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Gebrauchtwagencheck Audi TT - zeitlos schöner Sportler

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Seit dem ersten von Peter Schreyer gezeichneten TT hat der Audi sein Äußeres bewahrt.

(Foto: Audi)

Seit dem ersten Tag seines Erscheinens weckt der Audi TT mit seiner sportlichen Erscheinung Begehrlichkeiten. Unterdessen ist die dritte Generation in die Jahre gekommen und zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Viele Gedanken muss man sich dann auch beim Gebrauchtwagenkauf nicht machen.

Der Audi TT gehört seit seinem Debüt 1998 sicherlich zu den stilsichersten Fahrzeugen. Auch der mittlerweile seit 2014 in der dritten Generation erhältliche Sportler hat die prägnanten Formen des ersten TT nur behutsam verändert, so dass auch der aktuelle TT (Typ FV) mit hohem Wiedererkennungseffekt vorfährt. Bleibt die Frage, ob er auch beim TÜV eine gute Figur machen kann?

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Das Coupé hat sich deutlich besser verkauft als der Roadster, was sich auch in den Gebrauchtwagenbörsen abzeichnet.

(Foto: Audi)

Den TT gibt es weiterhin als Coupé oder seit 2015 auch als Roadster. Geblieben sind ebenfalls die vertrauten typischen TT-Proportionen. Das flache Kuppeldach und die wuchtigen Kotflügel sind stilprägend. Die Frontgestaltung orientiert sich an den Designvorgaben des großen Bruders R8. Der Umstieg auf den modularen Querbaukasten des VW-Konzerns ermöglichte dann auch eine bessere Raumausnutzung. Mit einer Länge von 4,18 Metern ist der TT so lang wie der direkte Vorgänger, der Radstand hat hingegen um fast vier Zentimeter auf 2,51 Meter zugelegt.

Eher was für Singles oder Paare

Fahrer- und Beifahrer genießen den gestiegenen Raumzuwachs. Nur hinten geht es mehr als beengt zu. Die hinteren zwei Sitze taugen nur als Handtaschen- oder Mantelablage. Der Kofferraum fasst 305 Liter, legt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf 712 Liter. Wer mit dem Roadster auf Reise gehen will, muss sich beim Packen bescheiden. 280 Liter weisen die technischen Daten für sein Gepäckteil auf.

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Im Innenraum zeigt sich der TT als waschechter Audi. Mit hochwertigen Materialien und guter Verarbeitung.

(Foto: Audi)

Im Inneren fallen die komfortablen Sportsitze, schöne Alu-Applikationen sowie die hochwertigen Kunststoffe samt guter Verarbeitung auf. Der TT verfügt zudem über ein virtuelles Cockpit, bei seinem Debüt war dies durchaus eine Besonderheit. Auch, dass das Navi serienmäßig an Bord war. Die Anzahl der Schalter und Knöpfe ist auf ein Minimum beschränkt. Die Bedienung vieler Funktionen erfolgt über Tasten am Lenkrad oder den Dreh-Drück-Steller in der Mittelkonsole.

Ende 2018 erhielt der TT ein Facelift. Der Kühlergrill wurde überarbeitet, am Heck gab es einen anderen Diffusor. Die wichtigen Änderungen fanden aber auch hier, wie so oft, unter der Motorhaube statt.

Sogar einen Diesel gab es

Für den Vortrieb sorgen Vier- und Fünfzylinder-Benziner im Leistungsspektrum von 180 PS bis 400 PS sowie ein Diesel. Der Zweiliter-Diesel leistet 184 PS und war vor allem bei Vielfahrern unter den TT-Erstbesitzern sehr beliebt. Bis zu 240 km/h schnell konnte der Selbstzünder auch auf der Autobahn überzeugen. Ihn gab es statt mit Frontantrieb auch mit Allrad. Für die Kraftübertragung stand neben einem manuellen Sechsganggetriebe auch ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe - S-tronic genannt - zur Wahl.

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Mit einer Länge von 4,18 Metern ist der TT so lang wie sein direkter Vorgänger, der Radstand hat hingegen um fast vier Zentimeter auf 2,51 Meter zugelegt.

(Foto: Audi)

Der Vorteil des Diesels liegt im geringen Verbrauch. Im Schnitt fließen hier laut Datenblatt des Herstellers zwischen 4,6 und 5,6 Liter durch die Leitungen. Werte, die im realen Betrieb eher nicht zu erreichen sind. Gebrauchtwagen-Interessenten eines Dieselmodells sollten zudem darauf achten, dass die Rückrufe und die damit verbundenen Softwareaktualisierungen im Rahmen des Dieselskandals durchgeführt wurden. Mitte 2018 hat Audi den Selbstzünder dann für den TT aus dem Programm genommen.

Der 1,8-Liter-Basisbenziner mit 180 PS ist bereits kein Kind von Traurigkeit. In der Spitze sind bis zu 242 km/h möglich, der Normverbrauch wird mit sieben Litern angegeben. Ihn gibt es ausschließlich mit Frontantrieb und Siebengang-S-tronic. Der Zweiliter TFSI in den Ausbaustufen mit 230 PS und 310 PS (TTS) ist bis zu 250 km/h schnell, 370 beziehungsweise 380 Newtonmeter sorgen für ordentliche Kraftreserven. Allrad ist beim TTS Serie. Immer mit 4x4-Antrieb wartet der TT RS auf.

Der 2,5-Liter-Fünfzylinder kommt auf 400 PS und ein maximales Drehmoment von 480 Newtonmeter und liegt damit auf Porsche 911 Carrera S-Niveau. Wer den RS flott bewegt, wird den Normverbrauch von 8,2 Litern deutlich übertreffen. Serienmäßig übernimmt eine Siebengang-S-tronic die Schaltarbeit. Zudem verlangt das RS-Fahrwerk eine gute Rückenmuskulatur, denn hier kommen keine Zweifel auf, dass es sich um einen Sportwagen handelt. Den anderen TT-Modellen gelingt hingegen ein guter Spagat zwischen Komfort und Sportlichkeit

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Wer sich für einen Audi TT RS entscheidet, der muss deutliche Einbußen beim Fahrkomfort in Kauf nehmen.

(Foto: Audi)

Zum Facelift stellte Audi das Benziner-Motorenangebot neu auf: Basistriebwerk ist jetzt ein Zweiliter-Vierzylinder TFSI mit 197 PS, gefolgt von der Ausbaustufe mit 245 PS. Der TTS kommt seit Ende 2020 auf 320 PS, der RS bleibt bei den Leistungsdaten unverändert.

Ausstattung und Sicherheit sind Top

Was Ausstattung und Sicherheit betrifft, ist der TT ein typischer Audi. Zwar ist die Grundausstattung nicht schlecht, aber die seitenlangen Optionslisten erwecken Begehrlichkeiten. Die Erstkäufer konnten zahlreiche Häkchen setzen, um ihr Fahrzeug zu individualisieren, darunter bei Leder, Sportpaket, Matrixlicht, Navi, adaptiven Fahrwerk und Parksensoren. Letztere sind von Vorteil, da die Übersichtlichkeit des TT besonders nach hinten eher mäßig ist.

Das Angebot an Assistenzsystemen ist begrenzter als sonst bei Audi üblich: Abstandsradar oder Notbremsfunktion für den Stadtverkehr stehen nicht in der Preisliste. Beim Crashtest 2014 erreichte der TT nur vier von fünf Sternen.

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Das virtuelle Cockpit bekam der Audi TT recht früh.

(Foto: Audi)

Die TÜV-Prüfer freuen sich vermutlich einfach nur, wenn ein TT zur Hauptuntersuchung (HU) vorfährt. Im Segmentvergleich zeichnet sich der Sportwagen beim TÜV-Report durch eine deutlich unter dem Durchschnitt liegende Mängelanfälligkeit aus. Hier ist fast alles in grünen Bereich: Der TT leistet sich bei der HU weder beim Fahrwerks-, noch beim Licht- oder Umwelt-Check einen Patzer. Einzig die Bremsscheiben neigen zu höherem Verschleiß, was durchaus mit der Fahrzeuggattung und ihren Fahrern zu tun haben kann.

Fazit: Der Audi TT ist ein überzeugender sowie gutaussehender Sportler und ein zuverlässiger Begleiter. Singles oder Pärchen können mit ihm sogar auf größere Fahrt gehen. Frischluftfans finden mit dem Roadster eine schicke Variante. Gebrauchte Exemplare sind ab etwa 18.000 Euro bei sehr unterschiedlichen Laufleistungen zu haben. Zwischen 65.000 bis 140.000 Kilometern auf der Uhr ist hier alles möglich. Den Preis bestimmt hier vorrangig das Ausstattungsniveau. Wer einen Roadster sucht, muss mit Preisen ab 21.000 Euro rechnen.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x

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