Kurznachrichten

Maschinenbauer: Sanierung drückt MAG in die roten Zahlen

Der schwäbische Werkzeugmaschinenbauer MAG Europe schreibt aufgrund von Kosten für die Unternehmenssanierung und durch den bevorstehenden Verkauf rote Zahlen.

Zwar gelang dem Unternehmen aus Göppingen im operativen Geschäft mit einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen (Ebit) und Sondereffekten von 16,2 (2011: minus 30) Millionen Euro die Rückkehr in die Gewinnzone, unter dem Strich stand aber ein Minus von 15,2 Millionen Euro.  2013 solle der Jahresüberschuss wieder deutlich positiv ausfallen. Davon dürfte dann schon der neue Eigentümer von MAG profitieren.

Finanzkreisen zufolge steht der chinesische Maschinenbauer Sinomach kurz vor der Übernahme des Europa-Geschäfts von MAG. Das Unternehmen selbst hielt sich dazu bedeckt: "Nach wie vor verfolgt MAG Europe Pläne, einen neuen Investor einzubinden, um die Grundlage für weiteres profitables Wachstum zu schaffen", teilte MAG mit. Die Verhandlungen dauerten an und seien "sehr zielgerichtet". Bei MAG Europe hat ein Treuhänder das Sagen, seit die finanzierenden Banken das Vertrauen in den US-Investor Mo Meidar verloren hatten. Er hatte MAG vor sieben Jahren unter anderem aus Teilen von IWKA (Ex-Cell-O, Boehringer) und ThyssenKrupp (Hüller Hille, Witzig & Frank) geschmiedet.

Das Unternehmen war durch verlustreiche Aufträge in Probleme geraten. Das sei nun bereinigt, erklärte Geschäftsführer Gerald Weber. Der Umsatz stieg 2012 auf einen Rekordwert von 684 (561) Millionen Euro. Der Auftragseingang schrumpfte allerdings auf 595 (766) Millionen Euro. Für 2013 rechne MAG "weiterhin mit einem hohen Nachfrageniveau", hieß es in der Mitteilung.

Quelle: n-tv.de

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