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Gut, besser, Messi: Der Argentinier vom FC Barcelona ist wieder einmal Weltfußballer.
Gut, besser, Messi: Der Argentinier vom FC Barcelona ist wieder einmal Weltfußballer.(Foto: dpa)

Cristiano Ronaldo chancenlos: Messi regiert wieder als Weltfußballer

Der beste Fußballer der Welt heißt Lionel Messi. Der Superstar vom FC Barcelona setzt sich bei der Fifa-Wahl gegen Cristiano Ronaldo und Neymar durch. Zur Weltfußballerin wird US-Star Carli Lloyd gewählt, die damit einen Hattrick der deutschen Damen verhindert.

Lionel Messi ist zurück auf dem Fußball-Thron. Bei der Gala des Fußball-Weltverbandes Fifa in Zürich erhielt der Star des FC Barcelona seinen fünften Ballon d'Or mit 41,33 Prozent der Stimmen. Der goldene Ball, die Auszeichnung für den besten Fußballer des Planeten, war dem 28-Jährigen bereits 2009, 2010, 2011 und 2012 verliehen worden.

Die besten Fußballer 2015: Carli Lloyd und Lionel Messi.
Die besten Fußballer 2015: Carli Lloyd und Lionel Messi.(Foto: AP)

Die Zementierung seines Status als bester Fußballer der Gegenwart nahm der Argentinier fast schüchtern zur Kenntnis. Nach der Bekanntgabe des Siegers küsste Messi küsste kurz seine Frau Antonella, gab seinem unterlegenen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo die Hand - und war dann für einen kurzen Moment sprachlos. Sein erneuter Sieg war für ihn "mehr, als ich mir als Kind je erträumt hätte", sagte Messi fast schon ein wenig schüchtern ins Mikrofon des Zürcher Kongresshauses.

Auf Platz zwei kam wieder einmal Ronaldo (27,76 Prozent), der die Auszeichnung 2008 sowie in den vergangenen beiden Jahren erhalten hatte. Bei einem erneuten Sieg hätte der Offensivstar von Real Madrid mit vier Weltfußballer-Titeln mit Messi gleichgezogen. Nun liegt der 30-Jährige im Duell mit dem Argentinier wieder mit zwei Trophäen im Rückstand – und muss sich wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass er Messi zumindest in dieser Fußball-Kategorie nicht mehr übertrumpfen wird. Dritter bei der Weltfußballer-Wahl wurde abgeschlagen Messis Teamkollege Neymar (7,86 Prozent).

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Bei den Frauen endete die deutsche Erfolgsserie. Célia Sasic verpasste es, für einen deutschen Hattrick bei der Wahl zur Weltfußballerin des Jahres zu sorgen. Sie landete hinter der neuen Preisträgerin Carli Lloyd aus den USA auf Platz zwei, Dritte wurde die Japanerin Aya Miyama. In den vergangenen Jahren hatten sich Nadine Angerer und Nadine Keßler die von der Fifa verliehene Trophäe als beste Spielerin des Jahres geholt. Sasic hatte bei der WM 2015 wie die spätere Weltmeisterin Carli Lloyd aus den USA sechs Tore erzielt. Nach dem Turnier in Kanada hatte sie überraschend ihr Karriereende verkündet. In Zürich gab sie bekannt, ein Kind zu bekommen.

Neuer der einzige Mohikaner

Zum Welttrainer des Jahres wurde Luis Enrique vom Triple-Sieger FC Barcelona gewählt. Er setzte sich bei der Wahl mit 31,08 Prozent der Stimmen vor Bayern-Coach Josep Guardiola (44/22,97 Prozent) und Chiles Nationaltrainer Jorge Sampaoli (55/9,47 Prozent) durch. Guardiola hatte ebenso wie Enrique auf eine Teilnahme an der Gala verzichtet.

Welttrainerin wurde die US-Amerikanerin Jill Ellis. Die 49-Jährige, die die USA bei der WM in Kanada zum dritten WM-Triumph führte, vor Japans Nationaltrainer Norio Sasaki und Englands Nationalcoach Mark Sampson durch.

Einziger Deutscher in der Weltelf des Jahres wurde Weltmeister Manuel Neuer vom FC Bayern. Das ergab die Internetabstimmung unter Tausenden Profifußballern auf der ganzen Welt. Neuer ist zudem der einzige Bundesliga-Profi, der es in die FIFPro World XI 2015 geschafft hat. Den "Puskas Award" für das Tor des Jahres erhielt der Brasilianer Wendell Lira.

Quelle: n-tv.de

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