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Ist da noch Platz? Hyundai Bayon - unterhalb des Kona

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Ob es den Bayon unterhalb des Hyundai Kona braucht, muss das Publikum entscheiden.

(Foto: Hyundai)

Mit dem Kona hat Hyundai bereits ein kleines SUV im Programm. Jetzt schicken die Koreaner den Bayon auf die Reise, der sich unterhalb des Kona ansiedelt, aber nicht weniger kostet. Fragt sich, ob die Akzente reichen, um die Käufer zu begeistern.

Das SUV-Angebot wächst nicht nur in Deutschland. Auch Hyundai hat eine weitere Lücke im Modellprogramm gefunden und füllt sie nun mit dem Mini-Crossover Bayon. Der siedelt sich mit einem Einstiegspreis von knapp 16.800 Euro unterhalb des gleich großen Markenbruders Kona an, nimmt aber vor allem Stadtbewohner mit Sinn für Design ins Visier.

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Mit 4,18 Meter ist der Bayon nur eine Handbreit länger als der Hyundai i20.

(Foto: Hyundai)

Während Hyundai für den Kona eine spezielle SUV-Plattform mit Allrad- und Diesel-Option sowie aufwendiger Hinterachse nutzt, teilt sich der Bayon die Technik mit dem preisgünstigen Kleinwagen i20. Der Crossover fällt mit rund 4,18 Metern aber eine Handbreit länger aus, während er in der Höhe auf 1,50 Meter wächst. Dank der steil stehende Front mit schmalen Tagfahrlichtern und hohen Schultern wirkt der Bayon zudem deutlich kräftiger als der i20.

Näher an einer Limousine

Auch wenn das Mini-SUV bei den Dimensionen insgesamt näher an der klassischen Limousine bleibt, bietet es doch durchaus ein leichtes Crossover-Feeling. Vor allem die etwas erhöhte Sitzposition hebt ihn von typischen Kleinwagen ab. Auch beim Kofferraumvolumen legt er ein paar Liter drauf, erreicht mit 411 Litern sogar Kompaktklasse-Niveau. Praktisch ist in diesem Zusammenhang die Gepäckraumabdeckung, die sich senkrecht hinter der Rücksitzbank einklicken lässt, falls beispielsweise einmal größeres Ladegut aufrecht transportiert werden muss.

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Das Cockpit des Hyundai Bayon stammt aus dem i20.

(Foto: Hyundai)

Im Cockpit orientiert sich der Bayon am i20 und übernimmt dessen modernes Layout mit dem zumindest in den höheren Ausstattungen serienmäßigen digitalen Instrumentarium. Das wirkt zeitgemäß und erwachsener als in dieser Klasse üblich. Die Materialauswahl im Vorserien-Fahrzeug entspricht noch nicht dem des fertigen Autos, Erfahrungen mit dem i20 legen jedoch nahe, dass Hyundai dabei nicht ins oberste Preisregal greifen wird.

Top-Antrieb überzeugt

Voll überzeugen kann der Bayon-Prototyp aber bereits auf der Straße. Das Testexemplar war mit dem Top-Antrieb ausgerüstet, einem 120 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner, der dem kleinen Crossover mit seinem flotten Antritt und ordentlichen Durchzug sogar ein gutes Maß an Fahrspaß abtrotzt. Dazu trägt auch die automatische Zwischengas-Funktion bei, die den Motor beim Gangwechsel kurz aufjubeln lässt, wie man es sonst eher von Sportwagen kennt.

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Mit 411 Litern Kofferraumvolumen hat der Hyundai Bayon Kompaktwagenniveau.

(Foto: Hyundai)

Diese im ersten Moment ganz spaßige Attitüde ist ein Nebenprodukt der 48-Volt-Unterstützung, die eigentlich dem Spritsparen dient und beispielsweise das zwischenzeitliche Segeln mit ausgeschaltetem Motor ermöglicht. Als Getriebe stehen für diesen Motor eine manuelle Sechsgangschaltung und ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen zur Wahl. Alternativ bieten die Koreaner eine 100 PS starke Variante des Dreizylinder-Turbos sowie einen 1,2-Liter-Saugmotor mit vier Zylindern und 84 PS als Basis-Triebwerk.

Mit 16.790 Euro kein Schnäppchen

Mit einem Grundpreis von 16.790 Euro sortiert sich der Bayon am unteren Ende der Hyundai-SUV-Palette ein. Serie sind im "Pure"-Modell unter anderem Klimaanlage, Radio, Spurverlassens-Warner und Notbremsassistent. Für 2000 Euro mehr gibt es das "Select"-Niveau mit 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und Lederlenkrad. Darüber rangieren die Stufen "Trend" (ab 21.490 Euro) und "Prime" (ab 24.290 Euro), die fast alles an Technik- und Komfort-Features bieten, was in der Kleinwagenklasse für gewöhnlich zu haben ist - bis hin zu Soundsystem und LED-Scheinwerfern.

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Um den Abstand zum Bayon zu vergrößern, könnte es sein, dass Hyundai die Preise für den Kona erhöht.

(Foto: Hyundai)

Vergleicht man die Bayon-Preise mit denen des eigentlich höher positionierten Kona, fallen die Unterschiede gering aus. Der Vorteil des Neuen resultiert vor allem aus dem günstigen Einstiegsmotor, den es für den Kona nicht gibt. Rüstet man die beiden Schwestermodelle mit dem identischen Antrieb aus, bezahlt man für beide Varianten etwa 20.000 Euro. Bleibt abzuwarten, ob Hyundai mit einer Preiserhöhung für den Kona den Abstand künftig wieder größer werden lässt. Unabhängig davon lohnt ein Blick auf den i20, den Kleinwagenbruder des Bayon. Den nämlich gibt es mit gleicher Motorisierung schon für 17.500 Euro.

Unterm Strich hat der Bayon seine Nische im Hyundai-Programm gefunden. Als stylisches Stadtauto mit quirligem Motor gibt er den aufgebockten und aufgewerteten Klein- und Zweitwagen, während sich der Kona mit stärkeren Motoren, optionalem E-Antrieb und Allradtechnik für höhere Aufgaben qualifiziert.

Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x

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