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Ziemlich teurer Plug-in-HybridAudi Q3 Sportback 1.5 TFSI e bietet große E-Reichweite und DC-Laden

02.06.2026, 07:05 Uhr
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Der Audi Q3 Sportback 1.5 TFSI e hat einen kräftigen Antrieb. (Foto: Audi)

Audis Plug-in-Hybrid Q3 Sportback 1.5 TFSI e fährt lange elektrisch, lädt schnell und bietet kräftige Fahrleistungen. Schwächen gibt es trotzdem: Der Hybridantrieb ist teils unharmonisch, das Fahrwerk teilweise etwas zu straff und der Preis hoch.

Der Audi Q3 Sportback ist als Plug-in-Hybrid sparsam und zügig. Auch weil das Zusammenspiel von Benziner, E-Motor, Getriebe und Rekuperation im Kern ganz ordentlich funktioniert. Von einem 70.000-Euro-Auto könnte man aber an dieser Stelle noch ein wenig mehr Feinschliff erwarten.

Der Plug-in-Antrieb zählt zu den größten Verbesserungen beim Modellwechsel des Q3 2025. Audi kombiniert in der dritten Generation des Kompakt-SUVs einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor und kommt auf eine Systemleistung von 200 kW/272 PS. Die Lithium-Ionen-Batterie fasst 25,7 kWh brutto, von denen knapp 20 auch nutzbar sind - für einen Teilzeitstromer ist das ziemlich viel und reicht für gute 100 Kilometer (Herstellerangabe: 118 Kilometer).

Geladen wird serienmäßig nicht nur mit 11 kW Wechselstrom, sondern auch per CCS-Stecker mit bis zu 50 kW Gleichstrom. Gerade Letzteres ist in der Plug-in-Hybrid-Klasse noch immer keine Selbstverständlichkeit und kann kurze Zwischenladungen unterwegs tatsächlich sinnvoll machen.

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Von vorn wirkt der Audi Q3 wuchtig. (Foto: Audi)

Mit Strom leise und bis Autobahntempo problemlos

Im Alltag ist die elektrische Seite des Antriebs die stärkste. Mit Strom fährt der Q3 Sportback leise, nachdrücklich und bis zu Autobahntempo problemlos ohne Benziner. Der E-Motor reagiert spontan, schiebt im Stadtverkehr souverän an und nimmt dem fast zwei Tonnen schweren SUV viel von jener Trägheit, die manche Plug-in-Hybride im reinen Strombetrieb zeigen.

Im Hybridmodus mischt sich der Verbrenner je nach Last und Akkustand hinzu. Nicht immer gelingt ihm das so zurückhaltend und geschmeidig wie gewünscht. Vor allem auf den ersten Kilometern nach dem Kaltstart sortieren sich Benziner, E-Maschine und Getriebe auch mal ruppig oder nervös. Mal übernimmt der Verbrenner etwas brummig, mal scheint das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe kurz nach dem passenden Gang zu suchen, mal wirkt der Übergang zwischen elektrischem Schub und Benziner-Unterstützung willkürlich.

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Linienführung und Proportionen wirken stimmiger als bei so manch anderem SUV-Coupé. (Foto: Audi)

Hinzu kommt: Audi schickt die Kraft beider Motoren ausschließlich an die Vorderräder. Bei kräftiger Leistungsanforderung sind die mit dem Temperament des Systems schwer beschäftigt. Dann scharren die Räder, oder der Antrieb zerrt an der Lenkung. Das ist kein Drama, aber von einem Premiumauto dieser Preisklasse darf man mehr Politur im Detail erwarten.

Elektrische Reichweiten von rund 100 Kilometern

In Sachen Verbrauch hingegen überzeugt das Konzept. Elektrische Reichweiten von rund 100 Kilometern sind im Alltag zumindest bei gemäßigten Temperaturen möglich. Wer im Hybridbetrieb fährt, kommt mit 4 bis 5 Litern Kraftstoff und einer halben Batterieladung aus, ganz ohne E-Hilfe sind es 6 bis 7 Liter.

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Das Logo am Heck ist beleuchtet. (Foto: Audi)

An Leistung mangelt es dem Q3 ebenfalls nicht. Rund sieben Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 und 215 km/h Spitze reichen locker, um den Sportback standesgemäß über Landstraße und Autobahn zu bewegen. Zwischenbeschleunigungen erledigt der Audi mit elektrischer Selbstverständlichkeit, bleibt insgesamt aber ein lässiger und entspannter Begleiter. Wer es etwas zackiger möchte, schaltet in den Sportmodus. Das ganze Auto wirkt dann wacher und reaktionsschneller. Auf schlechten Straßen gibt sich der Q3 jedoch teils etwas zu straff und ruppig - vor allem mit den großen Rädern der höheren Ausstattungen.

Innen sehr modern

Innen zeigt sich das coupéhafte SUV ausgesprochen modern. Das gebogene Panoramadisplay und die aufgeräumte Mittelkonsole lassen den Sportback sichtbar frischer wirken als seinen Vorgänger. Die Materialanmutung fällt besser aus als bei manch anderem jüngeren Audi, die Bedienstruktur des Touchscreens ist weitgehend logisch und intuitiv.

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Das Cockpit des Audi Q3 ist hochwertig eingerichtet und wirkt modern. (Foto: Audi)

Doch nicht jede neue Idee überzeugt. Besonders der Bedienhebel links hinter dem Lenkrad wirkt überfrachtet: Blinker, Licht- und Wischerfunktionen sind dort auf engem Raum zusammengefasst, teils mit kleinen Tasten und Rändelrädchen. Das spart Bauraum und soll modern wirken, ist im Alltag aber weniger intuitiv als ein klassischer Hebel.

Vorn luftig, hinten etwas eng

Während Fahrer und Beifahrer sehr gut und luftig sitzen, geht es im Fond konzeptbedingt etwas enger zu. Zwar lässt sich die Rückbank verschieben, und die Beinfreiheit geht je nach Stellung durchaus in Ordnung. Doch Erwachsene steigen wegen der flachen Dachlinie nicht besonders bequem ein, die Kopffreiheit ist begrenzt, die Seitenfenster fallen klein aus, und zusammen mit dem optional dunklen Dachhimmel entsteht ein etwas eingezwängter Eindruck.

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Im Fond ist es relativ dunkel, bei Großen kann die Kopffreiheit zum Problem werden. (Foto: Audi)

Auch der Gepäckraum ist eher brauchbar als riesig. Der Plug-in-Hybrid muss Batterie- und Ladetechnik unterbringen, das kostet wie üblich Platz. 375 Liter bleiben unter der Abdeckung, mit umgeklappter Rückbank sind bis zu 1.196 Liter möglich. Immerhin ist die Nutzbarkeit ordentlich, die Heckklappe öffnet weit genug, und der Zuschnitt ist praktisch.

Stolzer Preis

Preislich beginnt der Q3 Sportback eHybrid bei selbstbewussten 51.150 Euro. Der Testwagen zeigte allerdings, wie schnell aus einem teuren Kompakt-SUV ein sehr teures wird. Metalliclack, S-line-Exterieur, schwarzes Optikpaket, Digital-Matrix-LED-Licht, OLED-Heckleuchten, ein Upgrade für das Infotainment (MMI experience pro), Klimatisierungspaket plus, S-line-Interieur, 20-Zoll-Räder und weitere Extras treiben den Gesamtpreis auf 72.555 Euro.

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Bei der Ladehöhe macht der Sportback Kompromisse. (Foto: Audi)

Ambiente, Fahrleistungen und Dynamik stimmen. Wen der etwas enge Fond stört, der findet im Q3 ohne Sportback-Karosserie eine geräumigere Alternative. So bleibt als Schwäche des immerhin kraftvollen und effizienten Antriebs dessen gelegentliche Disharmonie. Die allerdings ist auch bei vielen Konkurrenten zu spüren.

Audi Q3 Sportback eHybrid - technische Daten

  • Fünftüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV-Coupé

  • Länge: 4,53 Meter, Breite: 1,84 Meter (mit Außenspiegeln: 2,09 Meter), Höhe: 1,56 Meter, Radstand: 2,68 Meter, Kofferraumvolumen: 375-1.196 Liter, Leergewicht: 1.825 kg, zulässiges Gesamtgewicht: 2.405 kg, Anhängelast: 1.400 kg

  • Plug-in-Hybrid mit 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner und Elektromotor, Systemleistung: 200 kW/272 PS, Frontantrieb, 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Batterie: 25,7 kWh brutto/19,7 kWh netto, 0-100 km/h: 7,0 s, Vmax: 215 km/h, elektrisch bis 140 km/h, elektrische Reichweite: 104-118 km WLTP, Ladeleistung: 11 kW AC/50 kW DC, Testverbrauch: 6,6 Liter/100 km

  • Preis: ab 51.150 Euro, Testwagenpreis: 72.555 Euro

Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x

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