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Antikörper in der MilchVogelgrippe erstmals bei Kuh in Europa festgestellt

26.01.2026, 16:41 Uhr
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Das betroffene Tier litt unter anderem an Atemwegsproblemen. (Foto: Oliver Berg/dpa)

Als eine Katze auf einem Milchvieh-Betrieb an der Vogelgrippe stirbt, läuten im niederländischen Friesland die Alarmglocken. Und tatsächlich: In der Milch eines Rinds werden H5N1-Antikörper nachgewiesen. Es ist der erste Fall außerhalb der USA.

Das Vogelgrippe-Virus ist erstmals außerhalb der USA bei einer Kuh nachgewiesen worden. In den Niederlanden wurden in der Milch einer Kuh Antikörper gegen den Erreger festgestellt, wie aus einem Schreiben der niederländischen Agrarministerin an das Parlament hervorgeht. Dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bei Greifswald sei bislang kein anderer entsprechender Fall außerhalb der USA bekannt, teilte das für Tiergesundheit zuständige Bundesinstitut mit.

Das Risiko schätzt das FLI trotz des neuen Falls für hiesige Wiederkäuer weiter als sehr gering ein. "Die Lage wird als unverändert eingeschätzt, solange es bei einem Einzelfall bleibt und weitere Untersuchungsergebnisse keine Hinweise auf eine weitere Viruszirkulation bei Rindern liefern."

Laut einem Bericht des Fachmagazins "Science" war auf einem Milchvieh-Betrieb in der niederländischen Provinz Friesland eine Katze an dem Vogelgrippe-Virus H5N1 gestorben. Danach seien Blut und Milch dortiger Kühe untersucht worden. Eine Kuh hatte demnach Antikörper in ihrer Milch. Antikörper entstehen während einer Infektion durch die Immunantwort des Körpers.

Das Virus selbst wurde nicht mehr nachgewiesen, wie es hieß. Es gebe auch keine Hinweise auf eine Verbreitung in anderen Haltungen. Die Milch sei wegen gesundheitlicher Probleme der Kuh nicht verarbeitet worden. Demnach litt das Tier im vergangenen Monat an Mastitis und Atemwegsproblemen.

Wie sich die Katze und die Kuh angesteckt haben, ist unklar. Laut FLI könnte der Erreger durch Kontakt mit infizierten Vögeln weitergegeben worden sein, oder über kontaminierten Kot, Futter, Wasser oder Melkgeschirr. Das Risiko dafür sei in Gebieten mit Vogelgrippe-Ausbrüchen erhöht.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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