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Delikatesse in Südkorea Tausende "Penisfische" an Küste angespült

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Bis zu 25 Zentimeter werden Seewürmer groß.

(Foto: Instagram/baynaturemagazine)

In Südkorea gelten Seewürmer wegen ihrer angeblich aphrodisierenden Wirkung als Delikatesse. Aufgrund ihrer phallusähnlichen Form werden die Meeresbewohner auch als "Penisfische" bezeichnet. In Kalifornien spült ein Zufall Tausende der bizarren Tiere an den Strand.

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Dieser Anblick wirkt nicht ganz jugendfrei, ist aber vollkommen natürlich: An der US-Westküste haben Spaziergänger eine ungewöhnliche Ansammlung von Tausenden Seewürmern entdeckt. Die wegen ihrer ungewöhnlichen Körperform auch "Penisfisch" genannten Tiere tauchten an einem Küstenabschnitt namens Drakes Beach nördlich der kalifornischen Metropole San Francisco auf.

Die Seewürmer, die Biologen auch unter dem Namen Priapswurm (Priapulus caudatus) kennen, kommen hauptsächlich in kälteren Gewässern der Nordhalbkugel vor. In Südkorea gelten sie als Delikatesse. Dort wird ihnen eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Mit einer Größe von bis zu 25 Zentimetern graben die "Penisfische" im küstennahen Bereich u-förmige Höhlen in den Sand, um dort Nahrung zu finden. Die Lebewesen haben "die perfekte Form für ein Untergrundleben", erklärte der Biologe Ivan Parr in einem Text für das Magazin "Bay Nature".

Ein Zufall führte zu der ungewöhnlichen Seewurmschwemme: Starke Regenfälle hätten die Tiere diese Woche an Land gespült, sagte Parr. "Das sind die Risiken, wenn dein Haus aus Sand besteht", erklärte er. "Schwere Stürme waschen Sedimente aus und hinterlassen andere Elemente an der Küste." Die Meereswürmer existieren seit mehr als 300 Millionen Jahren.

Quelle: ntv.de, mba/AFP