Dienstag, 27. April 2021Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:42 Uhr

Das war Dienstag, der 27. April 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

die Lage in deutschen Intensivstationen ist besorgniserregend. Die Belegungsquote ist gestiegen. RKI-Chef Wieler appelliert nun deshalb, den Klinikbetrieb einzuschränken, um die Kapazitäten zu schonen. In der dritten Welle müssen besonders viele junge Menschen intensivmedizinisch behandelt werden. Mit diesem Thema hat sich meine Kollegin Hedviga Nyarsik näher beschäftigt: Warum jetzt mehr Jüngere schwer erkranken. Der Hoffnungsträger bleiben die Impfungen. Das neue Vakzin von Curevac wird daher schon sehnlichst erwartet. ntv.de hat mit dem Studienleiter Professor Peter Kremsner über den aktuellen Stand gesprochen. Mehr aktuelle News erfahren Sie natürlich in unserem Corona-Ticker.

Diese Themen möchte ich Ihnen ebenfalls empfehlen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Dienstagabend, passen Sie auf sich auf.

22:29 Uhr

USA ziehen Botschaftsmitarbeiter aus Kabul ab

Angesichts der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan hat das US-Außenministerium den Abzug von Diplomaten aus der Botschaft in Kabul angeordnet. Erst vor einer Woche gab es eine schwere Explosion in der Nähe des Innenministeriums. Betroffen von der Anordnung seien alle Botschaftsmitarbeiter, die ihre Aufgaben auch von einem anderen Ort aus erfüllen könnten, hieß es in einem aktualisierten Reisehinweis zu Afghanistan. Keine Angaben machte das Ministerium dazu, wie viele Diplomaten ausreisen und wie viele in der afghanischen Hauptstadt verbleiben sollen.

Die internationalen Truppen beginnen offiziell am 1. Mai mit dem Abzug aus Afghanistan. US-Präsident Joe Biden hat als Ziel ausgegeben, dass der Abzug spätestens am 11. September abgeschlossen sein soll. Für Afghanistan gilt in den Reisehinweisen des US-Außenministeriums die höchste Warnstufe vier - "nicht reisen". Deutschland ist der zweitgrößte Truppensteller nach den USA; derzeit sind noch 1100 Soldaten dort.

21:57 Uhr

GOT-Fans anschnallen: "House of Dragon" ist in der Produktion

Die Produktion für das heiß erwartete "Game of Thrones"-Spin-off "House of the Dragon" ist in vollem Gange. Das hat der US-Sender HBO nun bei Twitter bestätigt. Dort wurden mehrere Bilder der Schauspieler veröffentlicht, die sich offenbar gerade in einer ersten Lesung befinden. "House of the Dragon" ist ein Prequel und spielt 300 Jahre vor der Originalserie. Die neue Serie wird die Geschichte von Daenerys' Vorfahren erzählen, als der historische Untergang des Hauses Targaryen begann. HBO bestätigt zudem noch einmal, dass die Serie voraussichtlich 2022 anlaufen soll. Das Cast besteht unter anderem aus Rhys Ifans als Otto Hohenturm, Olivia Cooke als Alicent Hohenturm und Matt Smith als Daemon Targaryen.

21:28 Uhr

Easy Peasy Finance: 11-Jähriger gibt Investmenttipps auf Youtube

Der 11-jährige Rishi Vamdatt aus New Jersey hat den Durchblick was die Aktienwelt angeht. Jede Woche macht er dafür kleine Erklärvideos rund um die Figuren "Sooper Cooper" und "Wall Street Willy". Seine Eltern, beides erfolgreiche Banker, checken die Fakten, machen die Animation und kümmern sich um die Veröffentlichung. Seine Youtube-Videos und seine Website, die beide unter dem Namen "Easy Peasy Finance" laufen, sind äußerst erfolgreich sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen, berichtet der US-Sender CBS. Sie zitieren Rishis Vater Raag Vamdatt, der von mittlerweile 5000 Abonnenten berichtet. Schon mit 6 Jahren startete seine Liebe für Finanzen. "Mein Vater hatte Bücher über Finanzen herumliegen und ich habe einfach angefangen sie zu lesen", so der Junge.

20:57 Uhr

Für den Klimaschutz: Rezeptseite will keine Rind-Gerichte mehr präsentieren

Die US-amerikanische Rezept-Seite "Epicurious" hat mitgeteilt, fortan keine Gerichte mehr mit Rindfleisch auf ihrer Website anzubieten. Damit wollen die Macher der Rezept-Seite des Verlags Condé Nast mehr Fokus auf nachhaltiges Kochen legen. In einem Instagram-Post heißt es: "Wir wissen, dass einige Menschen das vielleicht als Art Kampfansage gegen Kühe verstehen - oder Personen, die Rindfleisch essen. Aber unsere Entscheidung wurde nicht gefällt, weil wir Hamburger hassen (Nein, das tun wir nicht!). Stattdessen hat unser Wandel allein mit Nachhaltigkeit zu tun. Rindfleisch schadet dem Klima ganz besonders, daher möchten wir es nicht mehr in unseren Rezepten mit aufführen. Wir sehen unsere Entscheidung als Pro-Planet und nicht Anti-Rindfleisch."

Ältere Rindfleisch-Rezepte sollen nicht von der Seite fliegen, aber bereits seit einem Jahr gibt es keine neuen Rezeptideen mit Rind. Das scheint wohl nicht so aufgefallen zu sein. Allerdings nach der offiziellen Verkündung haben laut "Insider" einige Kochinteressierte der Seite den Rücken gekehrt.

20:20 Uhr

Diäten für Bundestagsabgeordnete sinken erstmals

Die Diäten von Bundestagsabgeordneten wurden vor wenigen Jahren an die Entwicklung der Löhne im Land gekoppelt. Diese sind wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr im Schnitt gesunken. Deshalb sinken zum ersten Mal in der Geschichte des Bundestages die Diäten, und zwar ab Juli. Der Betrag ist allerdings überschaubar gering. Wie aus einem Schreiben von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hervorgeht, sinkt die steuerpflichtige Abgeordnetenentschädigung um 70,58 auf 10.012,89 Euro. Die Diäten der Abgeordneten entsprechen in der Größenordnung in etwa den Bezügen von Richtern an einem obersten Bundesgericht.

Übrigens: Wie aus den Statistiken des Bundestages hervorgeht, bekamen Abgeordnete im ersten Bundestag 1949 eine Aufwandsentschädigung von 600 DM.

19:45 Uhr

Erfurts Bürgermeister bietet attackiertem Syrer Hilfe an

Nach dem brutalen, rassistischen Angriff auf einen jungen Syrer in der Erfurter Straßenbahn will Oberbürgermeister Andreas Bausewein den Teenager unterstützen. "Wenn er sich psychisch dazu in der Lage fühlt und er das möchte, werde ich ihn besuchen und ihm persönlich unsere Hilfe und Unterstützung anbieten, um das Erlebte zu verarbeiten", sagte Bausewein. Er sei erschüttert und beschämt über die Tat. Dieser "widerliche und verachtenswerte Vorfall" müsse ein Warnzeichen sein, appellierte der Oberbürgermeister zugleich an die Zivilcourage.

Der 17-Jährige war am vergangenen Freitagabend in einer Straßenbahn rassistisch beleidigt, bedroht, bespuckt und angegriffen worden. Die Polizei nahm daraufhin am Montag einen 40 Jahre alten Deutschen fest. Der Mann ist bereits polizeibekannt. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen. Zeugen hatten von dem Angriff in Videos gemacht, die für Entsetzen in sozialen Netzwerken sorgten.

19:15 Uhr

100-Meter-Sturz in Tirol: 31-jähriger Skiwanderer tot aufgefunden

Ein Skiwanderer aus Bayern ist in Tirol rund 100 Meter abgestürzt und ums Leben gekommen. Das meldete die österreichische Polizei, nachdem der 31-Jährige nahe der deutschen Grenze gefunden worden war. Der Mann war am Vortag als vermisst gemeldet worden, nachdem er allein eine Skitour zur Linderspitze unternommen hatte und nicht zurückgekehrt war.

Nachdem die Suche durch die deutsche Polizei und die Bergwacht am Montag keinen Erfolg gebracht hatte, wurden nun von einem österreichischen Polizeihubschrauber aus Ski gesichtet. Wenig später fanden Retter die Leiche des Mannes, der aus dem nahe gelegenen Landkreis Weilheim-Schongau in Oberbayern stammte. Der Skiwanderer sei bei gutem Bergwetter unterwegs gewesen, sagte ein Polizeibeamter. Laut den Ermittlungen habe er noch zu Mittag Fotos am Gipfel gemacht und sei danach verunglückt.

18:51 Uhr

Die Queen macht wieder Videoschalten

Die Queen zeigte sich bei einer Videoschalte.

Die Queen zeigte sich bei einer Videoschalte.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Queen Elizabeth II. hat zum ersten Mal seit dem Ende der offiziellen Trauerphase für Prinz Philip offizielle Termine wahrgenommen. Bei den Videoschalten zeigte sie sich auch erstmalig wieder in farbiger Kleidung, seitdem ihr jahrzehntelanger Ehemann am 9. April gestorben war. Statt schwarzer Trauergarderobe trug die Queen ein hellblaues, geblümtes Kleid und tauschte sich mit den Botschafterinnen von Lettland sowie der Elfenbeinküste aus, wie auf offiziellen Fotos zu sehen ist. Der Herzog von Edinburgh war im Alter von 99 Jahren gestorben und am 17. April im Rahmen einer Trauerzeremonie im engsten Familienkreis beigesetzt worden.

18:16 Uhr

Fahrer auf Autobahn in Kanada von Straßenschild erschlagen

Auf einer kanadischen Autobahn ist ein Fahrer von einem herabfallenden Straßenschild erschlagen worden. Ein Baggerfahrer, der an einer Baustelle auf der Fahrbahn arbeitete, sei aus Versehen gegen das über der Autobahn hängende Straßenschild nahe der ostkanadischen Metropole Toronto geprallt, teilte die zuständige Polizeibehörde mit. Das Schild sei daraufhin auf ein Auto heruntergekracht. Der darin sitzende 46 Jahre alte Mann aus Toronto sei noch an der Unfallstelle gestorben. "Der Fahrer hatte keine Chance zu reagieren. Alles passierte innerhalb von Sekunden", sagte Kerry Schmidt von der zuständigen Polizeibehörde. "Das waren sehr tragische Umstände."

17:48 Uhr

Küste Chinas: Öl fließt aus Tanker nach Kollision im Nebel

Dichte Nebelschwaden hängen über der Küstenstadt Qingdao.

Dichte Nebelschwaden hängen über der Küstenstadt Qingdao.

(Foto: picture alliance / Wang Hua / Costfoto)

Nach einem Schiffsunglück vor der chinesischen Küste ist Öl aus einem Tanker ausgetreten. Menschen sollen nicht verletzt worden sein. Das Ausmaß des Lecks ist noch unklar. Wie die Behörde für maritime Sicherheit der ostchinesischen Provinz Shandong berichtete, ankert der angeschlagene, 272 Meter lange Öltanker "A Symphony" im Gelben Meer östlich der Hafenstadt Qingdao. Der Tanker soll mit einem anderen Frachter kollidiert sein. Als Grund wird dichter Nebel angegeben.

Anderen Schiffen wurde untersagt, sich in einem Umkreis von zehn Seemeilen zu nähern. Das Schiff fährt unter der Flagge Panamas. Experten wiesen darauf hin, dass die Meeresverschmutzung nicht zwingend groß sein müsse, da die Schiffsladung in mehrere Kammern aufgeteilt sei. Unklar ist, ob weiter Öl austritt.

17:21 Uhr

Niederländische Politiker fallen auf falschen Nawalny-Mitarbeiter herein

Der echte Leonid Wolkow ist links zu sehen, die Fake-Version von ihm ist rechts.

Der echte Leonid Wolkow ist links zu sehen, die Fake-Version von ihm ist rechts.

(Foto: Facebook)

Mitglieder des außenpolitischen Ausschusses in den Niederlanden dachten, dass sie ein Online-Gespräch mit Leonid Wolkow führten, dem international bekannten engen Vertrauten Nawalnys. Es handelte sich allerdings um einen Betrüger, der so aussah wie Wolkow und dazu die sogenannte Deep-Fake-Technik nutzte, wie die niederländische Tageszeitung "De Volkskrant" berichtete.

Wolkow veröffentlichte ein Video, in dem er erklärte, wie solche computergenerierten Aufnahmen leicht zu enttarnen seien. So könne etwa der Gesprächspartner am Bildschirm aufgefordert werden, sich an der Nase zu zupfen oder sich mit dem Finger in die Wange zu piksen. Das digital erzeugte Bild werde dadurch zerstört, sagte Wolkow. Er vermutete die "vom Kreml gestützten Scherzbolde Lexus und Wowan" hinter der Aktion. Die beiden Russen sorgen immer wieder für Aufsehen, indem sie Prominente narren. In dem Video äußerte Wolkow aber auch Sorge darüber, dass die Politiker in Europa ihre Quellen nicht besser überprüften.

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17:02 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:51 Uhr

Woelki soll Priester befördert haben trotz Missbrauchsvorwürfen

Bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen in der Katholischen Kirche hat Kardinal Rainer Maria Woelki "systembedingte Vertuschung" im Erzbistum Köln eingeräumt. Nun gibt es laut einem "Bild"-Bericht neue Vorwürfe gegen Woelki. So soll er 2017 einen Düsseldorfer Pfarrer zum stellvertretenden Stadtdechanten befördert haben, trotz bestehender Missbrauchsvorwürfe gegen den Mann.

Dem Bericht zufolge soll der 58-jährige Pfarrer Michael D. im Jahr 2001 gemeinsam mit einem zu der Zeit minderjährigen Prostituierten masturbiert haben. Der 17-jährige Junge habe den mutmaßlichen Täter damit erpresst, weshalb der Fall polizeilich untersucht wurde. Der Polizei soll der Pfarrer dann alles gestanden haben. Kardinal Woelki soll von den Vorwürfen gewusst haben, heißt es weiter.

Update: Das Erzbistum Köln hat sich zu den neuen Vorwürfen geäußert. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bestreitet, 2017 einen Pfarrer befördert zu haben, obwohl er von Missbrauchsvorwürfen gegen ihn gewusst habe. "Die Behauptung, der Kardinal habe in Düsseldorf einen Priester befördert, der Kindesmissbrauch gestanden hat, ist falsch", teilte das Erzbistum Köln nun mit. "Nach heutigem Kenntnisstand hat der Kardinal zu keinem Zeitpunkt einen Priester befördert, der nach damals geltenden Recht mit Kindesmissbrauch zu tun hatte."

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16:45 Uhr
Breaking News

Kardinal Marx verzichtet nach Kritik auf Großes Verdienstkreuz

Nach massiver Kritik von Missbrauchsopfern verzichtet der Münchner Kardinal Marx auf eine Auszeichnung mit dem Großen Verdienstkreuz. Marx bitte Bundespräsident Steinmeier, die Verleihung nicht vorzunehmen, erklärt ein Sprecher des Erzbistums in München.

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16:17 Uhr

Brüder William und Harry einigen sich: Prinzessin Dianas Hochzeitskleid wird ausgestellt

Prinzessin Dianas Hochzeitskleid war bereits 2004 Teil einer Ausstellung.

Prinzessin Dianas Hochzeitskleid war bereits 2004 Teil einer Ausstellung.

(Foto: picture alliance / dpa)

Royal-Fans und Modebegeisterte dürfen sich - wenn es die Corona-Pandemie zulässt - auf eine besondere Ausstellung im Sommer im Kensington-Palast in London freuen. Unter dem Titel "Royal Style in the Making" wird vor allem die Arbeit britischer Designer ausgestellt. Eine der Hauptattraktionen ist das Brautkleid von Prinzessin Diana. Ihre Söhne Prinz William und Prinz Harry einigten sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur PA darauf, das Kleidungsstück aus dem Nachlass ihrer 1997 bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommenen Mutter als Leihgabe zur Verfügung zu stellen.

Das opulente Kleid mitsamt der mehr als sieben Meter langen Schleppe wird vom 3. Juni an in der Orangerie des Schlosses zu sehen sein, in dem die Princess of Wales einst lebte. Diana und der inzwischen 72 Jahre alte Prinz Charles heirateten am 29. Juli 1981 in der St.-Pauls-Kathedrale in London.

15:48 Uhr

Hacker bombardieren CSU-Online mit Fake-Anmeldungen

Auf die CSU-Kampagne für bundesweite Online-Mitgliedschaften hat es einen Hackerangriff gegeben. Es seien Tausende von Fake-Anmeldungen generiert worden, teilte CSU-Generalsekretär Markus Blume mit. Die IT-Abteilung der Partei sei aber schnell in der Lage gewesen, diese Anmeldungen zu identifizieren.

Blume berichtete zudem von einer Eintrittswelle, wie er sie in den vergangenen 10 Jahren nicht gesehen habe: Die Partei habe weit über 3000 neue Mitglieder innerhalb von einer Woche verzeichnet. Das sei "ein wirklich sehr starkes Zeichen" und zeige auch, welche Bindekraft die CSU deutschlandweit für die Union habe. Die CSU hatte schon kurz nach dem Verzicht von Parteichef Markus Söder und der Ausrufung von CDU-Chef Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten einen sprunghaften Anstieg von Anfragen nach Online-Mitgliedschaften verzeichnet. Die Partei bietet seit September 2020 Online-Mitgliedschaften an, für die man keinem Ortsverband angehören muss. CSU-Online-Mitglieder haben damit zwar kein innerparteiliches Stimmrecht, können sich aber digital in die Parteiarbeit einbringen.

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15:10 Uhr

Fernsehteam vor Bundestag von Corona-Leugnern bedrängt

Ein Kamerateam des Senders "Welt" ist während einer Live-Übertragung vor dem Paul-Löbe-Haus des Bundestags von Corona-Leugnern bedrängt worden. Die Polizei nahm die Männer vorläufig fest und leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung und Verstößen gegen die Infektionsregeln ein.

Wachleute, die das Kamerateam begleiteten, hätten am Montagabend gegen 19.30 Uhr die Polizei alarmiert. Zwei 39-jährige und ein 34-jähriger Mann sollen demnach erst die beiden Wachleute abgelenkt und dann den 58-jährigen Journalisten des Senders bedrängt haben, um die TV-Arbeiten zu stören. Einer der Männer soll sehr nah an den Journalisten herangetreten sein und versucht haben, das Mikrofon zu ergreifen. Zwei der drei Männer sollen schon zuvor mehrfach bei Live-Übertragungen gestört und vor der laufenden Kamera Diskussionen begonnen haben. Die Bundesregierung hat die Behinderung mehrerer Journalisten bei der Arbeit in der Nähe des Bundestags in Berlin scharf verurteilt.

14:51 Uhr

Sprengkommando rückt für Sex-Spielzeug an

Eine Joggerin hat im Wald in Niederbayern ein Sex-Spielzeug gefunden und es für eine Handgranate gehalten. Die Frau sei am Montag bei Sonnen im Landkreis Passau unterwegs gewesen und habe eine durchsichtige Tüte mit mehreren Gegenständen entdeckt, von denen einer einer Granate ähnelte, teilte die Polizei mit. Sogar ein Sprengkommando zur "Entsorgung von gefährlichen Sprengmitteln" rückte an, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Doch die Experten konnten rasch entwarnen: In der Tüte fanden sie statt explosiver Waffen nur Kondome und Gleitgel und eine Granaten-Attrappe aus Gummi. "Die Suche im Internet bestätigte dann den Verdacht. Es gibt tatsächlich Sex-Spielzeug in Form von Handgranaten. Und um so ein Teil handelte es sich hier", erklärte die Polizei. Vermutlich habe jemand die Sachen einfach entsorgen wollen und nicht in den Müll geworfen, sagte ein Polizeisprecher.

14:20 Uhr

Schwerer Unfall bei Abrissarbeiten - Betonplatte begräbt Arbeiter unter sich

Die Feuerwehr ist nach Angaben eines Sprechers mit einem Großaufgebot vor Ort.

Die Feuerwehr ist nach Angaben eines Sprechers mit einem Großaufgebot vor Ort.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf einer Baustelle in Bonn sind zwei Arbeiter verschüttet worden. Einer der Männer wurde verletzt geborgen, zu dem zweiten konnten die Einsatzkräfte bis zum Mittag noch nicht vordringen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Zudem sei eine dritte Person verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich bei Abrissarbeiten im Keller des ehemaligen Hotels in der Prinz-Albert-Straße eine große Betonplatte gelöst und die Männer unter sich begraben. Etwa 50 Mitarbeiter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten waren an der Einsatzstelle und suchten nach den Verunglückten.

Die Feuerwehr setzte nach Angaben des Sprechers unter anderem Hebekissen ein, um die Trümmerteile auseinanderzudrücken. Auch ein Spezialkran wurde zur Unfallstelle gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, war nach Polizeiangaben zunächst unklar - das Amt für Arbeitsschutz ermittele.

Update: Auch der zweite verschüttete Arbeiter konnte verletzt gerettet werden. Er ist wie seine Kollegen ins Krankenhaus gebracht worden, wie ein Feuerwehrsprecher am Nachmittag bestätigte.

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14:12 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Sebastian Schneider verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme ab sofort den "Tag" und bin bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Yuki Schubert, erreichen können Sie mich unter yuki.schubert@nama.de. Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:52 Uhr

Zwei Autounfälle: Wildschwein irrt durch Stadt

Ein umherirrendes Wildschwein hat in Heidelberg Autounfälle verursacht und einen Fußgänger verletzt. Zunächst kollidierte das Tier am Morgen mit dem fahrenden Wagen einer 70-jährigen Frau, wie die Polizei in Mannheim mitteilte. Anschließend rannte das blutende Schwein weiter und verletzte einen Fußgänger leicht.

Eine Autofahrerin musste dem flüchtenden Tier ausweichen und stieß in der Folge gegen einen geparkten Wagen. Das verletzte Wildschwein verschwand schließlich in einem angrenzenden Wald. Die Polizei bezifferte den Sachschaden insgesamt auf mehrere Tausend Euro.

13:39 Uhr

"Pflanzenbasiertes Bier": US-Senator zieht Ex-Trump-Berater auf

Mit einem Tweet während der Oscars macht sich US-Senator Chuck Schumer über den ehemaligen Trump-Berater Larry Kudlow lustig. Schumer twitterte: "Ich bin aufgeregt, die Oscars mit einem eisgekühlten pflanzenbasierten Bier zu schauen. Danke, Joe Biden." Mit dem Post spielte er auf "Fox Business"-Moderator Larry Kudlow an, der in seiner Sendung am vergangenen Freitag seine Landleute warnte, dass Biden plane, dass US-Amerikaner kein Fleisch mehr essen dürften.

Bezogen auf den Nationalfeiertag am 4. Juli sagte Kudlow: "Macht Euch bereit: Ihr könnt ein pflanzenbasiertes Bier mit Euren gebratenen Sprossen trinken und die amerikanische Flagge schwenken. Und das nennen wir den grünen 4. Juli."

13:26 Uhr

EU-Parlament entzieht griechischem Neonazi die Immunität

Das EU-Parlament hat dem verurteilten griechischen Neonazi Giannis Lagos seine parlamentarische Immunität entzogen. Eine breite Mehrheit der Abgeordneten stimmte am Montagabend in Brüssel für den von den griechischen Behörden beantragten Schritt. Eine gegen Lagos verhängte Freiheitsstrafe von 13 Jahren und acht Monaten kann nun vollstreckt werden.

Der 48-Jährige gehörte der Führungsspitze der Neonazi-Partei Goldene Morgenröte an, die wegen Angriffen auf Migranten und politische Gegner seit Langem berüchtigt ist. In einem fünfjährigen Mammutprozess hatte die griechische Justiz die Partei vergangenes Jahr als kriminelle Vereinigung eingestuft und rund 50 Parteimitglieder zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Der Prozess gilt als einer der wichtigsten in der politischen Geschichte Griechenlands. Zu den Hauptverbrechen der Partei zählen nach Erkenntnissen der Justizbehörden die Ermordung des linksgerichteten Rappers Pavlos Fyssas im Jahr 2013 sowie Anschläge auf ägyptische Fischer und kommunistische Gewerkschafter in den Jahren 2012 und 2013.

Lagos war 2019 aus der Goldenen Morgenröte ausgetreten und sitzt als fraktionsloser Abgeordneter im Europaparlament. Im Januar 2020 zerriss er während einer Rede im Parlamentsplenum eine Flagge der Türkei.

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12:59 Uhr

Schreck im All: Objekt verfehlt SpaceX-Raumkapsel nur knapp

Auf ihrem Weg zur ISS entgehen vier Astronauten in einer "Dragon Endeavor" von SpaceX knapp einer Kollision. Aufnahmen zeigen, wie ein nicht identifiziertes Objekt wenige Meter an der Raumkapsel vorbeirast. US-Medienberichten zufolge soll es sich um einen Eisklumpen handeln.

12:24 Uhr

Endlich raus: Russe drei Monate in chinesischer Castingshow "gefangen"

Obwohl er es gar nicht wollte, ist Vladislav Ivanov erst im Finale der chinesischen Boyband-Show "Produce Camp 2021" rausgeflogen. Wie der "Guardian" berichtet, habe der 27-jährige Russe über drei Monate die Zuschauer angefleht, die Castingshow verlassen zu dürfen.

Teilgenommen habe Ivanov, der sich in der Sendung "Lelush" nannte, weil er als Dolmetscher aus dem Russischen nach Mandarin übersetzen sollte. Den Produzenten sei aber sein gutes Aussehen aufgefallen, wie es im "Guardian" heißt. Sie hätten ihn gefragt, ob er ein neues Leben anfangen wolle. Ivanov soll die Entscheidung sofort bereut haben, habe aber nicht aus dem Vertrag aussteigen können. Während einer Show soll er dem Publikum gesagt haben: "Es ist nicht mein Traum, ein Mitglied einer Boyband zu werden, da ich weder singen noch tanzen kann. Ich hoffe, die Jury unterstützt mich nicht."

12:15 Uhr

Positive Corona-Tests: Schalke muss eine Zwangspause im Training einlegen

Der nächste Klub der Fußball-Bundesliga (noch) muss positive Covid-19-Tests vermelden: Beim FC Schalke 04 gibt es zwei Fälle "im Kreis der Lizenzspielermannschaft". Nach nur einem Trainingstag nach der Krawall-Nacht mit den Klubanhängern ist das Team damit wieder zu einer Trainingspause gezwungen.

  • Betroffen sind demnach ein Spieler und ein Mitglied des Funktionsteams. Beide haben sich isoliert und sind bislang symptomfrei, meldet der bereits feststehende Absteiger.
  • Das Training wurde für diesen Dienstag abgesagt, die Mannschaft nach Hause geschickt.
  • Der Mannschaftsarzt steht laut Klub mit dem Gesundheitsamt in Kontakt.

Dieser Eintrag stammt aus unserem "Sport-Tag". Hier finden Sie aktuelle Nachrichten aus der Welt des Fußballs, Basketballs, Handballs ...

11:59 Uhr

Jeden vierten Deutschen nervt Lärm in Nachbarschaft

Sind Sie manchmal genervt von Ihren lauten Nachbarn? Ist Ihnen der Straßenverkehr vor der Wohnungstür manchmal zu laut? Keine Sorge, Sie sind nicht alleine, wie Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen.

In Deutschland fühlt sich jeder Vierte durch Lärm im Wohnumfeld belästigt. Im Jahr 2019 traf das auf 26 Prozent der Bevölkerung zu, wie die Statistiker anlässlich des Internationalen Tags gegen Lärm am 28. April mitteilen. Demnach störten sich zwei Prozent weniger Menschen an Krach durch Verkehr, Nachbarschaft oder Industrie als im Vorjahr.

Dabei zeigten sich dem Statistikamt zufolge deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land: In größeren Städten in Deutschland fühlten sich 34 Prozent der Menschen von Lärm belästigt, wohingegen der Wert in kleineren Städten und Vororten bei 23 Prozent lag. In ländlichen Gebieten war es 19 Prozent der Menschen zu laut. Innerhalb der Europäischen Union verzeichnete Malta den Statistikern zufolge den höchsten Wert. In dem Inselstaat fühlten sich demnach 28 Prozent der Bevölkerung durch Lärm belästigt.

11:44 Uhr

Big Ben darf im nächsten Jahr wieder läuten

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Noch verhüllen Gerüste den berühmten Elizabeth Tower.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Darauf warten die Londoner seit Jahren: Big Ben soll ab dem kommenden Jahr nach aufwendiger Restaurierung wieder läuten. Wie die Parlamentsverwaltung mitteilte, sollen die Arbeiten an dem bislang fast vollständig eingerüsteten Glockenturm des britischen Parlaments im zweiten Quartal 2022 abgeschlossen werden.

"Besucher in Westminster werden vom Herbst 2021 an bis in den Winter hinein sehen, dass die Gerüste entfernt werden", hieß es in einer Mitteilung auf der Webseite des Parlaments. "Anfang 2022 werden die Glocken - einschließlich Big Ben selbst - wieder an das originale viktorianische Uhrwerk angeschlossen (...)", hieß es weiter. Streng genommen heißt nur die große Glocke Big Ben - doch im Volksmund ist der ganze knapp 100 Meter hohe Turm damit gemeint. Das Gebäude, das lange Zeit schlicht nur Glockenturm hieß, trägt seit einigen Jahren den Namen Elizabeth Tower.

Die 80 Millionen Pfund (rund 92 Millionen Euro) teure Restaurierung am Elizabeth Tower sollte eigentlich schon in diesem Jahr abgeschlossen werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie mussten die Arbeiten jedoch monatelang ruhen.

11:23 Uhr

Flucht aus Psychiatrie: Polizei in Nordhessen sucht zwei Männer

Die Polizei in Nordhessen fahndet nach zwei Männern, die aus der forensischen Psychiatrie in Bad Emstal-Merxhausen geflohen sind. "Die beiden 24 und 27 Jahre alten Gefangenen hatten heute Morgen gegen 6.30 Uhr auf noch nicht abschließend geklärte Weise die Flucht angetreten", teilten die Beamten mit. Derzeit werde mit umfangreichen Suchmaßnahmen nach ihnen gefahndet, auch ein Hubschrauber sei im Einsatz.

Laut aktuellen Erkenntnissen gehe von den Männern keine akute Gefahr für andere aus, hieß es. Dennoch rät die Polizei, keine verdächtigen Personen anzusprechen. Zudem sollten im westlichen Landkreis Kassel und im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis keine Anhalter mitgenommen werden.

10:57 Uhr

Nicht allen gefällt Justin Biebers neue alte Haarpracht

Justin Bieber hat es wieder getan: Fünf Jahre nachdem der Sänger für seine Dreadlocks kritisiert wurde, hat er sich erneut mit diesem Hairstyle gezeigt. Auf Instagram postete er Bilder, die ihn mit neuer Frisur zeigen. Schon das erste Mal, als er Dreadlocks präsentierte, wurde der Vorwurf von "Cultural Appropriation" (kulturelle Aneignung) laut.

Und auch dieses Mal gibt es - neben vielen positiven Kommentaren - wieder Kritik unter den Bildern des Popstars. "Das ist es nicht, Justin", heißt einer der Beiträge. "Ich weiß, dass du es besser kannst", schreibt ein anderer User, ein weiterer findet es "wirklich enttäuschend", Bieber "mit Dreads zu sehen. Ich dachte, du hast dich weiterentwickelt". Zudem wurde es in den sozialen Medien als "heuchlerisch" bezeichnet, dass sich Bieber gegen Rassismus starkmacht, "um dann als weißer Mann Dreadlocks zu tragen".

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10:45 Uhr
Breaking News

Jetzt fix: Nagelsmann wird Trainer beim FC Bayern

Das zähe Ringen ist beendet: RB Leipzig bestätigt, dass Julian Nagelsmann den Fußball-Bundesligisten verlässt und beim FC Bayern antritt. Er wird ab der kommenden Saison der neue Cheftrainer. Und das wohl für eine Trainer-Rekordablöse.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:34 Uhr

Grünen-Politikerin Künast verklagt Facebook

Weil Facebook Hasspostings nur im Einzelfall löscht, hat die Grünen-Politikerin Renate Künast offenbar Klage vor dem Landgericht in Frankfurt am Main eingereicht. Wie der "Spiegel" berichtet, gehe es der Bundestagsabgeordneten darum, dass das Unternehmen nicht nur einzelne Beiträge mit einem ihr fälschlicherweise zugeschriebenen Zitat lösche, sondern auch "identische" und "sinngleiche" Inhalte von der Plattform entfernen solle.

Die Klage habe Künast an die irische Europazentrale von Facebook geschickt, zudem fordere die Abgeordnete ein Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro, heißt es in dem Bericht. Grund für die Klage soll ein angebliches Zitat ("Integration fängt damit an, dass Sie als Deutscher mal Türkisch lernen") aus dem Jahr 2015 sein, das ihr fälschlicherweise zugeschrieben werde.

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10:05 Uhr

Diebe stehlen 32 Hühner und 23 Küken aus Kleingarten

Tierisch dreister Diebstahl: 32 Hühner und 23 Küken haben Unbekannte von einem Kleingartengrundstück im nordrhein-westfälischen Moers am Niederrhein entwendet. Um an das Federvieh zu kommen, hätten die Diebe ein Schloss aus einer Tür gerissen, teilte die Polizei in Wesel mit.

Da die Tiere beim Einfangen einigen Lärm verursacht haben dürften, hoffen die Ermittler auf Hinweise von Zeugen. Der Diebstahl der Hühner war am Montagnachmittag bemerkt worden.

09:30 Uhr

"Supermond" strahlt über Deutschland

Ein heller und etwas größer als üblich wirkender "Supermond" fasziniert zurzeit bundesweit Beobachter. Zum einen wurde am Dienstag Vollmond erreicht, zudem kam der Mond der Erde mit nur 357.380 Kilometern besonders nah. Fachleute nennen den Punkt, an dem der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn der Erde am nächsten kommt, Perigäum.

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Der Supermond über Brasilien.

(Foto: imago images/Fotoarena)

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Auch über Berlin war der "Supermond" sichtbar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Durchläuft der Mond zu diesem Zeitpunkt gleichzeitig die Vollmondphase, spricht man auch von Supermond. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kann der Mond der Erde, gemessen von Mittelpunkt zu Mittelpunkt, bis auf 356.400 Kilometer nahekommen - und bis zu 406.700 Kilometer von ihr entfernt sein (Apogäum). Steht der Mond im Perigäum, ist die Fläche der sichtbaren Mondscheibe demnach um 30 Prozent größer als bei einem Vollmond im Apogäum.

Ein Vollmond im Perigäum leuchte also knapp ein Drittel heller als im Apogäum - was von Beobachtern als kräftigerer Helligkeitseindruck wahrgenommen werde. Übrigens: Der Mond entfernt sich nach DLR-Angaben um 3,8 Zentimeter pro Jahr von der Erde. Vor vier Milliarden Jahren wirkten die Vollmonde daher noch wesentlich beeindruckender. Der Mond umkreiste die Erde auf einer viel engeren Umlaufbahn - nur 60.000 Kilometer sei er damals entfernt gewesen, so das DLR.

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09:07 Uhr

Mindestens 17 Tote auf Boot vor kanarischer Insel

Bei der kanarischen Insel El Hierro sind nach Angaben der Rettungsdienste mindestens 17 Geflüchtete tot auf einem Flüchtlingsboot aufgefunden worden. "Der Such- und Rettungshubschrauber (SAR) hat drei Migranten aus einem Boot gerettet, das südlich von El Hierro mit mehreren Toten gefunden wurde", teilte die spanische Küstenwache am Montagabend auf Twitter mit.

Die drei Überlebenden, zwei Männer und eine Frau, seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Einer der Männer sei stark dehydriert. Weitere Details zur Herkunft des Bootes wurden zunächst nicht bekannt. Die der afrikanischen Küste vorgelagerten Kanaren sind Anziehungspunkt für Migranten aus afrikanischen Ländern, die vor Armut und Konflikten in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Europa gelangen wollen.

08:32 Uhr

"Sehr kanadische Wendung": Biber kappen Gemeinde das Internet

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Der Übeltäter. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / Bildagentur-online/McPhoto-Vorbu)

900 Internetusern und Dutzenden TV-Zuschauer fehlten in der kanadischen Gemeinde Tumbler Ridge am Samstagmorgen plötzlich die Verbindung. Bei der Suche nach dem Problem stießen die Techniker auf eine kuriose Ursache: Mehrere Biber hatten sich zwischen der unterirdischen Verkabelung eingenistet, wie der Anbieter Telus mitteilte. Weiter fanden die Techniker diverse Biber-Höhlen in denen Teile des Versorgungskabels verbaut waren.

Auch die rund 12 Zentimeter dicke Isolierung war für die Nager wohl kein großes Problem. Telus berichtete davon, dass das Kabel an mehreren Stellen angenagt sei und "erhebliche Schäden" aufwies. Gegenüber der BBC erklärte eine Sprecherin, dass es eine "einzigartig kanadische Wendung der Geschichte" sei. Schließlich ist der Biber das Nationaltier Kanadas.

08:13 Uhr

Warum die Welt so viel in Rüstung investiert

Im vergangenen Jahr investieren viele Staaten so viel Geld wie nie in Rüstungsprojekte. Auch Deutschland mischt vorne mit. Friedensforscher Niklas Schörnig erklärt im neuen Podcast "heute wichtig" die Hintergründe.

07:53 Uhr

Brüssel erinnert London an mögliche Strafzölle

Die vier Monate, in denen der Brexit-Vertrag zwischen EU und Großbritannien provisorisch gilt, nähern sich dem Ende. Nun droht Brüssel unmittelbar vor der Ratifizierung des Handelsabkommens mit Strafmaßnahmen im Falle weiterer Vertragsverletzungen durch London.

Britische Importe in die EU könnten dann mit Zöllen oder Quoten belegt werden, sagte der CDU-Politiker David McAllister, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, der "Welt". "Das Handels- und Kooperationsabkommen enthält weitreichende Möglichkeiten, damit beide Seite ihre rechtlichen Verpflichtungen einhalten", sagte McAllister. Sobald es endgültig und vollständig ratifiziert sei, "könnten Verstöße gegen das Austrittsabkommen in der Form geahndet werden, dass Teile des Handels- und Kooperationsabkommens ausgesetzt werden".

Die britische Seite hatte Anfang März einseitig den Nordirland-Teil des Abkommens geändert und vereinbarte Übergangsfristen für Zollkontrollen ohne Absprache mit der EU-Kommission verlängert. Die Brüsseler Behörde leitete als Reaktion ein Vertragsverletzungsverfahren ein, das jedoch in der Regel lange dauert. Der im Brexit-Abkommen verankerte Sanktionsmechanismus hingegen kann schneller greifen. "Dieser Mechanismus ist ein Riesenschritt nach vorn. Er sollte ein Beispiel sein auch für andere EU-Handelsabkommen", sagte Anna Cavazzini, Vorsitzende des Binnenmarktausschusses, der "Welt".

07:24 Uhr

Mann findet radioaktive Dose beim Aufräumen

Kennen Sie das, man macht bei sich in der Garage klar Schiff und findet eine radioaktive Dose? Was wie der Anfang eines schlechten Witzes klingt, ist einem Mann aus Neu-Isenburg im Landkreis Offenbach passiert. Beim Aufräumen einer Garage hat der Mann einen Behälter mit radioaktivem Material gefunden und einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der Behälter sei am Montagabend von Spezialisten der Feuerwehr gesichert und in einem Fass verschlossen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Der Mann, nach ersten Erkenntnissen ein Mitbenutzer der Garage, sei nicht verletzt worden. "Er wurde zur Sicherheit vor Ort und im Krankenhaus untersucht, konnte aber sofort wieder entlassen werden", berichtete der Sprecher.

Die Blei-ummantelte Dose habe die Aufschrift "Uranerz" getragen. Der Mann habe sie entdeckt und die Feuerwehr informiert. Die Einsatzkräfte stellten demnach fest, dass es sich bei dem Inhalt um das Iridium-Isotop Iridium-192 handelte. An dem Behälter sei eine vorhandene radioaktive Strahlung von etwa 16 Millisievert festgestellt worden. Das entspricht etwa der Strahlenbelastung bei einer Ganzkörper-Computertomografie. Wie das Iridium in die Garage gelangte, war zunächst nicht bekannt. Die Polizei ermittelt.

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07:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

Bund und Länder können es ja doch noch: Der Impfgipfel am gestrigen Abend dauerte insgesamt nur rund drei Stunden. Schon ab Ende Mai sollen Geimpfte mehr Grundrechte zurückbekommen und ab Juni soll dann auch noch die Priorisierung fallen, was den deutschen Impfmotor nochmals durchaus beschleunigen könnte. Doch es gibt auch Kritik an den Ergebnissen, die Grünen vermissen beispielsweise "klare Absprachen".

Deutlich konkreter wird es dagegen, wenn Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heute die neueste Konjunkturprognose der Bundesregierung vorstellt. Erwartet wird, dass die Zahlen 2021 besser ausfallen als zunächst angenommen.

Das ist aber nicht der einzige Termin heute:

  • Warum die FDP Verfassungsbeschwerde gegen das Infektionsschutzgesetz und die Bundes-Notbremse einlegt, will sie um 10.00 Uhr erklären.
  • So richtig weiß man nicht, was die Aktion #allesdichtmachen von über 50 deutschen Schauspieler:innen eigentlich sollte. Dafür gibt sich heute Kanzlerin Angela Merkel dialogbereit und spricht gegen 14.00 Uhr in ihrer digitalen Reihe "Die Bundeskanzlerin im Gespräch" mit Kunst- und Kulturschaffenden.
  • Digital und dialogbereit geht es für die Kanzlerin auch weiter, am späten Nachmittag widmet sie sich in einem Onlinedialog dem Thema "Kulturwandel digitales Lernen".
  • Nach dem 48-stündigen Bestehen der Super League kehrt die zwischenzeitlich beinahe obsolete Champions League zurück. Im Halbfinale kommt es zum Duell auch mit deutscher Beteiligung. Um 21.00 Uhr spielt Real Madrid mit DFB-Spieler Toni Kroos gegen den FC Chelsea mit Trainer Thomas Tuchel und seinem DFB-Trio um Timo Werner, Antonio Rüdiger und Kai Havertz.

Kommen Sie auch gut in diesen sonnigen Dienstag! Mein Name ist Sebastian Schneider, bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir gerne unter: sebastian.schneider@nama.de.

06:21 Uhr

Bekannt durch Amthor-Affäre: Augustus Intelligence stellt Insolvenzantrag

All das Werben blieb scheinbar ohne Erfolg: Wie der "Spiegel" berichtet, hat Augustus Intelligence einen Insolvenzantrag nach US-Recht gestellt. In einer Stellungnahme heißt es, der Bargeldbestand des New Yorker Startups sei "bedrohlich niedrig". Mit einem Insolvenzantrag nach deutschem Recht sei das aber nicht vergleichbar.

Mitte 2020 kam Augustus Intelligence in Deutschland zu unrühmlicher Bekanntheit. Der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor geriet in die Kritik, nachdem er sich für das New Yorker Startup eingesetzt und im Gegenzug dafür Aktienoptionen erhalten hatte. Im September 2018 soll er laut "Spiegel"-Informationen mit einem Brief an Wirtschaftsminister Peter Altmaier für das Unternehmen geworben haben. Auch Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen sollen dem Startup nahe gestanden haben.

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05:56 Uhr
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