Ratgeber

Sonnenbad mit Öko-Test Günstigste Sonnencremes am besten

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Das Beste gegen Sonnenbrand? Ferien im Sauerland! Oder eben eincremen.

(Foto: imago/Westend61)

Die gute Nachricht lautet: Der Sommerurlaub könnte klappen - trotz Pandemie. Weniger sicher ist allerdings, ob sich dann auch konstant die Sonne zeigt. Zumindest hierzulande. Kommt sie zum Vorschein, heißt es: einschmieren - mit der richtigen Sonnencreme. Öko-Test verrät, welche dafür infrage kommen.

Bald ist Sommer. Und vielleicht gibt es ja dann auch endlich den passenden Sonnenschein. Als weniger erfreulich empfindet so mancher vermutlich, dass somit auch mittels entsprechender Produkten vor der Sonne geschützt werden muss. Zwar ist Sonnenlicht für Mensch und Natur lebenswichtig, kann aber auch eine Menge Schaden anrichten. Zum Beispiel Hautschäden durch die UV-Strahlen. Wobei eine vorzeitige Faltenbildung zwar nicht schön ist, aber auch nicht gefährlich. Bei Hautkrebs sieht die Sache jedoch anders aus. Oberstes Gebot für Sonnenanbeter lautet also: eincremen - mit der richtigen Sonnencreme.

Welche das ist, dem ist Öko-Test nachgegangen und hat 22 Sonnencremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor von 30 aus Drogerien, (Bio-) Supermärkten, Apotheken und dem Reformhaus untersucht. Jede dritte Sonnencreme ist zertifizierte Naturkosmetik.

Ergebnis? Drei Sonnencremes fallen aufgrund eines krebsverdächtigen Stoffes mit "ungenügend" durch. Vier schneiden aber auch mit "sehr gut" und elf mit "gut" ab.

Im Falle von "Piz Buin Moisturising Ultra Light Sun Spray" ("ungenügend") schmiert man sich den Problemstoff Benzophenon in einer deutlichen Menge auf die Haut. Und die gilt als wahrscheinlich krebserregend. Benzophenon ist ein Zerfallsprodukt des UV-Filters Octocrylen.

Schon für 2,36 Euro gibts "sehr gut"

Der Stoff wurde in weiteren sechs Produkten ausgemacht - hier allerdings nur in Spuren. Was langfristig aber keine Garantie dafür ist, dass das auch so bleibt. Denn mit der Zeit kann der Gehalt an Benzophenon in der Sonnencreme stark steigen. Das haben dieses Frühjahr französische und amerikanische Forschende gezeigt, indem sie die Sonnenschutzmittel künstlich altern ließen.

Den UV-Filter Octocrylen wertet Öko-Test schon seit Jahren ab. Der Grund: Der Stoff steht auch im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken. Der hohe Gehalt der Vorstufe von Benzophenon wurde denn auch der "Garnier Ambre Solaire Sonnenschutz-Milch LSF 30" ("ungenügend) zum Verhängnis. Auch von Cremes mit Ethylhexylmethoxycinnamat raten die Tester ab. Der Filter steckt in der "Cetaphil Sun Daylong Liposomale Lotion SPF 30" ("ungenügend) und steht ebenfalls im Verdacht, wie ein Hormon zu wirken.

Erfreulicheres gibt es von den Testsiegern zu berichten. Denn die sind allesamt ziemlich preiswert und "sehr gut". Als da wären: "Alverde SensitivSonnenmilch LSF 30" von Dm (7,95 Euro für 200 ml), "Today Sonnenmilch 30" von Rewe (2,66 Euro), "Cien Sun Sonnenmilch LSF 30" von Lidl (2,36 Euro) und "Sun Dance Green Sonnenmilch LSF 30" ebenfalls von Dm (6,60 Euro).

Nicht kleckern, sondern klotzen

Vollen Sonnen­schutz bieten die Produkte aber nur, wenn sie reichlich und regel­mäßig aufgetragen werden. Fast alle Anbieter bewerben ihre Produkte als "wasser­fest". Doch ein Teil des Schutzes kann beim Baden verloren gehen. Auch wer Sport treibt und schwitzt, sollte deshalb regel­mäßig nach­cremen. Grundsätzlich gilt hier: nicht kleckern, sondern klotzen.

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Um den angegebenen Sonnen­schutz­faktor zu erreichen, braucht eine 1,80 Meter große Person etwa 40 Milliliter für den ganzen Körper, was etwa drei Esslöffeln entspricht. Wer kleiner ist, kommt mit etwas weniger aus. Bei einem Sonnenbad pro Tag reicht eine 200-Milliliter-Flasche also höchstens für etwa fünf Tage.

Aber vielleicht erhöht ja auch folgende Information die Motivation, ausreichend und regelmäßig zu schmieren: So ist der eine oder andere Experte der Meinung, dass Sonnencreme ein äußerst preiswertes Mittel gegen Falten ist.

Quelle: ntv.de, awi

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