Marhaba
Video

Marhaba - Ankommen in Deutschland : Die Rolle der Religion

Religion ist für die meisten Deutschen Privatsache. Für arabische Menschen, die hierher kommen, ist das schwer zu verstehen. Der Imam der Berliner Khadija-Moschee erklärt die Unterschiede.

Das ist bei uns in Deutschland anders – und für viele Menschen, die nun zu uns kommen, ist das sehr ungewöhnlich, wenn nicht gar schwer zu begreifen. Manche arabische Länder, wie etwa Saudi-Arabien, können als Theokratie bezeichnet werden, also als Staaten, in denen der Klerus auch die weltliche Macht ausübt oder maßgeblich bestimmt. Aber auch in liberaleren Staaten mit zum Beispiel einem hohen Anteil an christlichen Bürgern wie etwa Ägypten ist Religion nicht reine Privatsache.

Religiöse Menschen gleich welchen Glaubens legen viel Wert auf Achtung ihrer religiösen Symbole und Traditionen. Das ist im Buddhismus nicht anders als im Christentum oder dem Islam. Aber gerade die rigorosen Reaktionen muslimischer Vertreter, etwa auf Karrikaturen oder satirische Zeichnungen, die den Islam zum Thema haben, schrecken uns auf. Das vielleicht prominenteste Beispiel dafür sind die Mohammed-Karrikaturen des dänischen Zeichners Kurt Westergard, die einen Sturm der Entrüstung in islamischen Ländern hervorgerufen haben. Westergard wurde mit dem Tod bedroht, angegriffen und steht bis heute unter Personenschutz. Sein Beispiel lässt viele Fragen: Lassen sich Islam und Religions- und Meinungsfreiheit einfach nicht miteinander vereinbaren?

Dieser und anderer Fragen geht Marhaba in dieser Woche nach. Dazu hat Constantin Schreiber den Imam der Berliner Khadija-Moschee getroffen und sich mit ihm über die Rolle von Religion in Deutschland unterhalten.

Video

 

Quelle: n-tv.de