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Endlich Sonne - aber ... Wie gefährlich ist die UV-Strahlung?

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Wenn die Sonne strahlt, muss Hautschutz her.

(Foto: picture alliance / Fotostand)

Wenn die Sonne strahlt und, die Temperatur steigt, freuen sich viele. Aber bevor man sich ans lange Sonnenbad macht, unbedingt bedenken: UV-Strahlung ist das Hauptrisiko für Hautkrebs. Wo ist sie am höchsten und wer ist besonders gefährdet?

Wenn der Sommer da ist, steigt mit dem schönen Wetter auch die Sonnenbrandgefahr. Fragen und Antworten rund um Sonne und Hautschutz:

Wie intensiv ist die Sonne im Juni?

Vor der Intensität der Sonne im Juni warnen Experten wie Hautarzt Reinhard Mrotzek, der Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen ist: "Der UV-Index kann schon bis 6 oder 7 gehen. Die Sonne steht so hoch wie im August." Das ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein hoher Gefährdungswert, der einen Sonnenschutz für die Haut erforderlich mache. Das heißt: Ein Szenario aus dem Hochsommer trifft auf unsere Haut, die "für den Sommer noch nicht trainiert und gerüstet" ist, wie Mrotzek erklärt. Es brauche mindestens zwei Wochen, bis sich die Haut mit Bildung der schützenden Bräunungspigmente und der Verdickung der Hornschicht auf diese Sommersonne eingestellt habe. Selbst dann müsse man noch vorsichtig sein, "denn gebräunte Haut entspricht lediglich einem Lichtschutzfaktor von circa 4", erklärt die Deutsche Krebshilfe.

Wie gefährlich ist die UV-Strahlung?

UV-Strahlung kann Schäden am Auge wie Bindehautentzündungen und Sonnenbrand auf der Haut verursachen. Langfristig trägt sie zur vorzeitigen Alterung der Haut bei. UV-Strahlung ist aber auch das Hauptrisiko für Hautkrebs. Jedes Jahr erkranken in Deutschland weit mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs - Tendenz steigend. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 290.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen schwarzen Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom. Neben den UV-Strahlen beeinflusst vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt.

Wer ist vor allem gefährdet?

Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Häufige und starke Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache. Die Haut vergisst nie, warnen auch Fachärzte.

Was ist der beste Sonnenschutz?

Die Mittagsstunden sollten besser im Haus oder zumindest im Schatten verbracht werden. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist eine Kopfbedeckung zu empfehlen. Experten raten zudem zu Sonnenbrillen mit seitlichem Schutz, also gewölbten Gläsern oder breiten Bügeln, die die Zeichen "UV 400", "100 Prozent UV-Schutz" oder "CE" tragen.

Außerdem sollte auf eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor geachtet werden, die 30 Minuten vor dem Sonnenbaden aufgetragen wird. Es sollte schon mindestens Lichtschutzfaktor 15 sein, für Kinder und empfindliche Menschen empfiehlt sich der Faktor 50+. Das Deutsche Krebsforschungszentrum rät, Sonnenschutzmittel nicht zu sparsam zu verwenden. Für Erwachsene sollten es zwei Milligramm pro Quadratzentimeter Haut sein - das entspricht vier gehäuften Esslöffeln für den ganzen Körper. Wird nur die Hälfte der empfohlenen Menge verwendet, verringert sich der Lichtschutzfaktor um zwei Drittel und es kommt viel schneller zu Sonnenbrand.

Wo kann ich mich über die UV-Gefahr informieren?

Dies geht zum einen auf der DWD-Internetseite. Hier gibt es jeweils die Werte für drei Tage. Eine Gesundheitswetterapp des DWD informiert zum einmaligen Preis von 99 Cent zusätzlich über amtliche UV-Warnungen und den UV-Index. Der UV-Index gibt die Stärke der UV-Strahlung zum Sonnenhöchststand an und damit das Risiko für einen Sonnenbrand.

Auskunft gibt auch die UV-Prognose des BfS hier. Je höher die Zahl des UV-Indexes, desto höher die Strahlung. Auf dem Wasser und am Strand ist die Strahlenbelastung allerdings oft noch höher.

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Was hilft am besten gegen Sonnenbrand?

Am sichersten ist natürlich die Vorbeugung. Wer sich dennoch einen Sonnenbrand holt, dem helfen feuchtkalte Umschläge mit Essigwasser, Kamillentee sowie Quark- und Joghurtkompressen. Bei schweren Sonnenbränden mit Blasen und Fieber sollte der Arzt aufgesucht werden.

Quelle: ntv.de, abe/AFP

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