Das war Montag, der 11. Mai 2026
Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,
der Start in die kurze Woche ist geschafft - sofern Sie einen "Brückentag" am 15. Mai eingeplant haben. Haben Sie ein langes Wochenende vor sich? Stimmen Sie gern weiter unten mit ab. Wie üblich habe ich an dieser Stelle noch ein paar Leseempfehlungen vom Tag für Sie:
Nur scheinbar ein Widerspruch: "Der Krieg endet", aber Russland rüstet massiv auf
Von Artur Weigandt
Reisners Blick auf die Front: "Putin spricht zum ersten Mal von einem Kriegsende"
Wer zwinkert zuerst? "Der Iran drückt die Arterie langsam zu"
Eine Analyse von Frauke Niemeyer
Nach Fiasko um Entlastungsprämie: Söder düpiert Merz in der Steuerreform-Frage
Neubauer zerlegt Heizungsgesetz: "Nicht nur ökologisches, sondern demokratisches Drama"
Auf Kosten der Steuerzahler: Trump verschafft Firma Millionengewinn mit Pool-Sanierung
Nato entsendet Marineverband: Russischer Zerstörer positioniert sich vor deutscher Ostsee-Küste
"Nicht alle werden überleben": Die Autobauer können das Steuer jetzt herumreißen
Von Ben Redelings
Damit verabschiede ich mich für heute von Ihnen. Gute Nacht.
Hantavirus: Schiff nimmt ohne Passagiere Kurs auf Rotterdam
Kleine Mäuse sorgen ja auf einem Kreuzfahrtschiff für großen Probleme: Nach dem Ausbruch des Hantavirus mit mehreren Toten sind die 122 Menschen unter strengen Auflagen vor der Küste Teneriffas von Bord der "Hondius" gegangen. Eine letzte Gruppe von 28 Menschen verließ das Schiff unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Sie wurden am Abend mit zwei Maschinen Richtung Eindhoven ausgeflogen, wie im spanischen TV-Sender RTVE zu sehen war. Damit die Menschen das Schiff verlassen konnten, musste es doch noch an einem Pier festgemacht werden - wegen der windigen Wetterlage. Genau darauf hatte die Regionalregierung der Kanaren eigentlich bestanden, weil die Sorge groß war, dass infizierte Mäuse so an Land gelangen könnten. Kurz nachdem die letzten Passagiere und Crewmitglieder von Bord gegangen waren, stach die "Hondius" mit einer Restbesatzung in See, um nach Rotterdam zu fahren. Mehrere Passagiere und ein Crewmitglied stammen aus Deutschland.
"Es ist passiert" - Hollywoodstar Sienna Miller zum dritten Mal Mama
Hollywoodstar Sienna Miller hat süße Babynews: Die 44-Jährige ist erneut Mutter geworden. Die britische Schauspielerin bestätigte gegenüber dem US-Magazin "E! News", dass sie ihr drittes Kind zur Welt gebracht hat. Es ist das zweite Kind mit Freund Oli Green. "Es ist passiert", sagte die 44-Jährige im Interview. "Ich habe ein winziges Baby nebenan." Miller hat zudem eine 13-jährige Tochter aus einer Beziehung mit dem britischen Schauspieler Tom Sturridge.
Kitakind entdeckt "Schatz" beim Buddeln
Beim Buddeln machen Kinder so manche Entdeckung, aber was ein Kind in einer Kitagruppe in Berlin im Sand gefunden hat, ist schon ungewöhnlich: teure Wertgegenstände und mehrere Tausend Euro Bargeld. "Statt Sandspielzeug wurden hinter einem Spielplatz in Wilmersdorf plötzlich Silbermünzen, Goldschmuck, Luxusuhren und 6.000 Euro Bargeld entdeckt", teilt die Berliner Polizei mit. Die Gegenstände seien in der Erde - teilweise unter Büschen - vergraben gewesen. "Ja, richtig gelesen: Ein Kind findet beim Spielen einen kleinen Schatz", hieß es in dem Beitrag der Polizei. "Mal ehrlich – wer schaut jetzt beim nächsten Spielplatzbesuch nicht ein bisschen genauer ins Gebüsch?"
Wer's findet, darfs behalten? Eine Erzieherin sammelte gemeinsam mit einem Vater die Gegenstände ein und informierte die Polizei. Sogar einen kleinen Goldbarren entdeckten die Finder. Die Polizei ermittelt nun, ob es sich um Diebesgut handelt. Bislang sei eine entsprechende Abfrage negativ gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.
Mann in Auto gezerrt? Polizei sucht Zeugen nach mutmaßlicher Entführung
Wer hat etwas gesehen oder weiß etwas über einen mutmaßlich verschleppten Mann in Hamburg? Die Polizei bittet Zeugen in einem mutmaßlichen Entführungsfall um Mithilfe: Im Stadtteil Dulsberg soll ein Mann am Abend des 5. Mai von fünf anderen Männern attackiert und in einen weißen Wagen gedrängt worden sein. Dann fuhr der Transporter mit rumänischem Kennzeichen davon. Nach bisherigen Erkenntnissen des Landeskriminalamtes hielt sich das mögliche Opfer am Dienstag gegen 21.28 Uhr an der Bushaltestelle "U-Straßburger Straße" auf, als die Männergruppe ihn unvermittelt angegriffen habe. Zeugen hatten die Situation beobachtet und die Polizei informiert. Eine Fahndung mit mehreren Funkstreifenwagen brachte keinen Erfolg. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und möglicher Freiheitsberaubung.
Trump will Sprit-Steuer aussetzen "so lange, wie es angebracht ist"
Nicht nur wir hier bekommen die Auswirkungen des Iran-Kriegs an den Tankstellen zu spüren, sondern auch die Menschen in den USA. US-Präsident Donald Trump will nun die US-Kraftstoffsteuer aussetzen "so lange, wie es angebracht ist". Das sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. "Es ist zwar nur ein kleiner Prozentsatz, aber es ist immer noch Geld." Unklar blieb bislang, ob Trump sein Vorhaben im Alleingang realisieren kann. US-Medien wie CBS News wiesen darauf hin, dass eine Aussetzung der Bundeskraftstoffsteuer die Zustimmung des Kongresses voraussetze.
Wie wenig die Entscheidung am Preis an der Zapfsäule bringen dürfte, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Nach Angaben der US-Energiestatistikbehörde vom Juli 2024 erhebt die US-Regierung 18,40 Cent pro Gallone (3,785 Liter) Benzin. Bei Diesel sind es 24,40 Cent. Angesichts der jüngsten Preisentwicklung ist das aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein: Heute lag der Durchschnittspreis in den USA für eine Gallone Benzin bei rund 4,52 US-Dollar (etwa 3,84 Euro), wie der Automobilverband AAA mitteilt. Im Vergleich: Ein Jahr zuvor kostete eine Gallone noch knapp 3,14 US-Dollar. Im Vergleich zu Deutschland ist der Liter Benzin für umgerechnet etwa einen Euro immer noch günstig.
München will keine Schampus-Duschen mehr auf dem Oktoberfest
Ich dachte, auf dem Oktoberfest in München wird vor allem Bier getrunken. Doch dort gibt beziehungsweise gab es wohl noch ein Getränk, das zwar beliebt, aber für einige Wiesn-Besuchende sicherlich auch lästig ist: Champagner-Duschen. Die Korken knallen zu lassen und andere mit dem Inhalt der Flaschen zu übergießen ist auf dem Münchner Oktoberfest künftig verboten. Das hat der Stadtrat entschieden, wie eine Sprecherin des Wirtschaftsreferats mitteilt. Die Champagner-Duschen waren den Stadträten schon länger ein Dorn im Auge. Man wolle nicht, dass die Wiesn "zum Ballermann" verkomme, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" aus Rathauskreisen. Zuletzt waren in sozialen Medien immer wieder Videos davon aufgetaucht, dass Gäste die Korken knallen ließen und den Schampus in einer Fontäne über andere Gäste gossen.
Häftling zündet sein Bett an - drei Mitarbeiter bei Feuer verletzt
Das war wohl ziemlich brenzlig: Bei einem Gefängnisbrand im niedersächsischen Lingen sind drei Mitarbeiter leicht verletzt worden. Das Feuer war kein Unfall: Ein Häftling in der Justizvollzugsanstalt hatte zuvor sein Bett in Brand gesetzt, wie die Polizei mitteilt. Wie der 25 Jahre alte Häftling das Feuer entzündete und warum er sein Bett anzündete, ist noch unklar.
Mann wirft Stein auf seltene Robbe - und kassiert Prügel
Auf Hawaii wirft ein Mann einen kokosnussgroßen Stein auf eine Hawaii-Mönchsrobbe, einen des weltweit seltensten Meeressäuger. Eine Passantin filmt den Vorfall und das Video sorgt für Empörung und Wut. Ein wütender Einwohner soll den Mann daraufhin zusammengeschlagen haben.
Schlagzeilen zum Feierabend
Auslieferung von Rechtsextremistin Liebich: Gericht setzt Termin an
Wann wird die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich von Tschechien nach Deutschland ausgeliefert? Das Landgericht in Pilsen (Plzen) habe in der Sache für den 18. Mai eine öffentliche Verhandlung angesetzt, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Ob noch am selben Tag eine Entscheidung fallen werde, könne er nicht vorwegnehmen.
Liebich war am 9. April in Luby (Schönbach) bei As (Asch) nahe der deutschen Grenze festgenommen worden. Liebich befinde sich derzeit in Auslieferungshaft, teilt der Gerichtssprecher mit.
Schüsse bei Trump-Dinner: Angeklagter plädiert auf nicht schuldig
Diese Dinner-Party wird wohl in die Geschichtsbücher eingehen: Als das Weiße Haus Ende April zum jährlichen "Correspondents' Dinner" einlädt (und wofür die Karten trotzdem gut Geld kosten), überwindet plötzlich ein Mann die Sicherheitsabsperrungen und verübt einen bewaffneten Angriff. Sein Ziel verfehlt der Mann wohl - zu dem Zeitpunkt befanden sich US-Präsident Donald Trump sowie zahlreiche hochrangige Regierungsvertreter in dem Hotel. Der unter anderem mit einer Schrotflinte bewaffnete Mann verletzt einen Mitarbeiter des Secret Service, aber kann schließlich überwältigt werden. Vor einem Bundesgericht in Washington, D.C. plädiert der Angeklagte nun auf nicht schuldig, unter anderem beim Vorwurf des versuchten Mordes am Präsidenten. Das berichtet der US-Sender CNN.
Gericht: Betreiberin von Coronatest-Zentren kassierte vier Millionen Euro zu viel
Das Kapitel "Corona-Pandemie" würden die meisten von uns ganz gern vergessen. Doch die Justiz "vergisst" da so einige Fehltritte nicht so leicht: Eine Betreiberin mehrerer Coronateststellen in Nordrhein-Westfalen muss wegen unzureichender Dokumentation mehr als vier Millionen Euro an erhaltenen Vergütungen zurückzahlen. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies eine Klage der Unternehmerin gegen entsprechende Bescheide der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) weitgehend ab, wie das Gericht mitteilt. Die Frau hatte zwischen Juli 2021 und April 2023 mehrere Testzentren in Düsseldorf, Leverkusen und Solingen betrieben und zentrale Dokumentationspflichten nicht erfüllt - aber Geld dafür kassiert.
Das Pandemie-Kapitel wird die Gerichte auch noch weiter beschäftigen - und vermutlich wird noch einiges mehr an Geld zurückgefordert: Nach Gerichtsangaben handelte es sich um die erste Entscheidung zu Rückforderungen gegen Coronatestzentren vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht. Dort seien derzeit noch 48 weitere Verfahren mit einem Streitwert von insgesamt rund 23 Millionen Euro anhängig.
Schichtwechsel
Ich hatte bei dem Regen und "grau in grau" am Himmel heute jedenfalls mal kein "sunshine guilt" - also ein schlechtes Gefühl, wenn man bei Sonnenschein nichts draußen unternimmt und so arbeitet es sich auch leichter am Schreibtisch als bei prallem Sonnenschein. Sie ahnen es: Für meinen lieben Kollegen Alexander Schultze geht es in den verdienten Feierabend, aber hier in "Der Tag" geht es noch etwas weiter. Ich übernehme hier und halte Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau und sollten Sie Fragen, Hinweise oder Kritik haben, schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Frau durch Selbstschussanlage verletzt - Grundstücksbesitzer festgenommen
Im Fall einer durch eine Selbstschussanlage schwer verletzten 54-jährigen Frau in Sachsen-Anhalt ist gegen den 43-jährigen Grundstückseigentümer Haftbefehl erlassen worden. Der Beschuldigte wurde widerstandslos festgenommen, wie die Polizei in Stendal mitteilte. Er wurde am Freitag einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Im Anschluss wurde er in eine Haftanstalt gebracht.
Die 54-jährige Frau war vor rund einer Woche bei der Suche nach ihrem Hund auf das Grundstück des 43-Jährigen geraten. Dort löste sich ein Schuss mit Schrotmunition und traf die 54-Jährige. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Frau versehentlich eine Selbstschussanlage auslöste.
Die Ermittlungen ergaben zunächst keinen dringenden Tatverdacht, weshalb kein Haftbefehl beantragt wurde. Nach weiteren Erkenntnissen wurde nun jedoch Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt erlassen. Weitere Angaben machten die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.
Kein Erfolg nach Einbruch - Verona Pooth verliert vor Gericht
Fast viereinhalb Jahre nach dem spektakulären Diebstahl ihres Schmuckes hat Moderatorin Verona Pooth im Kampf um einen höheren Schadenersatz eine Niederlage erlitten. Das Landgericht Düsseldorf hat die Klage der Eheleute Verona und Franjo Pooth gegen einen Versicherungsmakler abgewiesen. Die Kläger können binnen eines Monats Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen. Pooth war bei der Verkündung nicht anwesend.
Verona und Franjo Pooth hatten der Maklerfirma Pflichtverletzungen vorgeworfen. Erst nach dem Diebstahl des Schmuckes habe sich herausgestellt, dass sie unterversichert gewesen seien, hatte Verona Pooth in der Verhandlung im März erklärt. Das Gericht hatte damals eine gütliche Einigung angeregt, dem die Beklagten allerdings nicht zustimmten.
Der Einbruch in die Villa der TV-Moderatorin von Heiligabend 2021 ist bisher unaufgeklärt. Die Ermittlungsbehörden teilten im Juli 2022 mit, dass die Täter nicht identifiziert und die Ermittlungen eingestellt wurden. Von der Beute - darunter laut Pooth ihr Hochzeitsschmuck - fehlte jede Spur. Pooths hatten den Einbruch in die Villa im Düsseldorfer Vorort Meerbusch selbst publik gemacht. Die Täter nahmen unter anderem einen Tresor mit.
Trotz Schulterbruch - Laschet will wieder auf E-Scooter steigen
Ex-CDU-Chef Armin Laschet ist auch nach seinem Unfall mit einem E-Scooter weiter Fan der Geräte: "Ich finde sie an und für sich ungefährlich. Ich war da etwas leichtfertig", so Laschet in der TV-Sendung "Der Sonntags-Stammtisch" des Bayerischen Rundfunks. Der ehemalige NRW-Ministerpräsident ließ durchblicken, dass er nach seiner gebrochenen Schulter wieder auf einen E-Scooter steigen würde. Auf die Frage, ob er wieder mit einem E-Scooter fahren würde, antwortete der Bundestagsabgeordnete: "Ich mach's aber trotzdem vielleicht wieder."
Zu seiner gebrochenen Schulter erklärte der Bundestagsabgeordnete: "Sie ist nicht operiert und heilt jetzt langsam vor sich hin. Aber das wirft einen schon aus der Bahn." Vor rund drei Wochen war Laschet bei Veranstaltungen in seiner Heimat Aachen mit einer auffälligen Armstütze erschienen. Dadurch wurde der Unfall publik. Bei dem TV-Auftritt in einem fiktiven Gasthof trug Laschet keine Armstütze mehr. Der Politiker müsse aber noch mit links die Hand geben, berichtete Moderator Hans Werner Kilz.
Wegen GEZ-Streit: MDR stoppt Produktion von "Tatort" und "Polizeiruf 110" für drei Jahre
Der Mitteldeutsche Rundfunk setzt wegen des Streits um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ein umfangreiches Sparpaket um. So sollen neue MDR-Produktionen für "Tatort" und "Polizeiruf 110" drei Jahre lang pausieren. Für die Reihen "Tatort" und "Polizeiruf 110" verfüge der Sender zwar bereits über fertiggestellte und vertraglich fixierte Produktionen für die kommenden Jahre, teilte der Sender mit. Neue Produktionen sollen jedoch zunächst drei Jahre lang ausgesetzt werden.
MDR-Intendant Ralf Ludwig informierte den Rundfunkrat über die Maßnahmen. Die bislang nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags seit Anfang 2025 bedeute für den MDR eine umfangreiche Budgetkürzung, teilte der Sender mit. Ludwig erklärte, die ausgebliebene Beitragsanpassung erzeuge eine "erhebliche Finanzlücke". Deshalb müsse der MDR ab 2027 mit einer Absenkung seines Etats reagieren.
Bereits seit Freitag war bekannt, dass sich der MDR zudem von der Produktion des ARD-"Mittagsmagazins" trennen will. Übernehmen soll voraussichtlich der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Außerdem will der Sender seine Jugendwelle "MDR Sputnik" ab 2027 nicht mehr über UKW verbreiten.
Zwei Tote bei Frontalcrash auf der B54
Bei einem Frontalzusammenstoß auf einer Bundesstraße bei Steinfurt in Nordrhein-Westfalen sind zwei Autofahrer ums Leben gekommen. Wie die Polizei in Steinfurt mitteilte, kollidierten die Wagen eines 64-Jährigen und eines 52-Jährigen am Sonntagnachmittag zwischen den Anschlussstellen Sonnenschein und Metelen aus bislang ungeklärter Ursache frontal miteinander. Beide Fahrer starben noch an der Unfallstelle.
Zwei Mitfahrerinnen im Wagen des 64-Jährigen, eine 90 Jahre alte und eine 58 Jahre alte Frau, wurden schwer verletzt. Sie kamen mit Rettungswagen und Rettungshubschrauber in Krankenhäuser. Die betroffene Bundesstraße B54 war für mehrere Stunden voll gesperrt. Zur Klärung der Unfallursache wurden ein Unfallaufnahmeteam und ein Sachverständiger eingesetzt.
Reiche verlängert Beschäftigungsgarantie für Raffinerie in Schwedt
Der Bund verlängert die Beschäftigungsgarantie für die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt um ein halbes Jahr ab Juli. "Mit der Verlängerung der Beschäftigungsgarantie geben wir Perspektive und Sicherheit", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. "Wir wollen Schwedt langfristig stärken, industrielle Wertschöpfung sichern und neue Perspektiven für die Region schaffen." Reiche besucht die Raffinerie heute. "Schwedt steht für industrielle Stärke, Versorgungssicherheit und den Zusammenhalt einer ganzen Region", betonte sie. Gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten zeige sich, wie wichtig leistungsfähige industrielle Standorte für Deutschland seien. "Die Beschäftigten der PCK leisten täglich einen entscheidenden Beitrag dazu, die Energieversorgung im Nordosten Deutschlands sicherzustellen - unter Bedingungen, die weiterhin herausfordernd bleiben. Deshalb ist klar: Bund und Land stehen an der Seite des Standorts", so die Wirtschaftsministerin.
Die Sorgen um die Zukunft der Raffinerie bei den rund 1200 Beschäftigten sind groß. Die Anlage versorgt weite Teile des Nordostens Deutschlands und Berlins mit Sprit, Heizöl und Kerosin.
Übler Crash katapultiert Motorrad meterhoch auf Ampel
Nach einem heftigen Zusammenstoß wird ein Motorrad durch die Luft geschleudert und bleibt in einer Ampel stecken. Aufnahmen aus Kanada zeigen den heftigen Unfall, bei dem der Fahrer schwer verletzt wird.
Hantavirus: Die vier Deutschen stammen aus vier Bundesländern
Die vier vom Hantavirus-Ausbruch auf einem Schiff betroffenen deutschen Passagiere stammen dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) zufolge aus Berlin, Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein. Keine der vier Personen habe bisher Symptome, hieß es weiter. Die Passagiere sollten demnach im Tagesverlauf vom Uniklinikum Frankfurt aus in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden. Zu erwarten sei, dass sie an ihren Wohnorten in häusliche Quarantäne kommen, teilte das Ministerium mit. "Während der nächsten Wochen werden die Kontaktpersonen kontinuierlich und engmaschig auf Symptome überwacht." Über die konkreten Maßnahmen entscheiden die jeweils zuständigen Gesundheitsämter.
Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit kann es bei diesem Erreger Experten zufolge bis zu 45 Tage dauern. Falls eine Person erkranken sollte, könne sie in speziellen Zentren nach besten medizinischen Standards und sicher behandelt werden, teilte das BMG mit. Ein weiterer deutscher Passagier war nach Großbritannien geflogen worden, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Der Deutsche lebe in Großbritannien.
"Goodbye Deutschland!" - Wohin immer mehr Deutsche auswandern
Die Schweiz ist weiterhin der beliebteste Wohnort von Deutschen im europäischen Ausland. Anfang 2025 lebten rund 329.900 deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger in dem Alpenland, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Deutschen sind damit nach den Italienern die zweitgrößte Gruppe ausländischer Staatsangehöriger in der Schweiz. Und die Zahl steigt weiter. Anfang 2025 hatten im Vergleich zum Vorjahr 6300 mehr Deutsche ihren Wohnsitz in der Schweiz, das war ein Zuwachs um 1,9 Prozent. Innerhalb von zehn Jahren wuchs die Zahl der Deutschen in dem Alpenstaat um 10,7 Prozent beziehungsweise rund 32.000.
Auf Platz zwei im Länderranking folgt Österreich. Dort lebten Anfang vergangenen Jahres rund 239.500 Deutsche, die damit die größte Ausländergruppe in der Alpenrepublik waren. Ihre Zahl wächst sogar schneller als in der Schweiz - gegenüber 2024 um rund 6700 oder 2,9 Prozent. Binnen zehn Jahren erhöhte sich die Zahl der Deutschen in Österreich um 40,5 Prozent beziehungsweise 69.000.
Aber auch Spanien bleibt ein beliebtes Ziel. Anfang 2025 hatten dort rund 131.800 Deutsche ihren Wohnsitz. Nach einem Rückgang über viele Jahre steigen die Zahlen seit 2022 wieder - im vergangenen Jahr um 3800 beziehungsweise drei Prozent. Allerdings lebten 2025 immer noch rund 3000 weniger Deutsche dort als zehn Jahre zuvor.
Radlader in Bayern kippt um - Fahrer stirbt
Ein 56 Jahre alter Mann ist bei einem Arbeitsunfall in Bayern unter einen Radlader geraten und ums Leben gekommen. Der Mann wollte am Sonntag an einem Feldweg im schwäbischen Roggenburg einen steilen Abhang mit Sand begradigen, wie die Polizei in Kempten mitteilte. Demnach lud er mit dem Radlader Sand über einen Maschendrahtzaun ab. Dabei sei die Schaufel des Fahrzeugs nach oben ausgefahren und der Radlader komplett nach links eingeschlagen gewesen. Das Fahrzeug kippte dann laut Polizei um. Der Radladerfahrer stürzte aus der Kabine und wurde unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Ein Notarzt konnte nur noch dessen Tod feststellen. Die Kriminalpolizei ermittelt zur genauen Ursache des Unfalls.
Polen-Beauftragter der CDU wettert gegen Schröder-Vorschlag aus dem Kreml
Die Empörung über Putins Schröder-Offerte reißt nicht ab. Jetzt meldet sich auch der Polen-Beauftragte der Bundesregierung zu Wort. "Gazprom-Schröder? Statt Trump? Absurd!", schreibt Knut Abraham auf X. Das sei "wieder eine Nebelkerze des Wladimir Putin, um die öffentliche Meinung in Deutschland zu spalten", schreibt der CDU-Politiker weiter. Auch die Bundesregierung hatte sehr zurückhaltend reagiert. Was meinen Sie? Ist Ex-Kanzler Gerhard Schröder ein geeigneter Vermittler in diesem Fall?
Mitarbeiterin von Escape Room stranguliert sich versehentlich - Familie klagt
Ein Escape Room in Taipeh sieht sich mit einer Klage konfrontiert, nachdem eine Mitarbeiterin versehentlich stranguliert wurde. Die 30-jährige Mitarbeiterin arbeitete als Live-Darstellerin - sie sollte einen erhängten Geist spielen - in einem Escape Room mit Krankenhaus-Thematik. Während der Darbietung zog sich das Seil um ihren Hals zusammen und sie schnürte sich versehentlich die Luft ab, bis sie das Bewusstsein verlor und einen Herzstillstand erlitt. Rettungssanitäter führten bei der Frau eine Wiederbelebung durch und brachten sie in ein nahegelegenes Krankenhaus. Dort konnte die Frau stabilisiert werden, eine lebensbedrohliche Gefahr bestehe nicht mehr, teilte die Feuerwehr von Taipeh in einer Pressemitteilung mit.
Die Familie der Frau hat wegen Fahrlässigkeit und schwerer Körperverletzung Klage gegen den Escape Room eingereicht. Die Polizei und die Behörden der Stadtverwaltung von Taipeh haben eine Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob der Escape Room über angemessene Sicherheitsvorkehrungen verfügte.
Der Bruder der verletzten Mitarbeiterin kritisierte, dass der Escape Room handgefertigte Requisiten der Mitarbeiter anstelle von professionellen Sicherheitsrequisiten verwende. Das betreffende Seil schien ein Hanfseil ohne Sicherheitsmechanismen wie Abreißvorrichtungen oder Strangulationsschutz zu sein, sagte er. Außerdem sei an jedem Schauplatz nur ein Mitarbeiter stationiert und es gebe keine Videoüberwachung in den Mitarbeiterbereichen, was Sicherheitsbedenken aufkommen lasse, sagte er. Der Bruder sagte außerdem, es gebe Berichte über einen früheren Vorfall, bei dem ein Darsteller durch ein Seil gewürgt worden sei, was darauf hindeute, dass es sich bei dem Vorfall von gestern Abend nicht um einen Einzelfall handele.
Örtlich sogar Schnee: Eisheilige schlagen zu
Die Eisheiligen sind da - und machen ihrem Namen alle Ehre. Im Vorlauf des langen Himmelfahrtswochenendes fallen die Temperaturen quer durch Deutschland deutlich, im Bergland kann es sogar Schnee geben. Zur ungemütlichen Kälte mischt sich auch verbreitet Regen.
Jeder neunte Deutsche wird 2025 Opfer von Cyberkriminalität
Jeder neunte Internetnutzer in Deutschland (11 Prozent) wurde im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität. Das geht aus dem aktuellen Cybersicherheitsmonitor 2026 (CyMon) hervor, der vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) veröffentlicht wurde. Insgesamt war bereits mehr als jeder Vierte (27 Prozent) in seinem Leben schon einmal von Straftaten im digitalen Raum betroffen.
Häufigste Fälle von Cyberkriminalität:
Betrug beim Online-Einkauf (22 Prozent)
unberechtigter Fremdzugriff auf Online-Accounts (14 Prozent)
Betrug beim Onlinebanking (13 Prozent)
Phishing-Angriffe (12 Prozent)
Für die Opfer bleiben die Taten selten ohne Konsequenzen: Fast neun von zehn Betroffenen (88 Prozent) erlitten einen Schaden - bei einem Drittel (33 Prozent) handelte es sich dabei um handfeste finanzielle Verluste. Zu den weiteren Schäden zählen Vertrauensverluste in Onlinedienste (29 Prozent) und verlorene Zeit (23 Prozent). Trotz der hohen Betroffenheitsquote verhalten sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher im digitalen Raum unzureichend geschützt. Die Studie verzeichnet einen anhaltenden Trend zur Sorglosigkeit. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) hält ihr persönliches Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, für gering oder ausgeschlossen. Dementsprechend informieren sich lediglich 14 Prozent regelmäßig über Cybersicherheit, während 40 Prozent erst dann aktiv nach Informationen suchen, wenn es bereits zu einem Problemfall gekommen ist.
Kampf um Wohlstandskrone - Baden-Württemberg fällt zurück
Viele süddeutsche Regionen können sich laut einer neuen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) wirtschaftlich im Deutschlandvergleich weiter behaupten - allerdings nicht alle. "Im jahrzehntelangen Wettlauf um die Wohlstandskrone in Deutschland fällt Baden-Württemberg zurück", sagt IW-Forscher Hanno Kempermann über das aktuelle Regionalranking, das dem "Spiegel" vorab vorliegt. Während Bayern mit Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie Dienstleistungen breiter aufgestellt sei, müsse Baden-Württemberg "flächendeckend viel stärker mit der Krise in den Branchen Automotive, Maschinenbau und Metallerzeugnisse kämpfen", sagt Kempermann. Deutlich wird dies bei einer Langzeitbetrachtung der alle zwei Jahre veröffentlichten Regionalrankings. Während Baden-Württemberg heute im Vergleich zu 2016 nur noch 19 statt damals 30 Regionen in den Top 100 hat, konnte Bayern seine Dominanz ausbauen. Der Freistaat stellt nun 58 statt 53 Regionen.
Für das Ranking wurden alle 400 Landkreise und kreisfreien Städte sowohl hinsichtlich des wirtschaftlichen Zustands und der Aussichten untersucht. Um zu ermitteln, ob eine Region erfolgreich ist, haben die Forscher 14 Indikatoren in den drei Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität ausgemacht. Einigen, wie der gemeindlichen Steuerkraft, messen sie in ihrer Auswertung ein höheres Gewicht zu als etwa dem Vorhandensein naturnaher Flächen. Untersucht wurden unter anderem auch Alterung, Ärztedichte, Frauenerwerbstätigkeit oder die private Überschuldung.
Im Ranking dominieren neben bayerischen Regionen - darunter vor allem der Großraum München - auch das Rhein-Main-Gebiet mit dem Finanzplatz Frankfurt am Main. Laut IW gaben bei letzterem der starke Arbeitsmarkt und eine leistungsfähige Wirtschaft den Ausschlag. Zu den schwächsten Regionen zählt neben mehreren Ruhrgebietsstädten die thüringische Stadt Suhl.
"Leichnam der toten Deutschen ist noch an Bord"
Nach wochenlanger Odyssee legt das vom Hantavirus getroffene Atlantik-Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" auf Teneriffa an, die meisten der verbliebenen Passagiere sind mittlerweile von Bord. ntv-Reporter Stephan Richter schildert, wie die Evakuierung ablief und wie es für Passagiere und Schiff nun weitergeht.
Die Digitalisierung stottert - Neues Ministerium bekommt seine Stellen nicht besetzt
In dem vor einem Jahr gegründeten Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) sind nach den Angaben des Hauses immer noch mehr als 100 Stellen unbesetzt. "Zum Stichtag 30.04.2026 waren im BMDS insgesamt 109 Stellen unbesetzt", heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, über die t-online berichtete. Der Hauptgrund für die vakanten Stellen sei die "nach wie vor zu leistende Aufbauarbeit" des Ministeriums sowie "allgemein übliche Fluktuation", heißt es darin weiter. Zahlreiche Besetzungen von Planstellen seien "aktuell noch im Zulauf". Demnach fehlt in allen Abteilungen des Ministeriums bislang noch Personal.
Konkret unbesetzt sind 36 Stellen in der zentralen Verwaltungseinheit, 22 Stellen in der Hausleitung, 20 Stellen in der Abteilung für Staatsmodernisierung und Bürokratierückbau, 13 in der Abteilung Digitalpolitik und Wirtschaft, 9 in der Abteilung für Kommunikation und Strategie, 6 in der Abteilung Deutschland-Stack sowie 3 Stellen in der Abteilung Digitale Infrastrukturen. Der Deutschland-Stack ist ein Großprojekt des Ministeriums zur Digitalisierung der Verwaltung. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bezifferte die aktuelle Zahl der Mitarbeiter seines Ministeriums am Donnerstag im Bundestag auf 550.
Ein Jahr nach der Gründung versprach er spürbare Fortschritte bei der Digitalisierung der Verwaltung und dem Bürokratieabbau. "Wir bauen nicht nur ein Ministerium, wir arbeiten an einem Staat, der besser liefert", sagte Wildberger. Der Auftrag sei, "dieses Land wieder handlungsfähiger zu machen".
Immobilienpreis auf Nordseeinseln purzelt - Quadratmeter auf Sylt kostet "nur" 12.557 Euro
"Ich will zurück nach Westerland" singen die Ärzte in ihrem Klassiker aus dem Jahr 1988. Als Ausflugsziel ist der Ort auf Sylt sicherlich für zahlreiche Menschen erschwinglich, als Wohnort hingegen kaum. Die Sehnsuchtsinsel vieler Deutscher ist einer der teuersten Flecken Deutschlands. Aber, die Preise für Immobilien sinken auch dort.
Ein Schnäppchen sind die Nordfriesischen Inseln auch weiterhin nicht. Im ersten Quartal muss man auf Sylt, Föhr, Amrum und Pellworm im Schnitt 9922 Euro pro Quadratmeter berappen. Das sind allerdings knapp 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie es im Küstenreport der Maklerfirma Von Poll Immobilien heißt. Dabei sind die Unterschiede der Inseln teils erheblich. So liegt der Preis pro Quadratmeter auf besagtem Sylt mit im Schnitt 12.557 Euro deutlich höher. Allerdings sinken auch dort die Preise, aber nur um etwa 1,5 Prozent.
Wer Nordseeromantik genießen, es aber günstiger haben möchte, der ist vielleicht auf den ostfriesischen Inseln erfolgreich. Auf Juist, Langeoog oder Norderney werden im Schnitt 8294 Euro pro Quadratmeter fällig - und damit 5,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf dem Festland sind die Preise im Vergleich dazu ja geradezu günstig: Im Kreis Nordfriesland - dort befindet sich unter anderem das beliebte Sankt Peter-Ording - gibt es ein Haus für durchschnittlich knapp 2500 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten war es dem Report zufolge mit etwa 1900 Euro pro Quadratmeter im Landkreis Wesermarsch und in Bremerhaven.
Rückkehr nach Hantavirus-Ausbruch – und was heute sonst noch wichtig wird
Liebe Leserinnen und Leser,
nach dem vielerorts sonnigen Wochenende, fällt der Wochenstart gleich deutlich weniger freundlich aus. Gerade mit Blick auf den bevorstehenden Feiertag am Donnerstag, heißt es für viele Menschen: Jacken anziehen, Schirm nicht vergessen.
Abgesehen vom Wetter, hält der Wochenbeginn auch politisch wenig Erfreuliches bereit. Wie in der Nacht berichtet, stecken mögliche Verhandlungen über ein Kriegsende zwischen den USA und dem Iran weiterhin in einer Sackgasse. US-Präsident Donald Trump hat ein Angebot des Irans als "völlig inakzeptabel" zurückgewiesen. Alle tagesaktuellen Entwicklungen können Sie in unserem Iran-Ticker verfolgen.
Um 9 Uhr beginnt in der Türkei ein weiterer Prozess gegen den ehemaligen Istanbuler Bürgermeister Ekrem Imamoglu, der aussichtsreichster Gegner des amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ist. Neben dem Oppositionspolitiker sind drei weitere Menschen angeklagt. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft wirft ihnen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu "politische Spionage" vor. Viele Experten gehen davon aus, dass Erdogan stattdessen seinen wichtigsten Kontrahenten kaltstellen will.
Das wird sonst noch wichtig:
Die Außenministerinnen und Außenminister der EU-Staaten wollen bei einem Treffen in Brüssel weitere Sanktionen gegen russische Verantwortliche für die Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder verhängen.
Nach seinem Amtsantritt am 1. Mai wird dem neuen grünen Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause in der Eröffnungssitzung des Stadtrats die goldene Amtskette überreicht.
Schwedens Königin Silvia nimmt an einer Veranstaltung zum Thema Kinderschutz in Berlin teil.
Die Kollegen von "Deutschland am Morgen" befassen sich in ihrer Sendung heute mit folgenden Themen:
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sind vier deutsche Passagiere nach Deutschland gebracht worden. In Frankfurt am Main sollen sie untersucht und dann weiterverteilt werden. Unterdessen gibt es einen weiteren Verdachtsfall. Der Mann war ebenfalls Passagier auf der "Hondius" und ist auf einer kleinen Insel im Atlantik von Bord gegangen. Jetzt zeigt er Symptome, und um ihm zu helfen, hat Großbritannien Fallschirmjäger und Mediziner per Flugzeug abgesetzt.
Im "Frühstart" von RTL und ntv ist heute Morgen Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zu Gast bei Reporter Philipp Scupin.
Im Netz sorgt aktuell ein Selfie von Bundeskanzler Merz mit einer AfD-Sympathisantin für Aufsehen. Doch die junge Frau ist KI-generiert und steht exemplarisch für ein größeres Problem. Andreas Greuel, Leiter Verifizierungsteam RTL und ntv, ist zu Gast bei "Deutschland am Morgen".
Für die ICE und Intercity-Züge der Deutschen Bahn gibt es seit dem Wochenende "Last-Minute"-Tickets zu kaufen. Sie können immer samstags und sonntags für Fahrten in der jeweils folgenden Woche gebucht werden. Die günstigsten Tickets gibt es bereits ab wenigen Euro.
Im Frühling steigen wieder mehr Menschen aufs Rad um. Zeit also für ein kleines Quiz: Darf man nebeneinander fahren, den Radweg einfach links liegen lassen oder nach fünf Bier noch aufs Rad steigen? Die größten Irrtümer auf deutschen Straßen - und was im Zweifel sogar Geld kostet.
Bei Militärübung verschwunden - Toter US-Soldat vor Marokko gefunden
In Marokko ist die Leiche eines bei einer internationalen Militärübung verschwundenen US-Soldaten gefunden worden. Der Tote sei bereits am Samstag aus dem Meer geborgen worden, teilte die marokkanische Armee mit. Bei dem Militärmanöver "African Lion 2026" ("Afrikanischer Löwe 2026") im Süden des Landes waren Anfang Mai zwei US-Soldaten als vermisst gemeldet worden. Sie waren den Angaben zufolge in der Nähe einer Steilküste am Atlantik verschwunden.
Daraufhin wurde eine massive Suchaktion gestartet. Die US-Armee, marokkanische Streitkräfte und verbündete Truppen suchten im Übungsgebiet Cap Draa zu Land, zu Wasser und in der Luft nach den beiden Vermissten. Zehn Flugzeuge, Taucher sowie ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug waren an der Suche beteiligt. Die Leiche des US-Soldaten wurde in ein Militärkrankenhaus gebracht, wie die marokkanische Armee mitteilte. Von dort soll sie in die Heimat des Toten überführt werden. Die Suche nach dem zweiten Soldaten dauert weiter an. Ein US-Militärsprecher teilte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend mit, dass die Soldaten möglicherweise ins Meer gestürzt seien. Es handele sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Unfall - einen terroristischen Hintergrund schloss er aus.
Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, dass die Vermissten vermutlich wandern gingen, nachdem die Übungen beendet waren. Das Militärmanöver "African Lion 2026" hatte Ende April in der südmarokkanischen Stadt Agadir begonnen. An der Übung nahmen fast 5000 Militärangehörige aus mehr als 40 Ländern teil.