Freitag, 05. Juni 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Freitag, der 5. Juni 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

in Berlin fängt gleich der große Regen an, also verabschiede ich mich lieber schnell und fahre zügig nach Hause. Aber zuvor stelle ich Ihnen natürlich noch die meistgelesenen Artikel des Tages vor:

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende! Tschüs!

21:48 Uhr

Philipp Plein muss 177.000 Euro an Ferrari zahlen - hat aber eine bessere Idee

Seit einiger Zeit hat Designer Philipp Plein Stress mit dem Luxusauto-Hersteller Ferrari. Stein des Anstoßes waren einige Bilder für eine Mode-Kampagne, auf denen Plein mit leicht bekleideten Damen vor seinem Ferrari posierte. Nun wurde der Designer von einem Gericht zu einer Zahlung von 200.000 Dollar (rund 176.800 Euro) an Ferrari verdonnert. Plein will dieses Urteil aber nicht akzeptieren und macht einen Gegenvorschlag.

Plein veröffentlichte auf Instagram ein Schreiben, das sein Anwalt an Ferrari geschickt hat. Plein sei der Ansicht, dass es gerade in diesen "sehr tragischen" Zeiten völlig unangemessen sei, sich um einige "Bilder von einem Auto und Mode" zu streiten, heißt es im Brief. Deshalb unterbreite Plein den Vorschlag, die 200.000 Dollar im Namen von Ferrari an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Unter Pleins Vorschlägen ist unter anderem auch der "Gianna Floyd Fund", der für die hinterbliebene Tochter des verstorbenen US-Amerikaners George Floyd Geld sammelt. Im Gegenzug soll Ferrari alle Forderungen fallen lassen.

Am Ende verspricht der Designer: "Selbst wenn Ferrari meinen Vorschlag nicht annimmt, werde ich spenden, um zu helfen."

*Datenschutz

20:54 Uhr

Pilot verfehlt Ziel um 500 Kilometer

Ein Hobby-Pilot aus Baden-Württemberg hat bei einem Rundflug die Orientierung verloren - und ist rund 500 Kilometer entfernt in Prag gelandet.

  • Der 79-Jährige sei am 26. Mai völlig unangekündigt kurz vor Sonnenuntergang auf dem Prager Verkehrsflughafen gelandet - noch dazu auf einer Landebahn, die wegen Wartungsarbeiten gesperrt war, sagte Josef Bejdak von der tschechischen Stelle für Flugunfalluntersuchung.
  • Auf Funksprüche und rote Lichtsignale habe er nicht reagiert. "Er ist gelandet, weil ihm der Treibstoff ausging", sagte Bejdak. Der Mann habe nicht einmal seinen Pilotenschein dabei gehabt.
  • Die Odyssee des Fliegers begann drei Stunden zuvor in Rottweil, etwa 90 Kilometer südlich von Stuttgart. Der Pilot flog entlang der Donau und überquerte den Böhmerwald, ohne es nach späteren Aussagen zu merken.
  • In Prag angekommen, drang er in den Kontrollraum des Flughafens ein. "Bei vollem Betrieb auf dem Flughafen wäre das ein großes Problem gewesen", betonte Bejdak. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie waren die meisten Flüge abgesagt worden.
20:41 Uhr

Trump zieht 9500 US-Soldaten aus Deutschland ab

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben aus seiner Regierung den zügigen Abzug von Tausenden US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Von den derzeit in Deutschland dauerhaft stationierten 34.500 US-Militärs würden bis September 9500 abgezogen, sagte der Regierungsvertreter in Washington. Ein Teil von ihnen werde nach Polen und in andere Staaten von Verbündeten verlegt, ein anderes Teil kehre in die USA zurück.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:08 Uhr

Vermisster René: Ermittler prüfen Verbindung zum Fall Maddie

Im Fall des vor 13 Jahren verschwundenen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann prüfen die Ermittler einem Medienbericht zufolge einen Zusammenhang zum Verschwinden eines deutschen Jungen in Porutgal 1996.

  • Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, geht die Polizei Hinweisen nach, wonach der heute 43-jährige deutsche Tatverdächtige auch für die Entführung des damals sechsjährigen René Hasee in einem portugiesischen Badeort verantwortlich sein könnte.
  • Der sechsjährige René aus Elsdorf bei Bergheim war im Jahr 1996 an einem Strand an der portugiesischen Algarve verschwunden, als seine Mutter und ihr Lebensgefährte ihn kurz aus den Augen gelassen hatten.
  • B. soll zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve gelebt haben.
19:28 Uhr

Platz vor dem Weißen Haus heißt jetzt "Black Lives Matter Plaza"

Die Bürgermeisterin Washingtons, Muriel Bowser, hat eine Straße vor dem Weißen Haus in "Black Lives Matter Plaza" umbenannt. Zuvor ließ die Stadtverwaltung die Worte in riesigen gelben Lettern auf die 16th Street malen.

Das neue Schild "Black Lives Matter Plz" befindet sich ebenfalls in der 16th Street vor der historischen St. Johns-Kirche. Am Montagabend feuerten Sicherheitskräfte Tränengas auf weitgehend friedliche Demonstranten, um für Präsident Trump den Weg zur Kirche frei zu machen. Dort posierte er dann mit einer Bibel in der Hand für Fotos.

"Diese Woche gab es einen Streit darüber, wessen Straße es ist. Und Bürgermeisterin Bowser wollte deutlich machen, wessen Straße es ist, und die friedlichen Demonstranten ehren, die sich am Montagabend hier versammelt haben", sagte John Falcicchio, der Stabschef der Bürgermeisterin.

 

18:48 Uhr

Trump ruft wieder zum Einsatz der Nationalgarde auf

US-Präsident Donald Trump hat erneut den Einsatz der Nationalgarde gegen die landesweiten Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd ins Spiel gebracht. Er habe dies einigen Gouverneuren nahegelegt, die zu stolz seien. "Seid nicht stolz. Erledigt den Job. Am Ende werdet ihr viel besser dastehen", sagte Trump am Freitag in Washington. "Ruft nach der Nationalgarde. Ruft mich an. (...) Ihr müsst die Straßen beherrschen. Ihr könnt nicht zulassen, was passiert."

Der Tod Floyds hat in zahlreichen US-Städten und in anderen Ländern Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt über den aktuellen Fall hinaus ausgelöst. Unter die Demonstranten in den USA mischten sich auch gewaltbereite Randalierer und Plünderer.

18:21 Uhr

IAEA: Iran hat fast acht Mal mehr angereichertes Uran als erlaubt

Die Bestände des Iran an angereichertem Uran sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fast acht Mal so hoch wie durch das Internationale Atomabkommen von 2015 erlaubt. In einem Bericht über die nuklearen Aktivitäten des Iran teilte die IAEA mit, statt der zulässigen Menge von 202,8 Kilogramm habe der Iran am 20. Mai 1571,6 Kilogramm angereichertes Uran besessen. Dies hätten Inspekteure der IAEA ermittelt.

17:36 Uhr

Straße bricht plötzlich ein - Auto verschwindet fast in Loch

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Verletzt wurde zum Glück niemand.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mitten im Zentrum von Lettlands Hauptstadt Riga ist ein Auto wegen eines Rohrbruchs in eine Straße eingebrochen. Das Fahrzeug kippte vornüber in ein metergroßes Loch, das sich plötzlich auf der gepflasterten Straßendecke aufgetan hatte.

Die Autofahrerin rettete sich mit Hilfe von Passanten unverletzt aus ihrem Fahrzeug, das binnen weniger Sekunden eingebrochen war und von einem Kran geborgen werden musste.

Die Behörden teilten mit, an einer Warmwasserleitung sei während Hydrauliktests an dem über 50 Jahre alten Heizungsnetz ein Schaden aufgetreten. Dadurch sei die Straße unterspült worden.

17:09 Uhr
16:56 Uhr

Gewerkschaft: Keine NRW-Polizisten mehr nach Berlin schicken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen hat den dortigen Innenminister Herbert Reul aufgefordert, keine Polizisten mehr zu Großeinsätzen nach Berlin zu schicken. Hintergrund ist ein umstrittenes Antidiskriminierungsgesetz, das am Donnerstag vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen wurde. Die CDU im Düsseldorfer Landtag will das Thema in den Innenausschuss bringen.

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Alle wollen nach Berlin, nur die NRW-Polizisten nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Die GdP NRW interpretiert das Gesetz laut einer Mitteilung so, dass Polizisten bei Einsätzen, von denen Menschen mit Migrationshintergrund betroffen sind, nachweisen müssten, dass ihr Einschreiten in keinem Zusammenhang mit der Herkunft der Täter stehe.
  • Der GdP-NRW-Vizechef Michael Maatz sagte dazu: "Für die Polizisten sind alle Menschen gleich. Das gehört zur DNA der Polizei. Aber wenn wir verhindern wollen, dass kriminelle Familienclans ganze Stadtteile terrorisieren und Drogenhändler ungestört ihren Geschäfte nachgehen können, muss die Polizei verdächtige Personen unabhängig von ihrer Herkunft überprüfen können." Das sei durch das neue Gesetz "so nicht mehr möglich."´
  • "Polizisten, die gegen Tatverdächtige vorgehen, laufen unmittelbar Gefahr, dass ihr Vorgehen als rechtswidrig eingestuft wird, obwohl sie sich absolut korrekt verhalten haben. Dieser Vorwurf kann auch Beamte aus NRW betreffen, wenn sie dort eingesetzt werden. Deshalb können wir dort keine Polizisten mehr hinschicken", so Maatz.
16:18 Uhr

Polizei löst Demo vor US-Konsulat in Hamburg auf

Die Polizei in Hamburg hat eine Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt aufgelöst. Statt der angekündigten 250 Teilnehmer seien am Nachmittag etwa 1500 Menschen zum US-Konsulat am Alsterufer gekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Trotz Durchsagen der Beamten verstießen die Menschen gegen die coronabedingten Auflagen wie Abstandhalten und das Tragen eines Mund/Nasen-Schutzes. Nach nur einer halben Stunde wurde die Versammlung von der Polizei für beendet erklärt.

15:38 Uhr

Pakistanisches Paar schlägt achtjährige Babysitterin tot

In Pakistan hat ein Ehepaar sein Hausmädchen totgeschlagen. Besonders entsetzlich: Die "Angestellte" war nur acht Jahre alt.

  • Die junge Babysitterin wurde von einem Ehepaar geschlagen, wenige Tage später starb sie an ihren schweren Verletzungen in einem Krankenhaus. Eine Autopsie ergab, dass es mehrfach in den Bauch getreten und geschlagen wurde.
  • Nach Polizeiangaben hatte das Ehepaar die Achtjährige geschlagen, nachdem die Papageien der Familie entflogen waren. Die Babysitterin habe sie füttern wollen und den Käfig geöffnet, erklärte ein Polizist.
  • Der Tod des Mädchens löste in Pakistan erneut eine Debatte über die Beschäftigung von Kindern als Hausangestellte aus. Die Praxis ist in dem südasiatischen Land zwar verboten, aber viele setzen sich darüber hinweg.
15:01 Uhr

Polizist soll interne Infos an AfD-Chatgruppe verraten haben

Ein Berliner Polizist steht einem Medienbericht zufolge im Verdacht, interne Informationen zum islamistischen Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz an Parteifreunde von der AfD verraten zu haben.

  • Nach dem Bericht des ARD-Politikmagazins "Kontraste" und des NDR wird gegen den Polizeihauptkommissar wegen des Verdachts auf Verrat von Dienstgeheimnissen ermittelt.
  • Demnach soll der Polizist Mitglied der AfD sein und in einer Chatgruppe anderen AfD-Mitgliedern interne Informationen der Polizei zu dem Terroranschlag im Dezember 2016 mitgeteilt haben.
  • Zu der Chatgruppe mit zwölf Mitgliedern soll nach dem Medienbericht auch ein Mann gehört haben, der inzwischen unter Verdacht steht, an einer langen Serie von rechtsextremistischen Bedrohungen und einigen Brandanschlägen in Berlin-Neukölln beteiligt gewesen zu sein.
14:42 Uhr
Breaking News

Arbeitslosigkeit in den USA im Mai auf 13,3 Prozent gesunken

Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Mai trotz der Coronavirus-Pandemie leicht auf 13,3 Prozent gesunken. Im April hatte die Quote noch bei 14,7 Prozent gelegen, wie die US-Regierung mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sei um 2,5 Millionen angestiegen, hieß es.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:38 Uhr

Glamrock-Star Steve Priest ist tot

Steve Priest, der Mitbegründer und Bassist der Glamrock-Band The Sweet, ist tot. Er starb im Alter von 72 Jahren.

"Ich bin erschüttert, Steve Priest ist gestorben", schrieb sein ehemaliger Bandkollege Andy Scott auf der offiziellen Facebook-Seite von The Sweet. Priest hinterlässt seine Frau, drei Töchter und drei Enkelkinder.

Der Bassist, der am 23. Februar 1948 in London geboren wurde, lebte zuletzt in Los Angeles.Unter dem Namen Steve Priest & The Sweet tourte er durch die USA. In den 70er Jahren wurde The Sweet mit Hits wie "The Ballroom Blitz", "Teenage Rampage", "Blockbuster" und "Fox On The Run" und mit extravaganten Bühnenoutfits weltberühmt.

14:14 Uhr

Schichtwechsel

Hedviga Nyarsik verabschiedet sich ins Wochenende, doch der "Tag" geht natürlich weiter. Ab jetzt mit mir, Uladzimir Zhyhachou. Ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt und wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag!

13:54 Uhr

"Widerwärtiges Luder": ÖVP-Politiker beleidigt Aktivistin sexistisch

Eine sexistische Aussage des stellvertretenden Ministerpräsidenten in Tirol, Josef Geisler, sorgt in Österreich für viel Wirbel. Der konservative ÖVP-Politiker bezeichnete eine WWF-Aktivistin bei einem gemeinsamen Termin als "widerwärtiges Luder". Der Vorfall ereignete sich in Innsbruck bei der Übergabe einer Petition gegen ein Wasserkraftwerk. Die Aktivistin appellierte dabei an Geisler, auf einen guten Zustand der Flüsse zu achten. Geisler unterbrach sie daraufhin und wandte sich mit folgenden Worten an die stellvertretende Landeschefin Ingrid Felipe, die direkt neben ihm stand: "Siehst, die lässt mich gar nicht reinreden. Widerwärtiges Luder."

 

Nachdem Video-Aufnahmen von dem Vorfall vielfach in sozialen Medien geteilt worden waren, entschuldigte sich Geisler schriftlich bei der Frau. "Ich hoffe, dass die Entschuldigungen für mein Fehlverhalten angenommen werden", so Geisler.

13:23 Uhr

Lebensmittel sollen günstiger werden

Die Corona-Krise ist auch beim Einkaufen deutlich zu spüren. Viele Produkte sind teurer als noch vor wenigen Monaten. Doch das soll sich bald ändern. Lebensmittelketten und Discounter kündigten an, die steuerlichen Vorteile durch die geplante Senkung der Mehrwertsteuer an die Verbraucher weiterzugeben. "In der aktuellen Situation kommt es mehr denn je darauf an, die Verbraucher zu entlasten und das Konsumklima in Deutschland zu stärken", teilte Edeka mit. Auch die Edeka-Tochter Netto will von Juli an "viele unserer Produkte deutlich im Preis senken und so alle unsere Kundinnen und Kunden an der Mehrwertsteuersenkung ganz direkt teilhaben lassen".

12:46 Uhr

Nach brutalem Tod einer trächtigen Elefantin: Mann festgenommen

Das tragische Schicksal einer trächtigen Elefantendame in Indien ging um die Welt: Ein Unbekannter hatte dem Tier eine mit Böllern gefüllte Ananas zu fressen gegeben. Die Frucht explodierte in dem Maul der werdenden Elefantenmama. Danach irrte sie noch tagelang herum und verhungerte schließlich mit dem ungeborenen Jungen vergangene Woche, weil es wegen der schweren Verletzungen nicht mehr fressen konnte. Nun hat die indische Polizei einen Verdächtigen festgenommen, ohne weitere Details zu ihm zu nennen. Es soll allerdings noch weitere Verdächtige geben.

Bilder, wie die Elefantin in einem Fluss stand und Maul und Rüssel unter Wasser hielt - wohl um die Schmerzen erträglicher zu machen - wurden oft auf den sozialen Netzwerken in Indien geteilt. Tausende forderten seitdem eine Bestrafung der oder des Verantwortlichen sowie strengere Tierschutzgesetze.

12:32 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:13 Uhr

Der heißeste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Gefährlicher Rekord: Dieses Jahr war der Monat Mai so heiß wie noch nie seit Beginn der weltweiten Wetteraufzeichnungen. Die globale Durchschnittstemperatur im Mai 2020 habe 0,63 Grad über der Mai-Durchschnittstemperatur in den Jahren 1981 bis 2010 gelegen, teilte der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels mit. Der größte Ausreißer nach oben wurde in Sibirien festgestellt. Hier lagen die Mai-Temperaturen laut Copernicus fast zehn Grad über dem Durchschnitt. Die Eisschmelze bei den Flüssen Ob und Jenissei im Nordwesten der russischen Region habe noch nie so früh begonnen wie dieses Jahr.

Im Zuge des durch Treibhausgase verursachten Klimawandels ist die globale Durchschnittstemperatur seit Beginn des industriellen Zeitalters bereits um mehr als ein Grad gestiegen. Das mag wenig klingen, hat aber immense Auswirkungen: Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen.

11:43 Uhr

Nach "Tiger King": Jeff Lowe soll eigene Reality Show bekommen

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Hauptsache protzig: Jeff Lowe liebt teure Autos und exotische Tiere.

(Foto: picture alliance/dpa)


In der Netflix-Kultdoku "Tiger King" kam Jeff Lowe eher zwielichtig und wenig vertrauenswürdig rüber. Nun soll der Raubkatzen-Liebhaber seine eigene Fernsehsendung bekommen. Das behauptete Lowe zumindest dem US-Magazin "People" gegenüber. Darin soll es um seinen Privatzoo gehen, den er mit seiner Frau Lauren führt. Außerdem könnten "Tiger King"-Fans neue Details über das Verhältnis zwischen ihm und "Joe Exotic" erfahren, dem eigentlichen Star der True-Crime-Serie. "Es wird unsere Erzählung über den Tiger King sein, mit Beweisen, die unsere Sicht auf die Geschichte untermauern", kündigte Lowe an. Wir können also gespannt sein. Ob und wann die Reality Show kommt, bleibt abzuwarten.

11:12 Uhr

Bis zu drei Jahre Haft für Verbrennen von EU-Flaggen

Wer öffentlich die Flagge der Europäischen Union oder die Flagge eines ausländischen Staates verbrennt, muss künftig mit drastischen Folgen rechnen: Bis zu drei Jahre Gefängnis stehen dafür an. Der Bundesrat hat eine entsprechende Gesetzesänderung verabschiedet. Eine Geld- oder Freiheitsstrafe drohte bislang nur demjenigen, der die staatlichen Symbole der Bundesrepublik Deutschland verunglimpft. Auslöser war die Zerstörung von EU-Flaggen bei rechten Protestkundgebungen.

Kritik an dem Vorstoß kam vor allem von der AfD. Sie stellte die Europäischen Union in der Debatte im Bundestag als ein Bürokratiemonster dar, das die Macht der nationalen Parlamente beschneidet.

10:42 Uhr

Carolin Kebekus zeigte "Brennpunkt" über Rassismus

Der qualvolle Tod von George Floyd durch Polizeigewalt schockiert viele Menschen - auch in Deutschland. Weil die ARD allerdings bislang keinen Brennpunkt zu diesem Thema ausgestrahlt hat, stellte Komikerin Carolin Kebekus in ihrer Show für einen Moment den Humor zurück und sendete einen eigenen Beitrag. Und überließ dafür das Pult der Musikerin und Publizistin Shary Reeves. Sie stellte gleich zu Beginn klar: "Rassismus tötet auch in Deutschland."

Anschließend berichteten zahlreiche deutsche Prominente und Politiker von ihren Erfahrungen mit Alltagsrasissmus - darunter Rapper Denyo (Beginner), die Politiker Aminata Touré und Karamba Diaby, Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela und die Moderatoren Mo Asumang und Aurel Mertz. Ihre Schilderungen, die unter die Haut gehen, dauerten exakt 8 Minuten und 46 Sekunden. So lang, wie der amerikanische Polizist auf George Floyd gekniet hat.

10:00 Uhr

US-Polizisten stoßen Mann zu Boden - und lassen ihn blutend liegen

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd gehen derzeit Tausende Amerikaner auf die Straße, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu demonstrieren. In solch aufgeheizten Zeiten würde man meinen, dass die US-Polizei besonders behutsam mit Zivilisten umgeht - vor allem, wenn sie keine Gefahr darstellen. Doch nun ist ein schockierendes Video aufgetaucht, das genau das Gegenteil zeigt: Es ist zu sehen, wie zwei US-Polizisten bei einer Kundgebung in der Stadt Buffalo einen älteren Demonstranten scheinbar grundlos heftig stoßen. Dieser stürzt zu Boden und bleibt anschließend regungslos liegen. Blut strömt aus seinem Ohr. Anstatt ihm zu helfen, drehen sich die Beamten unbeteiligt weg.

Mittlerweile seinen die zwei Polizisten suspendiert worden, twitterte Bürgermeister Byron W. Brown. Der 75-jährige Demonstrant sei in einem ernsten, aber stabilen Zustand. Der Polizeichef der Stadt im Bundesstaat New York habe eine interne Untersuchung angeordnet.

"Dieser Vorfall ist völlig ungerechtfertigt und äußerst beschämend", sagte auch Gouverneur Andrew Cuomo. Polizisten müssten das Gesetz vollstrecken, nicht missbrauchen.

09:15 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:59 Uhr

Twitter sperrt Trumps Video zu George Floyd

Der Streit zwischen Twitter und US-Präsident Trump geht in die nächste Runde: Der Kurznachrichtendienst hat das Video von Trump zum Gedenken an den Tod des Afroamerikaners George Floyd deaktiviert. Twitter begründete den Schritt mit Urheberrechtsbeschwerden, die eingereicht worden seien.

Das fast vierminütige Video war von Mitarbeitern des US-Präsidenten auf Youtube hochgeladen und am 3. Juni bei Twitter von dem Account Team Trump veröffentlicht worden. Auf Youtube kann das Video nach wie vor abgerufen werden.

Seit Tagen liefern sich Twitter und Trump einen Schlagabtausch. Inzwischen hat der US-Präsident eine Verordnung unterzeichnet, die gewisse Schutzmechanismen für Online-Plattformen außer Kraft setzen könnte.

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08:31 Uhr

Diesen Sommer könnte es mehr Badetote geben

Geschlossene Schwimmbäder, ausgefallene Schwimmkurse: Die Corona-Pandemie hat Kindern und Erwachsenen, die schwimmen lernen wollen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch der Sommer steht vor der Tür und viele wollen es sich dennoch nicht nehmen lassen, ins kühle Nass zu springen. Das kann allerdings fatale Folgen haben, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Sie befürchtet für diesen Sommer mehr Badetote als in den vergangenen Jahren. "Insgesamt haben wir Angst davor, dass die Schwimmfertigkeit noch weiter nachlässt", sagte ein Sprecher. Jeder zweite Drittklässler könne nicht sicher schwimmen.

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"Schwimmen ist eine Lebensversicherung und ein hohes Kulturgut", sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese.

(Foto: picture alliance/dpa)

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07:59 Uhr

Angreifer ersticht drei Menschen in chinesischem Supermarkt

Messerangriffe sind in China leider keine Seltenheit. Erst gestern attackierte ein 50-jähriger Wachmann Kinder und Lehrer in einer Grundschule im Süden des Landes. Heute folgte bereits der nächste traurige Fall: Ein Angreifer erstach in einem Supermarkt drei Menschen und verletzte sieben weitere. Der mutmaßliche Täter sei kurz nach dem Angriff in der südöstlichen Provinz Fujian festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Die Verwundeten wurden den Angaben zufolge ins Krankenhaus gebracht und befinden sich nicht in Lebensgefahr.

07:24 Uhr

Schafskälte hat Deutschland fest im Griff


Nach dem andauernden Hochdruckeinfluss haben inzwischen definitiv die Tiefdruckgebiete das Ruder in die Hand genommen. Und so lenkt Tief "Juliane" mit Zentrum über der Nordsee heute feuchte und recht kühle Atlantikluft nach Deutschland. Im Süden mischt zudem noch Tief "Katharina" mit. Kurzum: Die Schafskälte hat uns in diesen Tagen voll im Griff.

Dementsprechend lassen die Schauer am Vormittag in der Osthälfte auch nur zwischenzeitlich nach, und es gibt einige sonnige Abschnitte. Aus Westen folgen derweil schon rasch neue, teils kräftige Regengüsse und Gewitter mit Gefahr von Sturmböen. Auch das Tornadorisiko ist erhöht. Die Temperaturen erreichen nur noch zwischen 12 Grad in der Eifel und 19 Grad in Berlin und Brandenburg.

Die weiteren Aussichten: Am Wochenende bleibt es wechselhaft und unterkühlt, bevor sich im Laufe der kommenden Woche der Sommer erneut in Stellung bringt. Mehr dazu und zu den teilweise ziemlich ordentlichen Regenmengen lesen Sie hier.

Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein entspanntes Wochenende.

Ihr Björn Alexander

07:03 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

es ist der Albtraum aller Eltern: Ein Kind verschwindet spurlos. Seit 13 Jahren quält die Eltern von Madeleine "Maddie" McCann die Frage, was mit ihrer Tochter geschehen ist. Nun sind die Ermittler der Lösung des Falls einen Schritt näher gekommen. Ein 43-jähriger Deutscher steht im Verdacht, das Kind ermordet zu haben. Der Mann hat viele Jahre in Portugal gelebt und sitzt in Kiel hinter Gittern. Aber: Noch gibt es weder Zeugen noch eine Leiche.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Folgende Themen werden heute außerdem wichtig:

  • Corona-Hilfen: Der Bundesrat will weitere Hilfen für Familien und die Gastronomie in der Corona-Krise beschließen. Außerdem steht die geplante Rentenerhöhung auf der Tagesordnung. Wenn die Länderkammer ihr Ok gibt, steigen die Altersbezüge ab Juli in Westdeutschland um 3,45 Prozent und in Ostdeutschland um 4,2 Prozent.
  • Trauerfeier für George Floyd: "Alle wollen Gerechtigkeit" - Familie, Freunde und Vertreter der Politik haben mit einer emotionalen Trauerfeier im US-Bundesstaat Minnesota Abschied von George Floyd genommen. Derweil gingen im ganzen Land erneut Tausende Menschen auf die Straßen, um für ein Ende von Polizeigewalt, Rassismus und anhaltender Ungleichheit zu demonstrieren.
  • Lufthansa: Als hätte die Lufthansa nicht schon genug Probleme - nun verliert das Dax-Gründungsmitglied auch noch seinen Platz in der ersten deutschen Börsenliga. Ersetzt wird die Lufthansa durch den Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen.
  • Grenzöffnungen: Die EU-Innenminister beraten über weitere Lockerungen der in der Corona-Krise eingeführten Grenzkontrollen in Europa. Deutschland und andere Länder streben an, die Kontrollen an ihren Grenzen zum 15. Juni wieder aufzuheben.
  • US-Arbeitslosenzahlen: Die US-Regierung gibt die Arbeitslosenquote für den Monat Mai bekannt, die infolge der Coronavirus-Pandemie erneut deutlich angestiegen sein dürfte.

Und Fußball wird auch noch gespielt:

  • Im engen Rennen um die Champions-League-Plätze der Fußball-Bundesliga kann Borussia Mönchengladbach heute Abend vorlegen. Zum Auftakt des 30. Spieltages tritt die Mannschaft von Trainer Marco Rose beim SC Freiburg an. Mit einem Sieg könnte die Borussia zumindest vorerst an RB Leipzig vorbeiziehen und auf den dritten Tabellenplatz vorrücken.

Starten Sie gut in den Freitag - das wohlverdiente Wochenende naht. Bis dahin versorge ich Sie mit den wichtigsten Nachrichten aus aller Welt. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir gerne eine Mail an hedviga.nyarsik[at]nama.de.

06:54 Uhr

Do-it-yourself-Plombe: Briten müssen selbst Hand im Mund anlegen

Wenn die Zahnfüllung nach einem beherzten Biss auf das Karamellbonbon herausfällt, ist das unangenehm, aber kein Problem - normalerweise. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist es für Briten fast unmöglich, einen Termin beim Zahnarzt zu bekommen. Sie müssen sich mit Plomben-Sets aus dem Internet selbst behelfen.

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Der britische Zahnärzteverband befürchtet, dass durch die Schutzmaßnahmen bis zu zwei Drittel weniger Patienten behandelt werden könnten.

(Foto: picture alliance / Julian Strate)

Viele Patienten hätten sich vergeblich um Termine in Notfallpraxen bemüht, sagt Len D'Cruz vom britischen Zahnärzteverband. "Und am Ende haben sie sich dann selbst behandelt, das ist wirklich beängstigend." Das sei der Rückfall "eines reichen Landes im 21. Jahrhundert ins viktorianische Zeitalter, wo die Patienten an sich selbst rummurksten", sagt D'Cruz.

Nach zwei Monaten Lockdown dürfen Zahnarztpraxen und andere medizinische Einrichtungen in Großbritannien am kommenden Montag wieder öffnen.

06:26 Uhr

Facebook erschwert Suche nach "Boogaloo"-Gruppen

"Boogaloo"-Gruppen bereiten sich auf einen angeblich bevorstehenden US-Bürgerkrieg oder den Zusammenbruch der Zivilisation vor. Ihre Mitglieder sind meist militante Rechtsextreme, die nicht selten zu Gewalttaten aufrufen. Meist organisieren sie sich im Internet. Das will Facebook nun zumindest erschweren. Facebook werde derartige Gruppen nicht länger Mitgliedern ähnlicher Vereinigungen empfehlen, sagte eine Sprecherin des Konzerns. Mindestens zwei der drei Verdächtigen, die Gewalttaten gegen eine antirassistische Kundgebung in Las Vegas geplant haben sollen, hatten sich nach Angaben des FBI an "Boogaloo"-Gruppen auf Facebook beteiligt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht