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Montag, 28. Dezember 2015

Pleiten, Pech und Spott: Die Werbepannen des Jahres 2015

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Die Pannen der Werbebranchen sorgen alle Jahre wieder für Spott. Den Vogel dürfte die Marke Heinz abgeschossen haben. Ein QR-Code auf ihrer Ketchup-Flasche führte nicht auf die Aktionsseite "Sag's mit Heinz", sondern auf eine Porno-Seite. Sexspielchen statt Ketchup - der betroffene Kunde beschwerte sich sogleich bei Facebook. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Pannen der Werbebranchen sorgen alle Jahre wieder für Spott. Den Vogel dürfte die Marke Heinz abgeschossen haben. Ein QR-Code auf ihrer Ketchup-Flasche führte nicht auf die Aktionsseite "Sag's mit Heinz", sondern auf eine Porno-Seite. Sexspielchen statt Ketchup - der betroffene Kunde beschwerte sich sogleich bei Facebook.

Die Pannen der Werbebranchen sorgen alle Jahre wieder für Spott. Den Vogel dürfte die Marke Heinz abgeschossen haben. Ein QR-Code auf ihrer Ketchup-Flasche führte nicht auf die Aktionsseite "Sag's mit Heinz", sondern auf eine Porno-Seite. Sexspielchen statt Ketchup - der betroffene Kunde beschwerte sich sogleich bei Facebook.

Die Berliner Verkehrsbetriebe starteten Anfang 2015 einen Aufruf an ihre Kunden: Unter dem Hashtag #weilwirdichlieben sollten diese ihre schönsten Erlebnisse zu Berliner Bus und Bahn twittern oder auf Facebook posten. Der Schuss ging jedoch nach hinten los. Die Nutzer reagierten mit einem ironischen Shitstorm auf die Kampagne: "Pünktlich zur Arbeit kommen wird ja überschätzt #weilwirdichlieben."

Die Weihnachtsedition von Müllermilch sorgte für allgemeines Entsetzen unter den Kunden. Eine dunkelhäutige, halbnackte Frau auf der Geschmackssorte Schoko sei rassistisch und sexistisch zugleich, beschwerte sich ein Twitternutzer.

Die Freiheitsstatue mit Hitlergruß abgebildet, die U-Bahn in Nazi-Symbolen gestaltet: In den USA warb Amazon für die TV-Serie "The Man in the High Castle".

Mit dem Slogan "schmutzig - Persil - sauber" warb Henkel für die Zuverlässigkeit seines Waschmittels Persil. Dumm nur, dass in arabischen Ländern von rechts nach links gelesen wird - dort wurde derselbe Slogan verwendet.

Die Stadtsparkasse Düsseldorf warb an Tankstellen mit einem unfassbar günstigen Kredit - zu günstig. Ein Tankstellenkunde war gut im Kopfrechnen: Er überschlug das Angebot, bei dem man weniger hätte zurückzahlen müssen, als man sich von der Bank geliehen hätte.

2015 feierte Fanta seinen 75. Geburtstag. In einem Werbespot erklärte der Getränkehersteller: "Um das zu feiern, bringen wir das Gefühl der guten alten Zeit zurück." Der Spot löste einen Shitstorm aus, denn Fanta wurde zu Zeiten des Dritten Reichs entwickelt. Danach wurde der Spot von Youtube entfernt.

Vielleicht haben wir auch einen Denkfehler: Braucht man eine Hängematte, wenn man doch einfach nur die Seele baumeln lassen will?

Das Design dieser Balea Body Lotion glich einer optischen Täuschung. Im Netz wurde die Diskussion um Schulter oder Po zum Running Gag, dabei ist das Produkt laut Drogeriemarktkette dm längst aus dem Sortiment genommen worden.

Originelle Spiegel-Werbung einer Initiative der Buchbranche auf dem Damenklo - wenn der Betrachter groß genug ist.

Huawei hätte vielleicht gegenlesen sollen, bevor das 1000 Quadratmeter große Werbeplakat in Berlin-Mitte aufgehängt wurde: Aus "Android" wurde "Andriod". Weiter unten steht zudem "des Productes".

Was ein einzelner Buchstabe in dieser Metzgerwerbung auslösen kann.

Hmm, wird der Schlitten des Weihnachtsmanns vielleicht doch von Osterhasen gezogen?

Auch HTC lieferte sich einen ordentlichen Klops. Der Fotograf scheint jedenfalls eher Apple-Fan zu sein, denn er nahm dieses Werbefoto mit einem iPhone auf.

Schnelllecker?

Diese sexistische Doppeldeutigkeit fand die britische Busgesellschaft N.A.T. besonders einfallsreich ...

... und verschonte keines der beiden Geschlechter. Bei den Kunden kam der Witz alles andere als gut an. N.A.T. gab an, die unliebsame Werbung so schnell wie möglich zu entfernen.

Auf diesem Kinderschlafanzug von Primark trug ein grüner Dinosaurier ein SS-Zeichen auf dem Gürtel. Der Textildiscounter rechtfertigte sich: "Eine Anspielung auf den Nationalsozialismus haben wir nicht beabsichtigt."

Kaffee mit oder ohne Milch? Welch eine Innovation, dachte sich ein Tchibokunde angesichts dieser Werbung und twitterte kurzerhand dieses Foto. Tchibo erklärte bei Facebook, der neue Filterkaffee "Black N' White" zeichne sich durch seinen vollmundigen Geschmack aus - ob schwarz getrunken oder mit Milch verfeinert. Aha.

Huch, wo ist die linke Pobacke geblieben? Victoria's Secret war mit Photoshop wohl etwas übereifrig.

Äh, lieber nicht.

Betriebsblindheit kann üble Ausmaße annehmen.

Die Supermarktkette Real bot zeitweise Wäsche für eine ganz besondere Zielgruppe an.

Auch wenn es an mancher Werbung nichts zu meckern gibt, kann man immer noch Pech mit der Platzierung haben.

Bei der falschen Platzierung kann es auch außerhalb der Werbebranche zu Problemen kommen, wie hier bei dieser Titelseite im "Tagesspiegel". Aber das ist eine andere Geschichte ...

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