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Bis die Flasche platzt Welche Getränke dürfen ins Tiefkühlfach?

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So kann man's auch machen: Komplett eingefroren kann auch nichts mehr platzen.

(Foto: REUTERS)

Draußen ist es heiß und jeder Grillabend braucht neben leckerem Grillgut vor allem eines: kühle Getränke. Die Verlockung ist groß, die Flüssigkeiten per Eisfach schnell abzukühlen. Dann darf man sie aber nicht vergessen - es sei denn, der Alkoholgehalt ist hoch genug.

Es ist Sommer, die Grillsaison längst angelaufen - doch was wäre das saftige Steak vom Grill ohne ein kühles Bier? Die beste Möglichkeit, sein Getränk schnell von Zimmer- auf angenehme Trinktemperatur zu bringen, scheint dann häufig das Gefrierfach zu sein. Eine halbe Stunde bei minus 18 Grad Celsius, schon erfrischt das kühle Nass heiße Gemüter. Doch Vorsicht: Vergesslichkeit wird bestraft. Jeder weiß, dass es keine gute Idee ist, Bier zu lange im Eisfach zu lagern. Denn wenn die Flüssigkeit gefriert, dehnt sie sich aus - mit der Folge, dass es eine ordentliche Sauerei gibt.

Gefrierpunkte von Alkoholmischungen

Bier (mit 4,8 bis 6,5 Prozent)ca. -2 bis -3 °C
Sekt (mit ca. 11 Prozent)ca. -5 °C
Likör (23 Prozent)ca. -10 °C
Doppelkorn (38 Prozent)ca. -22 °C
Wodka, Ouzo (40 Prozent)ca. -24 °C

Doch gibt es Getränke, die man gefahrlos tiefkühlen kann? Ja, durchaus - wenn der Alkoholgehalt hoch genug ist. Denn Alkohol hat einen Gefrierpunkt von -114 Grad Celsius. Reiner Alkohol könnte also mit einer handelsüblichen Tiefkühltruhe niemals gefroren werden. Aber wie verhält es sich mit Alkoholmischungen? Ab wie viel Prozent Alkoholgehalt kann man die Flüssigkeit gefahrlos im Eisfach vergessen?

Sekt und Bier sind tabu

Wie viele schon aus eigener Erfahrung wissen werden: Mit Bier funktioniert das nicht. Der Gefrierpunkt von Bier liegt bei minus 2 bis 3 Grad Celsius, je nach Alkoholgehalt. Auch die Sektflasche sollte man auf keinen Fall vergessen. Bei einem Alkoholgehalt von etwa 11 Prozent wird die Flüssigkeit bei circa 5 Grad unter null fest - eine Rolle spielt hierbei auch, wie viel Kohlensäure enthalten ist. Auch für Wein, der je nach Alkoholgehalt bei minus 5 bis 7 Grad gefriert, ist die Tiefkühltruhe deutlich zu kalt. Aber mal ehrlich: Wer Wein tiefkühlt, dem sei das spätere Putzen auch gegönnt.

Was aber ist mit dem feinen, 23-prozentigen Kirschlikör? Auch hier reicht der Anteil des Alkohols leider noch nicht aus, um längere Zeit in der Tiefkühltruhe zu überleben. Sobald der Likör auf minus 10 Grad herabgekühlt ist, wird er fest.

Erst bei einem Mindestgehalt von rund 34 Prozent beträgt der Gefrierpunkt eines Alkohol-Wassergemischs ziemlich genau minus 18 Grad. Spirituosen können also auch dann noch gefrieren. Bei höherprozentigen Flüssigkeiten jedoch ist die Gefahr gebannt. Wer seinen Ouzo oder Wodka - der in der Regel um die 40 Prozent Alkohol hat - also wirklich kalt genießen will, kann ihn getrost im Tiefkühlfach lagern.

Quelle: n-tv.de, fma

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