Dienstag, 30. Juli 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Dienstag, der 30. Juli 2019

Auch einen Tag nach der tödlichen Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof ist das Tatmotiv unklar. Warum stieß ein Mann zwei Frauen und ein Kind auf die Gleise? Das wissen wir nicht. Nach Angaben der Züricher Polizei leidet der mutmaßliche Angreifer - selbst Vater von drei Kindern - an psychischen Problemen. Der 40-Jährige war in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben: Er soll am vergangenen Donnerstag eine Nachbarin mit einem Messer bedroht und eingesperrt haben und danach geflüchtet sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was heute sonst wichtig war, lesen Sie hier:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:08 Uhr

Cardi B interviewt Bernie Sanders im Nagelstudio

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Rapperin Cardi B unterstützt US-Senator Bernie Sanders im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten. Auf Instagram kündigte der Popstar ein Interview mit dem Politiker an. Zuvor hatte sie ihre Fans um ihre drängendsten Fragen an einen Kandidaten der Demokraten gebeten.

  • Ausgewählte Fragen stellte sie dem Senator anschließend in einem Interview, wie sie zu einem Foto schreibt, das Sanders und sie im Gespräch in einem Nagelstudio in Detroit zeigt.
  •  "Lasst uns zusammen eine Bewegung von jungen Leuten gründen, die dieses Land verändert", fordert die Rapperin in der Bildunterschrift, in der sie das Wahlkampfvideo ankündigt.
  • Sanders erklärte dem Sender CNN seinerseits, dass er darauf hoffe, mit dem Video mehr junge Leute zu erreichen. Demnach ging es in dem Gespräch um Themen wie den Mindestlohn, die Abschaffung der Studiengebühren und den Klimawandel.
21:40 Uhr

Mann in Weißrussland zum Tode verurteilt

Weißrussland ist der letzte Staat in Europa, der noch die Todesstrafe vollstreckt. Heute hat die Justiz der Ex-Sowjetrepublik einen Mörder zum Tode verurteilt.

  • Der 50-Jährige soll zwei Rentnerinnen getötet haben. Zu der Tat soll es Ende vergangenen Jahres gekommen sein. Der Verurteilte habe auch Geld und Wein der Frauen gestohlen, zitiert das Menschenrechtszentrum Wjasna die Angaben von Ermittlern.
  • Die EU verurteilte die Entscheidung des Bezirksgerichts. "Die Todesstrafe dient nicht als Abschreckung vor Straftaten, und Fehler können nicht mehr rückgängig gemacht werden", teilte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini mit. Die Todesstrafe sei eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Bestrafung.
  • Erst Mitte Juni hatten Menschenrechtler berichtet, dass mindestens ein Todesurteil in dem Land vollstreckt worden sei. Weißrussland tötet die Verurteilten per Genickschuss.
21:00 Uhr

Abgeordneter unterbricht Trump-Rede

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US-Präsident Donald Trump ist bei einer Ansprache zur Erinnerung an die Gründung der ersten englischen Siedlung auf dem Gebiet der heutigen USA von einem Abgeordneten mit palästinischem Migrationshintergrund unterbrochen worden.

  • Ibraheem Samirah, Abgeordneter im Parlament des Bundesstaats Virginia, hielt während der Rede Trumps in Jamestown Schilder hoch, auf denen "Schiebt Hass ab" und "Geh' zurück in Deine verdorbene Heimat" stand.
  • Der Präsident unterbrach seine Ansprache, während Samirah aus dem Saal gebracht wurde.
  • Der Auftritt des Präsidenten wurde von den schwarzen Abgeordneten des Parlaments von Virginia boykottiert. Sie begründeten dies mit Trumps "rassistischer und xenophober Rhetorik".
20:33 Uhr

Äthiopien pflanzt vier Milliarden Bäume

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Während einige Länder ihre Wälder verantwortungslos abholzen, tun andere genau das Gegenteil. Brasileins Präsident würde es eine "Umweltpsychose" nennen: In Äthiopien sollen nach Regierungsplänen bis Oktober vier Milliarden Bäume gepflanzt werden.

"Äthiopien wird immer anfälliger für Klimaschocks, Wasserstände schrumpfen und die Fruchtbarkeit des Bodens ist wegen des Mangels an Bewaldung beeinträchtigt", sagte Landwirtschaftsminister Umer Husen. Dem wolle man mit der im Mai begonnenen Pflanzinitiative begegnen.

Im Zuge der Initiative "Green Legacy" (Grünes Vermächtnis) seien allein bei einer landesweiten Aktion am Montag innerhalb von zwölf Stunden 353 Millionen Bäume gepflanzt worden, so Umer. Rund 23 Millionen Menschen hätten sich beteiligt. In jeder Gegend des Landes am Horn von Afrika wurden Bäume gepflanzt.

19:53 Uhr

So viele Kinder möchte Prinz Harry haben

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Wie viele Kinder seine Frau Meghan haben will, verriet Prinz Harry nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Herzogin Meghan hat an der kommenden September-Ausgabe der britischen "Vogue" mitgearbeitet. Auch ihr Ehemann, Prinz Harry, kommt darin zu Wort.

  • Für das Magazin interviewte er Naturschützerin und Verhaltensforscherin Jane Goodall und sprach mit ihr unter anderem über Umweltschutz und seine eigene Familienplanung.
  • Die Geburt seines Sohnes Archie habe Prinz Harrys Sicht auf die Umwelt verändert, erklärte der britische Royal gegenüber Goodall. Die Menschen seien heute so intelligent und so weit entwickelt, dass sie in der Lage sein sollten, der nächsten Generation etwas Besseres zu hinterlassen, so Prinz Harry.
  • Dies wolle er auch für seine Kinder tun - von denen er wohl "nicht zu viele" haben sollte, witzelte Goodall. Prinz Harry entgegnete ihr, dass er "maximal zwei" haben möchte.
19:17 Uhr

Unesco-Welterbe-Insel versinkt im Plastikmüll

1988 bezeichnete die Unesco die Pazifikinsel Henderson Island noch als "eine der letzten nahezu unberührten Kalksteininseln" und lobte "die außergewöhnliche Schönheit der Natur, die weißen Sandstrände, Kalksteinfelsen und die reiche und nahezu unberührte Vegetation".

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  • Dreißig Jahre später droht das Paradies, im Plastikmüll zu versinken. "Wir haben Müll von fast überall gefunden", sagte die in Australien forschende Meeresexpertin Jennifer Lavers, die im vergangenen Monat eine Expedition auf die unbewohnte Insel geleitet hatte.
  • Trotz seiner Abgeschiedenheit weist das Atoll, das inmitten eines Müllstrudels liegt, eine der höchsten Konzentrationen an Plastikmüll weltweit auf.
  • Die Forscher fanden auf der Insel, die zwischen Neuseeland und Südamerika liegt, Flaschen, Container, Fischernetze und anderen Abfall unter anderem aus Deutschland, Kanada, den USA, Chile, Argentinien und Ecuador.
18:36 Uhr

Trump: Bin die am wenigsten rassistische Person auf der Welt

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Das ist der "toleranteste" US-Präsident aller Zeiten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Donald Trump ist ja kein Rassist, aber…

  • Am Wochenende beschimpfte der US-Präsident den afroamerikanischen Abgeordneten Elijah Cummings als "brutalen Tyrannen" und beschrieb dessen Wahlkreis in Baltimore als "widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch".
  • Am Montag ließ er beleidigende Tiraden gegen den schwarzen Bürgerrechtler Al Sharpton vom Stapel, den er als "Betrüger" und "Unruhestifter" bezeichnete. "Er hasst Weiße und Polizisten", twitterte Trump.
  • Mitte Juli hatte Trump vier dunkelhäutige Politikerinnen der Demokraten attackiert, die er dazu aufrief, in ihre vermeintlichen Herkunftsländer zurückzukehren.

Vor Journalisten im Weißen Haus sagte Trump aber heute: "Ich bin die am wenigsten rassistische Person auf der ganzen Welt. Kein Präsident vor mir hat so viel für die Afroamerikaner getan." Die Arbeitslosigkeit unter schwarzen US-Bürgern sei historisch niedrig.

17:56 Uhr

Geflohene Prinzessin Haya sucht Schutz vor Ehemann in London

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Prinzessin Haya floh vor ihrem Ehemann nach Europa.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine der Frauen des Emirs von Dubai hat in Großbritannien um Schutz vor einer Zwangsehe ersucht. Die 45-jährige Prinzessin Haya von Jordanien beantragte vor einem Gericht in London eine entsprechende Anordnung zum Schutz vor ihrem Ehemann, dem 70 Jahren alten Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum. Das berichtet die britische Nachrichtenagentur PA.

  • Zudem habe Prinzessin Haya bei dem Familiengericht eine Anordnung zum Schutz vor Übergriffen durch Scheich Mohammed sowie die Vormundschaft über die gemeinsamen Kinder beantragt.
  • Scheich Mohammed ist auch Regierungschef der Vereinigten Arabischen Emirate.
  • Haya ist die Tochter des verstorbenen jordanischen Königs Hussein.
17:17 Uhr

Pilot stirbt bei Absturz von Segelflugzeug

Beim Absturz eines Segelflugzeugs in Baden-Württemberg ist der Pilot ums Leben gekommen. Der Mann stürzte bei Rickenbach nahe einem Golfklub ab. Warum, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nehmen die Ermittlungen auf. Auch die Identität des Piloten ist noch nicht geklärt.

16:55 Uhr

Mehrere Bio-Produkte wegen Glassplitter zurückgerufen

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Wenn Sie diese Produkte im Kühlschrank haben, prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum, bevor Sie sie verzehren.

Die Molkerei Söbbeke hat einige Chargen Schokopudding und Rote Grütze wegen möglicher Glassplitter zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich im Einzelfall Sicherheitsglas in den Produkten befände, teilte der Hersteller von Bio-Produkten mit. Die Warnung betrifft den Bio-Schokopudding mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 9. August und die Bio-Rote Grütze, die bis zum 16. August haltbar ist.

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Auch Alnatura-Schokopudding ist vom Rückruf betroffen.

Auch Alnatura ruft vorsorglich Schokopudding zurück. In einem Becher mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 9. August 2019 sei ein Glasstück von einem Zentimeter Länge gefunden worden, teilte Alnatura mit. Verbraucher sollten das Produkt in die Geschäfte zurückbringen.

16:25 Uhr

Mann erschießt zwei Ex-Kollegen in US-Supermarkt

In einem Supermarkt in der Stadt Southaven im US-Bundesstaat Mississippi hat ein Mann zwei Menschen erschossen. Der mutmaßliche Täter und ein Polizist wurden verletzt. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf die lokale Polizeibehörde.

Ersten Erkenntnissen zufolge waren die beiden Todesopfer Mitarbeiter des Supermarkts. Der mutmaßliche Täter hatte dort bis Montag ebenfalls gearbeitet. Weitere Details sind zunächst nicht bekannt. 

15:38 Uhr

Schäferhunde gehen auf Kindergruppe los

In Nordrhein-Westfalen sind zwei Schäferhunde auf eine Kindergruppe losgegangen. Ein neujähriges Mädchen kam mit schweren Bisswunden in ein Krankenhaus.  

  • Die Hundebesitzerin ging mit ihren Tieren im Wald in Hofolpe spazieren, als sie eine Feriengruppe bemerkte. Sie wollte die Hunde noch anleinen, jedoch stürmten sie direkt auf die Gruppe zu und griffen zwei Neunjährige an.
  • Ein Junge stürzte beim Fluchtversuch, konnte den angreifenden Hund jedoch abwehren. Daraufhin griffen beide Schäferhunde das Mädchen an.
  • Auch die Hundebesitzerin konnte ihre Tiere nicht von dem Kind zerren. Sie ließen erst von dem Mädchen ab, als ein Mann zu Hilfe kam. Ein Rettungswagen brachte das Kind in ein Krankenhaus.
15:25 Uhr
Breaking News

Angreifer von Frankfurt seit Tagen gesucht

Der mutmaßliche Täter von Frankfurt wurde seit dem vergangenen Donnerstag von der Schweizer Polizei gesucht. Der Mann habe seine Nachbarin mit einem Messer bedroht, eingesperrt und sei dann geflohen. Daraufhin sei er in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben gewesen, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann in Berlin.

Vorher galt der Eritreer allerdings als gut integriert. Der 40-Jährige lebte zuletzt im Kanton Zürich in der Schweiz, er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. 2006 reiste er unerlaubt in die Schweiz ein und bekam 2008 Asyl.

Der Eritreer ging einer festen Arbeit nach und galt als Beispiel für gelungene Integration, sagte Romann weiter.

Mehr dazu lesen Sie hier.

14:49 Uhr

Eritreer in der Schweiz sind wütend auf Bahnsteig-Angreifer

Nachdem ein im Kanton Zürich gemeldeter Eritreer gestern einen Jungen und dessen Mutter vor einen einfahrenden Zug am Frankfurter Hauptbahnhof gestoßen hat, zeigt sich die eritreische Gemeinschaft in der Schweiz schockiert. Die Menschen seien zutiefst bestürzt, sagte Yonas Gebrehiwet, Mediensprecher des Eritreischen Medienbund Schweiz der Zeitung "Blick".

Dass ein Kind gestorben ist, sei einfach schrecklich. Die Gemeinschaft fürchte nun die Reaktionen aus der Schweizer Gesellschaft: "Wir haben Angst, dass das Geschehene gegen uns eingesetzt wird", sagte Gebrehiwet weiter. "So etwas wird benutzt, um Angst und Hass zu verbreiten. Es wird dadurch wieder Öl ins Feuer gegossen."

Die Eritreer in der Schweiz seien wütend auf den Mann, sagte der Sprecher. "Die Leute haben einen Hass auf den Täter. Er zieht eine ganze Nation in den Dreck", sagt Gebrehiwet. Er ist erschüttert: "Wir selbst setzten uns für eine gerechtere Gesellschaft ein und dann passiert so etwas", sagte Gebrehiwet zu "Blick".

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag! Meine Kollegin Vivian Kübler genießt bereits ihren Feierabend, ich dagegen fange jetzt erst an. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus der ganzen Welt.

14:20 Uhr

Berliner Polizei gesteht Fehler bei Amri-Anschlag ein

Zweieinhalb Jahre nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz hat die Berliner Polizei Fehler zugegeben. Die Nachbereitung zu dem Attentat habe "Defizite offenbart", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik in Berlin. Besonders bei der Betreuung von Angehörigen gebe es "Optimierungsbedarf", hieß es. Nach dem Attentat vom 19. Dezember 2016 hatte es viel Kritik am Umgang mit Angehörigen und Opfern gegeben.

Der Leiter der Arbeitsgruppe von 132 Polizisten, Siegfried-Peter Wulff, sagte, "dass alle staatlichen Stellen zu dem Thema nicht ausreichend vorbereitet waren". Probeweise wurde inzwischen eine sogenannte Führungsgruppe für Sofortlagen eingerichtet, wie Wulff erläuterte. Diese höre täglich den Polizeifunk auf potenzielle Großlagen ab und übernehme gegebenenfalls die Führung. Die Polizisten dürfen seit Februar 2018 etwa eine Fahndung in die Wege leiten und einen Einsatz vorbereiten.

Der aus Tunesien stammende Anis Amri war mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren und hatte zwölf Menschen getötet.

13:38 Uhr

Mann schubst Feuerwehrleute aus seiner Wohnung

Bei manchen Meldungen kann man nur den Kopf schütteln. Das hier wäre so eine. Ein 39-jähriger Mann hat in Duisburg Feuermänner aus seiner Wohnung geschubst, aus der sie ihn gerade retten wollten. Laut Polizei hatte es am Montag in der Wohnung stark gequalmt - die von Nachbarn alarmierten Feuerwehrleute scheiterten aber zunächst damit, den Mann rauszuholen. Erst als die Polizei dazukam, ging der Mann mit auf die Straße - nicht jedoch, ohne die Beamten zu beleidigen. Auch habe er immer wieder an den Absperrungen vorbei in die Wohnung gewollt. Die Polizei legte ihm schließlich Handschellen an und brachte ihn zur Wache.

Ursache für den Qualm war angebranntes Essen in einer Pfanne. Der Mann soll eine Anzeige wegen Widerstands bekommen.

13:11 Uhr

Zwölfjähriger löst mit Waffe Polizeieinsatz aus

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Um was für eine Spielzeugwaffe es sich handelte, ist unklar. Diese Exemplare zeigen aber, wie täuschend echt sie aussehen können.

(Foto: Polizei/dpa)

Ein makaberes Spiel unter Geschwistern löst in Bremen einen Einsatz von Spezialkräften aus. Mehrere Zeugen beobachteten nach Angaben der Beamten, wie ein Junge am späten Montagabend einer Frau im Stadtteil Burglesum eine Waffe an den Kopf hielt und anschließend mit ihr in einem Wohnhaus verschwand. Die Polizei löste Großalarm aus und zog zahlreiche Einsatzkräfte zusammen. Auch Spezialkräfte wurden entsandt.

Vor Ort stellte sich dann heraus, dass der Junge im Alter von zwölf Jahren mit einer Spielzeugpistole gespielt hatte. Bei der mutmaßlich bedrohten Frau handelte es sich dabei um seine 24-jährige Schwester. Die Polizei prüft nun, ob die Familie die Einsatzkosten tragen muss.

12:15 Uhr

Am Bodensee bebt die Erde

Wohnen Sie im Kreis Konstanz und haben letzte Nacht die Erde beben gespürt? Dann waren Sie nicht die oder der Einzige. Etwa 100 besorgte Menschen haben bei der Polizei angerufen. Tatsächlich ereignete sich etwa elf Kilometer nordwestlich von Konstanz ein leichtes Erdbeben. Um 1.17 Uhr hat der Erdbebendienst Südwest ein Beben der Stärke 3,7 gemessen. Vorausgegangen war ein kleineres Beben etwa zehn Minuten zuvor mit der Stärke 2,7. Zu Schäden sei es nicht gekommen. Auch wurde den Angaben zufolge niemand verletzt.

Update 13.33 Uhr: Zu der Ursache für das Erdbeben ist noch nichts bekannt. Generell seien Erdbeben für die Bodenseeregion nicht ungewöhnlich, sagte der Leiter des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg, Stefan Stange. Mit einer Magnitude von 3,7 sei es jedoch das stärkste Beben der vergangenen Jahre in Süddeutschland gewesen, wie die "Augsburger Allgemeine" schreibt.

12:07 Uhr
Breaking News

USA bitten Deutschland um Beteiligung an Hormus-Mission

Die USA haben Deutschland nach eigenen Angaben förmlich darum gebeten, sich an der Sicherung des Handelsverkehrs in der Straße von Hormus zu beteiligen. "Wir haben Deutschland förmlich gebeten, zusammen mit Frankreich und Großbritannien bei der Sicherung der Straße von Hormus mitzuhelfen und iranische Aggression zu bekämpfen", teilte eine Sprecherin der US-Botschaft in Berlin mit.

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11:49 Uhr

Känguru gefunden: Polizei sucht Besitzer

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Ja, Sie haben richtig gelesen. Ein herrenloses Känguru sucht seine Besitzer. Beziehungsweise die Polizei - die hatte das Tier in Kollm im sächsischen Landkreis Görlitz eingefangen und sucht jetzt nach einem registrierten Besitzer. "Es ist völlig unklar, wo das Tier herkommt", sagte eine Polizeisprecherin MDR Sachsen.

Ein Anwohner hatte die Polizei gerufen, als er das Tier auf seinem Grundstück entdeckte. In der Zwischenzeit wurde das Känguru dem Görlitzer Tierpark übergeben. Das Känguru war ziemlich aufgeregt, sagte die Tiermanagerin des Parks. Sollte sich kein Besitzer finden, werde das Tier an eine andere Einrichtung vermittelt, die sich mit Bennettkängurus auskennt, erklärte die Kuratorin.

Vielleicht kennen Sie ja jemanden, der sein Känguru vermisst?

11:26 Uhr

Jungen vor ICE gestoßen: Tatverdächtiger ist Vater von drei Kindern

Die Staatsanwaltschaft gibt neue Details über den mutmaßlichen Täter vom Frankfurter Hauptbahnhof bekannt. Der Mann ist verheiratet und selbst Vater von drei Kindern. Er sei vor einigen Tagen mit dem Zug von Basel nach Frankfurt gekommen.

Zur Attacke schweigt er noch immer. Er wird noch heute dem Haftrichter vorgeführt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte.

Mehr Details lesen Sie hier.

11:19 Uhr

Satin-Robe von Sex-Symbol Mae West sucht Käufer

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Diese rote Satin-Robe trug West 1950 in dem Theaterstück "Diamond Lil".

(Foto: dpa)

Erst mit 40 Jahren drehte sie ihren ersten Film - das hielt Mae West aber nicht davon ab, zu Hollywoods erstem Sex-Symbol und zur bestverdienenden Schauspielerin zu werden. Mit frechen Sprüchen, die sie selbst in die Filmmanuskripte schrieb, machte die Blondine Karriere. Knapp 40 Jahre nach ihrem Tod sollen viele Stücke aus dem Nachlass der legendären Darstellerin versteigert werden. Zu der Sammlung zählen Abendkleider, Kostüme, Schmuck, Drehbücher und Fanbriefe, wie das Auktionshaus Julien's Auctions mitteilte.

Eine rote Satin-Robe soll für schlappe 20.000 Dollar weggehen. Eine Sammlung von mehr als 250 Fanbriefen könnte 800 Dollar einbringen. Die Auktion im kalifornischen Beverly Hills soll Anfang November stattfinden.

10:57 Uhr

Razzien bei Rechtsextremen in vier Bundesländern

Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft Wohnungen in vier Bundesländern durchsuchen lassen. Sechs Beschuldigte stünden im Verdacht, im vergangenen Jahr innerhalb der Gruppierung "Wolfsbrigade" die Untergruppierung "Sturmbrigade" als "bewaffneten Arm" gebildet zu haben, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Erklärtes Ziel der Gruppierung, das offenbar auch mit Gewalt verfolgt werden sollte, sei das "Wiedererstarken eines freien Vaterlandes" nach dem "germanischen Sittengesetz".

Mehr dazu lesen Sie hier.

10:52 Uhr

Bitkom-Präsident empfiehlt Handys für Erstklässler

Ob ich als Mutter damit einverstanden wäre, wenn meine Tochter mit sechs Jahren bereits ein Handy besitzen würde, weiß ich nicht - aber ich habe auch noch rund vier Jahre Zeit, mir das zu überlegen. Nach Meinung des Chefs des Hightech-Branchenverbands Bitkom, Achim Berg, sei das sinnvoll - Kinder sollten ab der Grundschule ein Mobiltelefon besitzen und auch im Unterricht benutzen, findet er. Ab der Einschulung kämen Kinder "auf dem Schulhof und im Freundeskreis" ohnehin damit in Berührung.

Der größte Fehler, den Eltern machen könnten, sei demnach, es ihren Kindern zu verbieten. "Verbote bewirken nur, dass Kinder die Geräte heimlich nutzen und dann ohne Begleitung gefährdeter sind", so der Bitkom-Präsident.

Berg rief die Kultusminister dazu auf, den Computerunterricht zu reformieren. Kinder hätten ein Recht auf "digitale Teilhabe" und müssten dabei angeleitet werden. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf eine Umfrage, wonach etwa die Hälfte der Sechs- bis Siebenjährigen in Deutschland Handys benutze.

Mich interessiert Ihre Meinung dazu. Geben Sie ihre Stimme ab - Handys für Sechsjährige, ja oder nein?

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10:16 Uhr

Rund 22.000 Kinder waren 2017 ohne Wohnung

Die Zahlen sind alarmierend. In Deutschland waren 2017 etwa 650.000 Menschen ohne Wohnung. Dies schätzt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Darunter sind der Initiative zufolge 22.000 Kinder und minderjährige Jugendliche. Das sei eine Steigerung um 15 bis 20 Prozent von 2016 auf 2017. Rund 48.000 Menschen werden als obdachlos eingestuft - sie leben also ohne jede Unterkunft auf der Straße.

Als Hauptgründe für die steigende Zahl der Wohnungslosen nennt die Arbeitsgemeinschaft "das unzureichende Angebot an bezahlbarem Wohnraum, die Schrumpfung des Sozialwohnungsbestandes und die Verfestigung von Armut". Es fehle vor allem an bezahlbaren Wohnungen für Menschen mit niedrigem Einkommen und Empfänger staatlicher Transferleistungen. Dafür fordert die Initiative vor allem die Beteiligung des Bundes.

09:37 Uhr

Höhlen-Tourguide muss womöglich Rettung bezahlen

Es sieht nicht gut aus für den Höhlenführer aus Grabenstetten. Nach der Rettungsaktion aus der Falkensteiner Höhle herrscht Unverständnis über den Höhlengang der beiden Männer. Vor allem der Touristenguide wird heftig kritisiert. Die Aktion sei angesichts der Wettervorhersage leichtsinnig und unprofessionell gewesen, sagte der Einsatzleiter der Rettungsaktion, wie der SWR berichtet. Jetzt droht dem Guide womöglich auch noch die Entziehung seiner Lizenz und eine dicke Rechnung zwischen 15.000 und 20.000 Euro, so Grabenstettens Bürgermeister Roland Deh.

Der Höhlenführer hatte zwar sowohl eine Genehmigung für die Begehung als auch eine Versicherung über eine mögliche Rettungsaktion abgeschlossen - ob die Versicherung für die Rettung in diesem Fall aufkommt, ist fraglich.

09:06 Uhr

Rentner soll behinderte Kinder sexuell missbraucht haben

Aus der Nähe von Saarbrücken kommt ein schrecklicher Verdacht. Ein Rentner soll in Saarwellingen über Jahre behinderte Kinder sexuell missbraucht haben, wie die Saarbrücker Zeitung schreibt. Der 72-Jährige habe als Fahrer für einen Abholdienst gearbeitet. Auch von der Herstellung von Kinderpornografie ist die Rede.

Die schrecklichen Taten sollen sich zwischen August 2016 und Juli 2019 ereignet haben. Mittlerweile sitze der Mann in Untersuchungshaft. Die Polizei soll den Fall bereits bestätigt haben.

Wir bleiben an dem Thema dran.

08:18 Uhr

"Tiny Houses": Winzige Häuschen werden immer beliebter

Ein Haus auf vier Rädern und oft nur eine Wohnfläche von gut 20 Quadratmetern - ein Wohnwagen? Fast. Für viele sind die sogenannten Tiny Houses (winzige Häuschen) bereits die Zukunft des modernen Wohnens. Angesichts steigender Mieten und Immobilienpreise und knappem Bauland werden die Minis auch als Eigenheim für viele immer interessanter, berichten die Bauwirtschaft und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Etwa in Dortmund oder Hannover laufen Planungen für Tiny-House-Siedlungen.

Sie könnten geeignet sein, Wohnraum etwa für Studenten oder Single-Haushalte zu bieten und Städte und Gemeinden in der aktuellen Wohnungsnot zu entlasten, betonte der Verband. Ein Hersteller im Hamm kommt bei wachsenden Aufträgen aus ganz Deutschland kaum noch hinterher. Die Idee der Tiny Houses stammt ursprünglich aus den USA.

07:58 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

in Berlin ist es heute grau. Ob ich die Sonne heute von meinem Bürosessel aus nochmal sehen werde, ist fraglich, hoffe aber, dass Sie ein bisschen mehr Glück haben. Auch in Großbritannien ziehen immer dunklere Wolken auf. Ja, ich spreche vom Brexit. Aber auch in Deutschland ist die Stimmung nach der gestrigen Meldung aus Frankfurt düster. Schauen wir uns an, was der Tag bringt:

  • Bundesinninminister Seehofer trifft sich heute mit den Chefs der Sicherheitsbehörden, um über den Vorfall am Frankfurter Hauptbahnhof zu sprechen, und gibt anschließend um 15 Uhr eine Pressekonferenz dazu
  • Premier Boris Johnson und seine Regierungsmannschaft bereiten nach eigenen Angaben einen Brexit ohne Abkommen vor. Aus Sicht des britischen Industrieverbandes sind weder Großbritannien noch die EU ausreichend auf ein ungeregeltes Ausscheiden zum 31. Oktober vorbereitet
  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe gibt Schätzzahlen der Wohnungslosen in Deutschland zu 2017 ab
  • Das Bundesverfassungsgericht verkündet das Urteil zur Europäischen Bankenunion
  • Heute beginnt die Gerichtsverhandlung gegen US-Rapper Asap Rocky in Schweden

Ich heiße Vivian Kübler und begleite Sie heute durch den Tag. Los geht's!

 

07:26 Uhr

Katy Perry klaut Melodie bei christlichem Rapper

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Kennen Sie noch den Song "Dark Horse" aus dem Jahr 2013? "Baby do you dare to do this, 'cause I'm coming at you like a dark horse..." Ja, genau der. Radio-Song rauf und runter. Teile von diesem Hit hat Perry wohl vom Song eines christlichen Rappers kopiert. Der Musiker Marcus Gray, der unter dem Künstlernamen Flame bekannt ist, hatte geklagt - und Recht bekommen.

Obwohl Perry während des Prozesses behauptet hat, "Dark Horse" sei ein komplett originäres Werk, entschied die Jury anders. Der Beat klinge wie der elektronische Beat von "Joyful Noises", Grays Song aus dem Jahr 2008.

Machen Sie sich doch einfach selbst ein Bild und vergleichen Sie. Ich habe beide Songs für Sie verlinkt. Achten Sie dabei auf die Melodie des elektronischen Beat im Hintergrund.

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06:58 Uhr

Mehr als 160 Umweltschützer weltweit ermordet

Es sind Zahlen, die bestürzt machen. Mindestens 164 Umweltschützer und Landrechtsaktivisten sind nach Angaben der Organisation Global Witness im vergangenen Jahr ermordet worden. Die getöteten Aktivisten haben sich gegen die Ausbeutung von Land und natürlichen Ressourcen durch Bergbau, Abholzung oder Landwirtschaft eingesetzt. Etliche weitere Menschen seien durch Gewalt, Einschüchterung oder den Missbrauch von Anti-Protest-Gesetzen zum Schweigen gebracht worden.

Am gefährlichsten leben Umweltschützer demnach auf den Philippinen: Hier wurden im vergangenen Jahr 30 Menschen ermordet. Danach folgen Kolumbien mit 24 und Indien mit 23 Morden. Opfer sind demnach häufig Eingeborene, die ihr Land verteidigen wollen. Sie werden als Terroristen oder Kriminelle bezeichnet.

06:45 Uhr

Unwetter hält im Osten weiter an

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Nass, bewölkt und vereinzelt Gewitter - in Berlin sind die Wetteraussichten nicht sehr prickelnd.

(Foto: picture alliance/dpa)

Heute sind zum Teil nochmals heiße Werte jenseits der 30 Grad drin. Anschließend kocht der Hochsommer aber eher auf Sparflamme. Somit bringt uns leichter Zwischenhocheinfluss in der Westhälfte heute häufig viel Sonne. Richtung Osten ist es unterdessen wechselhafter und vor allem von Schleswig-Holstein und der Ostsee bis herunter nach Thüringen und Sachsen sind noch Schauer und einzelne Gewitter unterwegs.

Dementsprechend verteilen sich die Sonnenstunden: von der Nordsee über das Emsland und NRW bis herunter an den Schwarzwald ist es am schönsten mit 11 bis 14. Ansonsten bekommen Sie häufig zwischen 5 und 10 sonnige Betriebsstunden.

Die Temperaturen: 22 Grad bis 25 Grad bei den Nordlichtern sowie an den Alpen und 26 bis 32 Grad im großen Rest. Am heißesten ist es am am Rhein und seinen Nebenflüssen; wobei sich die heißen Werte im Westen und Südwesten in der trockenen und klaren Luft deutlich angenehmer anfühlen als die 25 bis 29 Grad im Osten und Nordosten. Denn dort ist es weiterhin ziemlich drückend und schwül.

Die weiteren Aussichten: am Abend und in der Nacht kommen von Frankreich und Benelux die nächsten, teils gewittrigen Regengüsse auf. Die breiten sich morgen unter Intensivierung immer weiter aus und können somit vor allem im Osten kräftig ausfallen, während es Richtung Westen später wieder ruhiger wird.

Anschließend geht es leicht wechselhaft weiter. Also freundliche bis sonnige Abschnitte, denen immer mal wieder Schauer und örtliche Gewitter folgen. Bei den Temperaturen gilt: es ist nicht zu heiß und nicht zu kalt. Morgen und am Donnerstag bei meist 21 bis 28 Grad. Freitag und Samstag bringen uns 20 bis 27 Grad, bevor es am Sonntag mit 21 bis 29 Grad wieder etwas wärmer wird. Ihr Björn Alexander

06:20 Uhr

Schlägerei in NRW löst Großeinsatz der Polizei aus

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Eine Gaspistole sieht auf den ersten Blick aus wie eine echte Pistole, verschießt aber Reizgas und keine Projektile.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Streit mehrerer junger Männer gerät außer Kontrolle: In Recklinghausen fallen Schüsse. Zwei Männer im Alter von 19 sowie 17 Jahren hatten sich zunächst geprügelt, als einer von ihnen die Waffe zückte und schoss.

  • Die Polizei rückte mit zehn Streifenwagen aus, weil sie von einem Schützen mit scharfer Waffe ausgingen.
  • Die Schüsse wurden jedoch aus einer Gaspistole abgefeuert, wie die Polizei später mitteilte.
  • Drei Beteiligte, die gleichzeitig als Tatverdächtige gelten, kamen verletzt ins Krankenhaus.
  • Wieviele Männer insgesamt beteiligt waren, ist unklar.