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Links, rechts, oder gleich ganz was anderes: Ein gutes Team sieht anders aus.
Links, rechts, oder gleich ganz was anderes: Ein gutes Team sieht anders aus.

Dschungelcamp, Tag 14: Des einen links ist des anderen rechts

Von Verena Maria Dittrich

Menderes navigiert sich kaputt, Jürgen mimt den Fahrschüler und Thorsten hat zu viele innere Gefühle. Nur Helena hat noch Kraftreserven für endlose Diskussionen. Am Ende aber trifft das Dschungelschicksal unverhofft den sympathischen Inselgrinser.

"Links, rechts, links, rechts, rückwärts, rechts, links, slowly, slowly, rechts! Nee, das andere rechts! Links, mein ich doch! Rückwärts! Halb links! Hier! Da! Kurve!" Was sich wie Stevie Wonder bei der Fahrschule anhört, sind Thorsten, Jürgen und Menderes in ihrer gemeinsamen Dschungelprüfung mit dem verkehrs-chaotischen Titel: "Der große Preis von Murwillumbah".

Wie die drei bekannten Affen (taub, stumm und blind) fahren sie in einem Buggy einen Parcours, in dessen Boxenstopps die heiß begehrten Sterne lungern. Jürgen muss mit verbundenen Augen fahren und Thorsten, sein Beifahrer sitzt mit dem Rücken zur Fahrbahn und muss den Anweisungen von Menderes vertrauen, dem Einzigen, der die Fahrbahn einsehen, aber nichts sagen darf.

Schnell stellt sich heraus: Legat meint mit links rechts und mit rechts links. Während sich Menderes kaputt gestikuliert und Thorsten sich permanent versabbelt, läuft Milski Gefahr, Amok zu fahren. Sein Part erinnert zunehmend an Michael Douglas' Rolle in "Falling Down". Gleich, jeden Moment, rastet er komplett aus. Kann nicht mehr lange dauern!

"Fahren, fahren … links, also ... halb links!"

Bilderserie

Dabei hat das Ganze so schön begonnen: "Ich bin heiß und hungrig, ich hab Bock drauf", hat John Bon Chauvi (Hartwich über Thorsten) vorab verkündet, doch da wusste er noch nicht, dass "Jürgens links sein rechts" bedeutet. Im Grunde, wenn man mal so "ehrlich" wie Helena ist, wäre Schreihals Ricky für diese Prüfung der perfekte Beifahrer gewesen.

Nachdem Jürgen die Karre mehrmals gegen die Fahrbahnmarkierung ditscht, brüllt Thorsten weiter: "Fahren, fahren … links, links." Doch da ist das Ding schon gelaufen und die Zeit vorbei. "Wir hams unterschätzt", sucht Butchi K. nach den Gründen für die vermurkste Prüfung. "Ich denke einfach, durch das Emotionale bin ich ein bisschen durcheinander gekommen." Dass der Maestro der Birnenpolitur eine Rechts-Links-Schwäche hat, ist okay, aber dass er schon wieder versucht, den dankbaren Navigator Menderes kleinzumachen, nervt. "Der Menderes geht mir auf den Sack", frotzelt das Helena-Opfer. Mit keinem einzigen Stern schlagen die Loser bei der Fürstin und Sophia auf, die nicht glauben wollen, mit was für Suppentrullis (ausgenommen Menderes) sie die letzten Tage im Camp verbringen werden.

"Ich habe innerlich geweint"

Das war Tag 14 im Dschungelcamp

Helden des Tages: alle Autofahrerinnen Deutschlands

Zitat des Tages 1: "Bäbäbäbäbäbbäbääbäääää" (Thorsten über Helena)

Zitat des Tages 2: "Wer A sagt, muss auch B vertragen können!" (Helena)

Zitat des Tages 3: "Die Frau ist der Horror." (Sophia über Helena)

Lacher des Tages: Menderes' verzweifeltes Buggy-Gewinke

Das Camp verlassen musste: Monsieur Milski

Aber der krasse Kasalla-Kassler zeigt auch seine weiche Seite. Noch immer hängt es ihm bis in die Gedärme, wie unsäglich krumm ihm "gestern" doch die ach so böse Diskussionsschnepfe Helena gekommen ist. "Ich bin total erschrocken, ich hab gestern innerlich geweint," gesteht er Jürgen in legerer Lagerfeueratmosphäre. Thorsten, der nicht müde wird zu erwähnen, in der Bundesliga gespielt zu haben, flüstert, dass das "gestern definitiv kein Rückzug war", obschon die böse Königin "mit einem Pfeil in sein Herz getroffen hat".

Ihre nette Seite zeigt an Tag 14 im Camp auch Wischmoppfrise Fürst, und zwar auf ihre ganz eigene, unangenehme Art. Mit Schmunzelmoppi Sophia schnackt sie über ihren Koffer, der ihr auf dem Weg nach Down Under geklaut wurde. Alles Mögliche weg! Muttis Hosen. Helenas Schmuck. Auf Sophias Frage, ob sie versichert ist, sagt sie: "Nee, danke, der ganze Papierkram! Manchmal ist der Aufwand das Geld nicht wert." Doch Sophia, Berts Taschengeldgeberin, kann eine solche Einstellung nicht nachvollziehen: "Aus Faulheit aufs Geld zu verzichten … Geld ist Geld … Die Helena ist total verstrahlt", ätzt sie im Dschungeltelefon. Und weiter: "Die Frau ist der Horror, die geht mir mittlerweile ganz schön auf die Nerven." Auch bei der zu diesem Zeitpunkt noch dschungelansässigen Bridschett beschwert sie sich: "Die schnattert nur, ganz ehrlich, ich hätte ihr am liebsten eine geknallt!" Helena, die merkt, dass Sophia ihr vorne wie hintenrum krummkommt, sagt: "Ich bin ja hier nicht auf Heidschi Bumbeidschi. Wer A sagt, muss auch B vertragen können!"

"Bäbäbäbäbäbbäbääbäääää"

Wenn es um "die tickende Teigbombe" (Sonja über Helena) geht, ist ein Thorsten nicht weit. Der Doofe, der sich beschwert, bei ihr immer der Doofe zu sein, hat die Schnauze voll vom "Psychocamp". Für das Gerichtsprotokoll fasst der Geschädigte die scharfzüngigen Diskussionen mit der "Furzfrau" kurz zusammen: "Bäbäbäbäbäbbäbääbäääää". Dann aber wird es richtig frevelhaft: Sophia entgleitet ein sündiger Diss gegen die religiöse Obrigkeit! Sagt sie doch glatt über Helena, mit ihr sei "nicht gut Kirchen essen". Es wird Jahre dauern, bis sie die Rosenkränze und Ave Maria fertig gebetet hat, die ihr der Pfarrer ob dieser Kirchen-Lästerung auferlegen wird!

Buße tun kann jetzt auch Jürgen. Der wird nämlich urplötzlich des Camps verwiesen. Niemand weiß so richtig, warum. Möglicherweise liegt es daran, dass er sich in der Prüfung nicht überwunden und mal anständig jemanden nach dem Weg gefragt hat. Nun haben Helena und Thorsten die ultimative Chance, doch noch einmal nackt gemeinsam im Mondschein zu baden. Es könnte so schön sein, ihnen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Köpfe gegenseitig so lange liebestoll untertunken, bis das Brackwasser auch die letzten Gehirnwindungen der Streithähne flutet. Was bliebe, ist das andächtige Zirpen der Grillen und ein paar letzte friedlich zerplatzende Luftblasen. Dann käme das Happy End. Und Menderes.

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Quelle: n-tv.de

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