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Der Anfang vom Ende? Smart zieht sich aus Nordamerika zurück

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Der Smart e-Drive war nie der Reichweitenkönig unter den E-Autos.

(Foto: Daniel Maurer)

Smart hat den Sprung vom kuriosen Kleinstwagen zum ernsthaften Öko-Auto in den USA nicht geschafft. Alle Versuche, den City-Flitzer zu etablieren sind gescheitert. Nun gibt die Marke den nordamerikanischen Markt auf.

Mit dem Smart hat Daimler irgendwie kein Glück. Die Geschichte des Kleinstwagens, der 1994 unterhalb des VW-Polo antrat, die Städte und die Herzen der urbanen Autofahrer zu erobern, ist eine recht wechselhafte. Obgleich der Absatz am Anfang recht gut war, ging er doch über die Jahre immer weiter zurück. Daran änderten auch die verschiedenen Modellvarianten wie Cabrio und später der Viertürer nichts. Bis zum Jahr 2009 sanken die Verkäufe weltweit um 18,1 Prozent auf 113.900 Fahrzeuge.

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Die New Yorker Polizei hat den Smart für sich entdeckt.

(Foto: Holger Preiss)

Bis heute ist der Absatz weltweit weiter rückläufig, was zur Folge hat, dass sich die Daimler-Kleinstwagentochter Smart aus Nordamerika zurückzieht. Zum Ende des laufenden Modelljahres wird der Verkauf des Stadtautos in den USA und Kanada aufgrund zu geringer Nachfrage eingestellt. Die Kundschaft vor Ort scheint es, will eben doch lieber große Autos fahren.

Es liegt nicht nur am billigen Sprit

Im März 2019 hatte Smart lediglich noch 90 Fahrzeuge in den USA verkauft, wirklich viele Kunden fand das für Nordamerika ungewöhnlich kleine Auto trotz seiner öffentlich und medial viel beachteten Einführung nie. Die Bestmarke von knapp 25.000 Neuzulassungen im Startjahr 2008 konnte später nicht mal mehr ansatzweise erreicht werden. Schon im Folgejahr interessierten sich nur noch knapp 15.000 Amerikaner für den Zweisitzer, zuletzt waren die Zahlen nur noch vierstellig. Auch der 2017 eingeleitete Wandel zur reinen Elektromarke – die Verbrennervarianten wurden vom Markt genommen – konnte die Marke offenbar nicht retten.

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Die offiziellen Verbrauchswerte des Smart lagen teils über denen von Hybrid-Autos.

(Foto: Daimler AG)

Zu den Gründen für das Scheitern zählen die anhaltend niedrigen Spritpreise in den USA, die die Käufer weiterhin zu großen und schweren SUV und Pick-ups mit konventionellen Motoren greifen lassen. Auch in der Elektro-Nische sind geräumigere Modelle gefragt als der 2,70-Meter-Mini. Als Öko-Modell konnte sich der Smart in den USA davon abgesehen sowieso nie stark positionieren – die offiziellen US-Verbrauchswerte lagen teils über denen von Hybridmodellen oder größeren Kleinstwagenmodellen.

Für Smart liegt die Zukunft sowieso woanders – in China. Kürzlich hatte Daimler angekündigt, die kommende, von Anfang an nur noch als Elektroauto angebotene Generation, gemeinsam mit dem chinesischen Hersteller Geely zu bauen und ab 2022 vor Ort und auf dem Weltmarkt zu vermarkten. Die USA bleiben davon wohl ausgenommen. Dort will Konzernschwester Mercedes stattdessen künftig mit Elektro-SUV wie dem EQC antreten.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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