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Held der Fuhrpark-Verwaltung Audi A6 Avant als Diesel-Dominator

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Mit einem sehr prominent herausgearbeiteten Kühlergrill soll der Audi A6 Avant Aufmerksamkeit schinden.

Zu den vielen Innovationen des neuen A6 Avant gehört auch der Zweiliter-Benziner 45 TFSI. Gegen die Vorherrschaft der Selbstzünder in diesem Segment wird er allerdings kaum etwas ausrichten können. Der Fahrspaß ist hier aber am größten.

Der Diesel stirbt von unten, heißt es. Tatsächlich nimmt die Zahl der Baureihen vor allem in den unteren Segmenten zu, die ausschließlich mit Benziner angeboten werden. Doch es gibt Segmente, da wird der Diesel noch langfristig dominieren. Wie etwa beim neuen Audi A6 Avant, der, trotz eines erfreulich feinen, neuen Benzinmotors, vor allem als Flottenfahrzeug zum kostengünstigeren Diesel verdammt ist. Einiges bleibt bei der Neuauflage also beim Alten, wenngleich auch vieles neu ist.

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4,94 Meter misst der Audi Avant in seiner ganzen Pracht.

Zu den neuen Dingen gehört beispielsweise das Design, welches zwar einen gewissen Wiedererkennungswert bietet, doch den A6-Kombi auch in neuem Glanz und mit mehr Prestige erstrahlen lässt. Diverse Sicken, Radhäuser mit Quattro-Backen, eine stark angeschrägte D-Säule oder der prominentere Kühlergrill verleihen dem 4,94 Meter langen Fahrzeug mehr Dynamik als bisher. LED-Leuchten mit einem unverkennbaren Nachtdesign oder die breite Chromspange am Heck sorgen zudem für eine edle Ausstrahlung.

Die bietet auch der Innenraum, der wie eh und je mit einem gekonnten Spiel aus schicken Oberflächen, guter Verarbeitung und viel Chromschmuck die potenziellen Käufer erfreuen möchte. Knöpfe und Schalter hat Audi deutlich reduziert und durch zwei Black Panels in der Mittelkonsole ersetzt - das obere 10,1, das untere 8,6 Zoll groß. Über das kleinere Display lässt sich die Klimaautomatik steuern oder per Fingerspitze ein Text eingeben. Wirklich gut sind die Auflösung sowie die schnelle Darstellung auf den Displays. Bei Berührung der virtuellen Schaltflächen, gibt es ein haptisches Feedback an den Fingerspitzen.

Auf und zu geht's nur mit Android

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Voll digiatlisiert wirkt die Informationsdichte im Audi A6 Avant schon etwas überladen.

Noch digitaler wird das Cockpit mit dem Display-Kombiinstrument und dem farbigen Head-up-Display. Dann allerdings ist der Arbeitsplatz des Fahrers randvoll mit Grafiken, Zahlen und Informationen. Ein Umstand, der bei genauer Betrachtung ähnlich überladen wirkt wie seinerzeit die überhandnehmende Knopfflut in den Fahrzeugen. Die Konnektivitätsstandards sind zukunftsweisend. Intelligent helfen sie zum Beispiel dem Navi, mit Real-Time-Traffic-Informationen, den Fahrer an Staus vorbei zu lotsen. Ist der Pilot unaufmerksam, unterstützen ihn diverse Assistenzsysteme dabei, Gefahren zu umgehen. Und mit dem neuen Connect-Key wird das Smartphone zum Autoschlüssel, mit dem sich der A6 öffnen und schließen lässt. Das funktioniert momentan allerdings nur mit Android-Geräten.

Die für einen Avant wichtigen Transport- und Nutzwertqualitäten hat Audi beim A6 hingegen nur marginal verändert. Gleich geblieben ist das Ladevolumen mit 565 bis 1680 Liter. Nicht ganz so erfreulich: Nach dem Umklappen der dreigeteilten Rückbanklehne steigt der Ladeboden in Richtung Vordersitze leicht an. Dafür halten die Ingolstädter an positiven Eigenschaften wie dem schick ausgekleideten Kofferraum, einem Schienen-Arretier-System, der Kofferraumerweiterung per Fernentriegelung oder einer grundsätzlich serienmäßig elektrisch öffnenden Heckklappe fest. Gegen Aufpreis öffnet diese wie beim Vorgänger auch per Fußbewegung unter der Heckschürze. Den dafür verantwortlichen Sensorbereich hat Audi auf einen Meter verbreitert.

Benziner mit hohem Spaßfaktor

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Bei umgelegter Rückenlehne entsteht keine komplett plane Fläche im Audi A6 Avant.

65 Prozent der Avant-Kunden sind Flottenkunden, welche die Entscheidung für die Motorisierung auf Grundlage der langfristig anfallenden Kosten fällen. Hier bleibt der Diesel im Vorteil, weshalb Audi mit einem Verkaufsanteil von 80 Prozent rechnet. Entsprechend können Kunden zunächst zwischen drei Dieselaggregaten und ab Oktober auch einen neuen Benziner, dem 45 TFSI, wählen. Dass der neue Zweiliter-Otto mit 245 PS eher Seltenheitswert haben dürfte, möchte man angesichts der guten Performance fast schon bedauern. Immerhin handelt es sich um den mit Abstand kultiviertesten Motor im Portfolio, der zudem mit Spritzigkeit erfreut.

In Kombination mit Allradantrieb und Siebengang-S-Tronic stürmt der mächtige Kombi in kurzweiligen 6,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100; bei 250 km/h wird elektronisch Schluss gemacht. Vor allem in Kombination mit der optionalen Allradlenkung beeindruckt diese Variante mit verblüffender Leichtfüßigkeit und hoher Präzision in Kurven. Der Motor hängt feinnervig am Gas, dreht freudig und mit kernigem Sound hoch, um dabei mit seinen 370 Newtonmeter Drehmoment die Insassen mit Nachdruck in die bequemen Sitze zu pressen. Praktisch muss man allerdings mit Verbräuchen knapp unterhalb der Zehnlitermarke rechnen.

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Über Platzmangel brauchte man in der zweiten Reihe auch im neuen Audi A6 Avant nicht klagen.

Der bei deutschen Kunden durchaus beliebte V6-Diesel 50 TDI schiebt noch imposanter nach vorne. Dank 286 PS und 620 Newtonmeter endet der Standardsprint bereits nach 5,7 Sekunden. Wer sich vor allem auf der linken Spur souverän inszenieren will, wird seine Freude am massiven Durchzug haben. Auch flotte Kurvenfahrten bereiten dank Allradantrieb und der optionalen Allradlenkung viel Spaß. Doch nervt der zeitweilig recht grummelig klingende Diesel stets mit einer Gedenksekunde beim Gasgeben sowie in flott gefahrenen Kurven mit seinem insgesamt hohen Gewicht. Das ausgewogene Fahrspaß-Niveau des Benziners erreicht der V6-Diesel nicht. Und sonderlich sparsam blieb er mit knapp unter neun Liter auf der Testrunde auch nicht.

Sparsamer 40 TDI

Verbrauchstechnisch überzeugender ist der 40 TDI, ein Zweiliter-Vierzylinder mit 204 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment. Auch dieser Motor erlaubt flottes Vorankommen, denn der 100-km/h-Sprint dauert etwas über acht Sekunden, maximal sind 241 km/h drin. Überraschend laufruhig und spritzig fühlt sich der Basisdiesel an, der jeden Gasbefehl mit spontaner Kraftentfaltung quittiert und über die Fronträder nach vorne schiebt. Trotz des 12-Volt-Mild-Hybrid-Systems lag der Verbrauch bei sechs Litern und damit 1,3 Liter über dem offiziellen Wert.

Der 40 TDI wird das Gros der Bestellung ausmachen, denn mit 51.650 Euro markiert er nicht nur den günstigsten Einstieg beim A6 Avant, er überzeugt die Kosten-Killer der Fuhrpark-Verwaltung vor allem mit vergleichsweise hoher Effizienz und damit einhergehend niedrigen Unterhaltskosten. Vom allgemeinen Diesel-Blues der Deutschen wird man in den Bestellbüchern des neuen A6 Avant am Ende kaum etwas spüren.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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