes Jahr durch die bemannte Mission Shenzhou-16, die Rückkehr von Fei, Deng und Zhang zur Erde ist für Mai geplant.

Die Raumstation "Tiangong", deren Name "Himmlischer Palast" bedeutet, ist ein wichtiger Bestandteil von Chinas ehrgeiziger Raumfahrt-Strategie. Anfang des Monats hatte das letzte Modul für die Raumstation erfolgreich angedockt. Bis zum Jahresende soll ihr Bau abgeschlossen sein. Sie soll dann etwa eine Masse von 90 Tonnen haben. Das entspricht etwa einem Viertel der Masse der Internationalen Raumstation ISS, von deren Nutzung China auf Betreiben der USA ausgeschlossen wurde. "Tiangong" soll etwa ein Jahrzehnt lang in Betrieb bleiben. China will die Raumstation für viele Experimente nutzen.

Quelle: ntv.de, jog/AFP

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