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Denza bekommt neuen Schwung Daimlers Elektro-B-Klasse lahmt in China

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Mit einem Facelift und 500 Kilometern Reichweite soll die Elektro-B-Klasse von Denza in China endlich erfolgreich werden.

Während sich fast alle mit einem Stern versehenen Fahrzeuge wie geschnitten Brot verkaufen, fährt die Elektro-B-Klasse der Stromer-Marke Denza im chinesischen E-Auto-Rennen hinterher. Ein Lifting und mehr Reichweite sollen Abhilfe bringen.

Daimlers E-Automarke Denza will in China einfach nicht in Schwung kommen und kann kaum vom Elektro-Boom im Reich der Mitte profitieren. Nun wollen die Schwaben und ihr lokaler Partner BYD den Absatz des bislang einzigen Modells mit einem Reichweiten-Plus und leicht aufpolierter Optik ankurbeln. Rund 500 Kilometer Fahrt soll der neue Akku pro Ladung erlauben, 100 Kilometer mehr als zuletzt. Der Modellname wird entsprechend angepasst, ändert sich von Denza 400 in Denza 500.

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Der E-Auto-Bestseller in China ist der BAIC EC.

Ob das Lifting des ausschließlich in China angebotenen Kompakt-Vans ausreicht, Denza noch zum Erfolgsmodell zu machen, bleibt abzuwarten. Nur knapp 4300 Fahrzeuge fanden im vergangenen Jahr einen Käufer auf dem boomenden E-Mobilitätsmarkt im Reich der Mitte. Zum Vergleich: Chinas E-Auto-Bestseller BAIC EC verkaufte sich im gleichen Zeitraum gut 78.000-mal.

Es fehlt die Strahlkraft

Eigentlich sollte der Edel-Van der Startschuss für Daimlers Elektro-Offensive in China sein. Stolz präsentierten die Stuttgarter den himmelblau lackierten Saubermann auf Basis der alten Mercedes B-Klasse 2014 der Öffentlichkeit. Doch die Nachfrage lahmte schon bald, was nicht zuletzt mit dem geringen Bekanntheitsgrad Denzas in China zu tun hat. Auf dem unübersichtlichen Markt mit seinen Hunderten Marken geht die eigens gegründete E-Automarke einfach unter – auch weil ihm die Strahlkraft des Mercedes-Sterns fehlt.

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2014 versprach sich Daimler viel von der Zusammenarbeit mit Denza.

Preislich allerdings orientiert sich auch die China-B-Klasse durchaus an der Premiummarke: Umgerechnet rund 38.500 Euro kostet der Denza 500 nach Abzug der staatlichen E-Auto-Förderung. Fast so viel wie eine Mercedes C-Klasse, die in China ein echtes Luxusgut ist. Angesichts der Preise half auch die technische Aufwertung nicht viel, durch die die Maximalreichweite Mitte 2016 von rund 300 auf 400 Kilometer wuchs. Und auch davor schon hatte Daimler für Denza kaum technischen Aufwand gescheut. So wurde die B-Klasse-Plattform gründlich umkonstruiert, um die Akkus besser unterzubringen. Und zugleich auch noch ein eigener Schnelllader entwickelt, der eine bessere Alltagstauglichkeit garantieren sollte.

Vielleicht liegt der überschaubare Erfolg des Denza aber auch an der Optik: Im Vergleich mit den Tesla-Modellen S und X zumindest wirkt die B-Klasse wenig sexy. Auch das deutsche Schwestermodell des Denza, der deutlich modernere und mit anderen Akkus ausgestattete Mercedes B 250e, war alles andere als ein Renner, bevor er im vergangenen Herbst mangels Nachfrage aus dem Programm genommen wurde. Für Trost in der Stuttgarter Daimler-Zentrale dürfte vorerst nur der Ausblick auf 2019 sorgen - dann sollen die neuen E-Modelle der EQ-Familie starten.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x