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Umweltbundesamt korrigiert Werte Treibhausgas-Ausstoß sinkt mehr als gedacht

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Der Verkehr bleibt ein Problem: Doch weil Kohlekraftwerke weniger Strom produzierten, kann auch 2019 mit einer Minderung gerechnet werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die gute Nachricht wird noch ein bisschen besser: Das Umweltbundesamt kommt für 2018 auf knapp ein Drittel weniger CO2-Ausstoß und korrigiert die Werte sogar noch einmal nach unten. Allerdings steigen die Emissionen im Verkehr 2019 wohl wieder an.

Der Treibhausgas-Ausstoß in Deutschland im Jahr 2018 war etwas geringer als bisher angenommen. Er lag Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) zufolge bei 858,4 Millionen Tonnen und damit 31,4 Prozent unter dem Wert von 1990. Das sei nun an die Europäische Kommission übermittelt worden, teilte die Behörde mit. In der Prognose vom April 2019 hatte das UBA noch mit 865,6 Millionen Tonnen gerechnet, das wären im Vergleich zu 1990 nur 30,8 Prozent Minderung gewesen.

Auch die offiziellen Angaben für 2017 sind nun etwas gesunken, von 906 Millionen auf 894 Millionen Tonnen. An den Trends für das Jahr 2018 änderte sich nichts: Am deutlichsten sind die Emissionen in der Energiewirtschaft zurückgegangen, ein Minus gab es aber auch im Verkehr und in der Landwirtschaft.

Die offizielle Schätzung für die Treibhausgas-Emissionen 2019 wird das UBA im März 2020 vorstellen. Experten gehen davon aus, dass der Verbrauch von Benzin und Diesel wieder angestiegen ist - und damit auch der CO2-Ausstoß im Verkehr. Insgesamt wird aber mit einer deutlichen Minderung gerechnet, vor allem weil Kohlekraftwerke weniger Strom produzierten.

Quelle: ntv.de, can/dpa