Klassiker in kleiner NeuauflageBoreham Ford Escort Mk1 RS - der Hundeknochen ist zurück

Mit einer auf 150 Exemplare limitierten Neuauflage des Ford Escort Mk1 RS bringt Boreham Motorworks einen Klassiker zurück. Der sieht zwar alt aus, ist aber eigentlich ganz neu.
Mit dem Escort Mk1 RS lässt Boreham Motorworks einen Klassiker der Ford-Historie neu aufleben. Anders als bei einem Restomod basiert das Projekt nicht auf restaurierten Originalfahrzeugen. Stattdessen entstehen mit modernen Fertigungsmethoden und Materialien detailgetreue Neuauflagen des Escort der späten 1960er-Jahre. Im Rahmen des Londoner Concours haben die Briten nun erstmals ein straßenzugelassenes Exemplar der auf 150 Fahrzeuge limitierten Kleinserie gezeigt.
Optisches Vorbild ist der von 1973 bis 1974 gebaute Escort RS2000. Boreham übernimmt die markant ausgestellten Radhäuser, wie sie bei einigen Motorsportversionen zu sehen waren.
Der gegenüber dem Original um 20 Zentimeter verkürzte Nachbau basiert auf einem Stahlchassis, während die Karosserie aus Carbon gefertigt wird. Dadurch soll das Gewicht auf unter 900 Kilogramm sinken. Statt klassischer Halogenscheinwerfer kommen moderne LED-Einheiten mit charakteristischer Lichtsignatur zum Einsatz.
Keine modernen Assistenzsysteme
Ebenfalls neu entwickelt wurde das Gewindefahrwerk. Zur Ausstattung zählen zudem ein Sperrdifferenzial, 15-Zoll-Leichtmetallräder sowie Scheibenbremsen mit 30 Zentimetern Durchmesser vorn und 26 Zentimeter hinten. Auf moderne Assistenzsysteme wie ABS oder eine Servolenkung verzichtet Boreham.
Für den Antrieb stehen zwei Vierzylinder zur Wahl. Die Basisversion leistet aus 1,8 Litern Hubraum 136 kW/185 PS und kombiniert den Motor mit einem manuellen Vierganggetriebe. Die Kraft wird über eine aus Titan gefertigte hintere Starrachse an die Straße gebracht. Darüber rangiert ein 2,2-Liter-Vierzylinder mit 243 kW/330 PS und Fünfgang-Handschaltung. Fahrleistungen nennt Boreham keine. In Anbetracht des geringen Fahrzeuggewichts dürften selbst sportlich orientierte Fahrer auf ihre Kosten kommen.
Im Innenraum treffen Leder, Sichtcarbon und klassische Rundinstrumente auf moderne Fertigungsqualität. In der Mittelkonsole sitzen zwei Breitling-Stoppuhren, ergänzt um Audioanlage und Klimabedienung. Umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten gehören zum Konzept. Neben der gezeigten Rechtslenker-Version soll der Escort auch als Linkslenker angeboten werden. Die Preise starten bei umgerechnet rund 345.000 Euro.