Dienstag, 16. Juli 2019Der Tag

mit Sebastian Huld
22:30 Uhr

Das war Dienstag, der 16. Juli 2019

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Zwei Frauen treten Merkels Erbe an: Kramp-Karrenbauer in der Partei, von der Leyen in Europa.

(Foto: picture alliance / Michael Kappe)

Liebe Leserinnen und Leser,

völlig erschöpft fahren wir die Computer herunter und beenden den "Tag". Was war da bitte heute in Brüssel und Berlin los? Ursula von der Leyen gelingt denkbar knapp die Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin - ein Erfolg, den zwischenzeitlich kaum wer für möglich gehalten hatte. Und dann gibt am Abend CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer ihren Eintritt in die Bundesregierung bekannt. Knaller! Folgende Artikel lege ich Ihnen ans Herz, wenn Sie noch nicht dazu gekommen sind:

Morgen folgen sicher jede Menge Analysen und Kommentare zum Politbeben. Es lohnt sich also, wieder n-tv.de aufzusuchen. Für heute vielen Dank und gute Nacht. Ihr Sebastian Huld.

22:11 Uhr

Rotes Kreuz warnt vor Hitzewellen in Städten

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Die Sonne heizt Großstädte schnell auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Städte müssen sich nach Ansicht des Roten Kreuzes besser darauf vorbereiten, ihre Bewohner vor gesundheitsgefährdender Hitze zu schützen. "Hitzewellen gehören zu den für die Menschheit tödlichsten Naturgefahren, und die von ihnen ausgehende Gefahr wird mit dem Fortschritt der Klimakrise nur noch ernster und verbreiteter werden", sagte der Präsident der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung (IFRC), Francesco Roccat.

"Die gute Nachricht ist, dass Hitzewellen vorhersagbar und vermeidbar sind. Die Maßnahmen, die Behörden ergreifen können, um Leben zu retten und Leid zu ersparen, sind einfach und bezahlbar." Zu den vom IFRC vorgeschlagenen Maßnahmen gehören mehr Grünanlagen, begrünte Dächer, autofreie Zonen und weiß bemalte Oberflächen. Hitzewellen betreffen Menschen in Städten am meisten, da dort viele Autos, Klima- und Industrieanlagen zusammenkommen und sich die Hitze stärker staut.

21:51 Uhr

Republikaner-Führung verteidigt Trump nach Hetz-Tweets

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McConnell kann sich nicht zu Kritik an Trump durchringen.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Nach den heftigen Attacken des US-Präsidenten gegen vier demokratische Abgeordnete hat sich die Führung der Republikaner hinter Donald Trump gestellt. Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, rief alle Seiten dazu auf, sich im Ton zurückzuhalten. Die Rhetorik im gesamten politischen Spektrum sei hitzig, der Ton sei nicht gut für das Land, sagte er. Mehrfachen Nachfragen, ob Trumps Tweets rassistisch seien, wich McConnell aus. Er sagte aber, der Präsident sei kein Rassist.

Der Fraktionschef der Republikaner im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, wies den Vorwurf zurück, dass die Nachrichten des Präsidenten rassistisch seien. Er glaube, die Debatte darüber sei ideologisch und politisch motiviert. Trump hatte am Sonntag in einem Tweet mehrere Demokratinnen dazu aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen und die Probleme dort zu lösen, statt den USA gute Ratschläge zu geben. Seither legte er mehrfach nach. Rassismusvorwürfe wies er von sich.

21:28 Uhr

Trump berichtet von Annäherung mit Iran

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Der Iran bereitet Trump seit Monaten Kopfzerbrechen.

(Foto: REUTERS)

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump einen großen Schritt vorangekommen. "Es sind große Fortschritte erzielt worden", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung. "Wir werden sehen, was passiert."

US-Außenminister Mike Pompeo erklärte seinerseits: "Die Iraner haben, glaube ich gestern, vielleicht war es am Tag zuvor, erstmals erklärt, dass sie bereit sind, über ihr Raketenprogramm zu verhandeln." Damit gebe es die Chance auf ein Abkommen "das tatsächlich verhindern würde, dass der Iran an eine Atomwaffe gelangt".

Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran lag zunächst nicht vor. Der Iran hat bislang immer wieder erklärt, keine Verhandlungen aufnehmen zu wollen, so lange die US-Sanktionen in Kraft sind.

20:41 Uhr

US-Polizei warnt vor Alligatoren auf Crystal Meth

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Alligatoren sind in vielen Gewässern der Südstaaten anzutreffen.

(Foto: USA TODAY Sports)

Es klingt wie der Plot eines billigen Horrorfilms: Jemand spült größere Mengen chemischer Drogen die Toilette herunter, diese werden von einem Alligator verschluckt, der daraufhin völlig durchdreht und Menschen attackiert. Die Polizei von Loretto im Bundesstaat Tennessee hält genau dieses Szenario für möglich und hat auf Facebook eine entsprechende Warnung veröffentlicht.

Nachdem ein Verdächtiger beim (vergeblichen) Versuch erwischt wurde, seine Drogen herunterzuspülen, wies die Polizei darauf hin, dass chemische Drogen nicht leicht zu filtern seien und das Wasser daher noch immer verunreinigt sein könnte, wenn es aus den Klärbecken in die öffentlichen Gewässer geleitet wird. Im schlimmsten Fall könnten die Drogen so die Organismen der Alligatoren im nahen Flüsschen Shoal Creek erreichen.

20:07 Uhr

Weg frei für Wiederaufbau von Notre-Dame

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Planen und Baugerüste schützen die Kathedrale vor Wind und Wetter.

(Foto: REUTERS)

Gut drei Monate nach dem verheerenden Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame besiegelt das französische Parlament das Gesetz zum Wiederaufbau. Die Nationalversammlung stimmte der Vorlage mehrheitlich zu. Das Gesetz sieht Ausnahmen beim Denkmal- und Umweltschutz sowie öffentlichen Ausschreibungen vor.

So will die Regierung von Präsident Emmanuel Macron eine Instandsetzung innerhalb von fünf Jahren ermöglichen, pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris. Die Ausnahmeregeln für den Wiederaufbau von Notre-Dame sind umstritten. Experten warnen vor einem überstürzten Vorgehen bei der mehr als 850 Jahre alten Kathedrale.

Bei dem Brand Mitte April waren das Dach und der Spitzturm der Kathedrale zerstört worden. Nach ersten Erkenntnissen gehören eine weggeworfene Zigarette oder ein Kurzschluss zu den möglichen Ursachen für das Feuer.

19:32 Uhr

Österreichischer Ex-Kanzler wird Aufsichtsrat in Russland

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Kern hat Erfahrung im Bahngeschäft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein früherer sozialdemokratischer Kanzler im Aufsichtsrat eines russischen Staatskonzerns: Das kennt man doch aus Deutschland. Jetzt macht auch Christian Kern den Schröder. Der frühere österreichische Regierungschef ist bei der russischen Staatsbahn RZD in den Aufsichtsrat berufen worden. Der 53 Jahre alte Manager, der in der Vergangenheit auch Chef der staatlichen Österreichischen Bundesbahnen war, wird in Russland als Gegner der EU-Sanktionen wegen des Ukraine-Konflikts geschätzt.

Der frühere SPÖ-Vorsitzende war von Mai 2016 bis Dezember 2017 Kanzler Österreichs. Im RZD-Aufsichtsrat hatte in der Vergangenheit auch der frühere Chef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, gesessen. Beim Petersburger Wirtschaftsforum ließ Kern 2017, damals noch Bundeskanzler der Alpenrepublik, Kritik an den EU-Sanktionen gegen Russland durchklingen. Während seiner Kanzlerschaft wurde zudem ein österreichisch-russisches Forum zur Stärkung der bilateralen Beziehungen vereinbart.

19:11 Uhr

"Game of Thrones" knackt Rekord bei Emmy-Nominierungen

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Die "GoT"-Crew räumte schon bei den vergangenen Emmys mächtig ab.

(Foto: REUTERS)

Die letzte Staffel der Fantasy-Serie "Game of Thrones" hat den Rekord für die meisten Emmy-Nominierungen gebrochen. Als erste Fernsehsendung wurde die Saga in einem Jahr für gleich 32 der begehrten Trophäen vorgeschlagen. Der Schluss von "Thrones" hat zwar viele Fans enttäuscht, dominiert aber trotzdem die Konkurrenz im Rennen um die sogenannten Fernseh-Oscars.

Schon vor der letzten Staffel, die im Mai endete, war die Serie die am meisten ausgezeichnete fiktive Show in der 70-jährigen Geschichte der Emmys. Der Website der Amerikanischen Fernsehakademie zufolge, beläuft sich die Zahl der Nominierungen nun insgesamt auf 161. Die 24.000 Akademie-Mitglieder müssen nun die Gewinner auswählen, die bei der Preisverleihung am 22. September in Los Angeles verkündet werden.

18:44 Uhr

Kevin Kühnert verrät seinen Tinder-Trick

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Kühnert ist nicht fest liiert.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert ist trotz seiner Berühmtheit weiter auf dem Dating-Portal Tinder unterwegs. "Ich hätte es so absurd gefunden, mich derart in meiner persönlichen Lebensgestaltung einzuschränken", sagt Kühnert laut Pressetext in dem Podcast "Deutschland 3000 - 'ne gute Stunde mit Eva Schulz". Seine Bekanntheit bleibt aber nicht ohne Folgen.

"Man erlebt natürlich absurde Situationen jetzt. Also wenn die zum Beispiel schreiben: "Ich finde es eine Frechheit, dass Sie sich hier als Kevin Kühnert ausgeben!"", berichtet Kühnert, der in dem Podcast auch über sein Coming-out spricht. Kühnert verrät auch seinen Trick, um sich zu verifizieren: Er antworte in solchen Fällen "Hey, schau mal auf meinen Twitter-Account. Ich setze mal für die nächsten fünf Minuten einen Punkt hinter meinen Namen." Das könne schließlich nur er selbst machen.

18:19 Uhr

Hochzeitskorso-Teilnehmer liefert sich Rennen mit Polizei

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Polizeiwache Süd in Essen

(Foto: picture alliance/dpa)

Als die Polizei am Sonntag in Essen einen mutmaßlichen Hochzeitskorso entdeckte, scherte einer der Wagen aus und raste davon. Der 27-jährige Fahrer lieferte sich mit Frau und dreijährigem Kind an Bord eine Verfolgungsjagd mit den Beamten. Am Ende beschlagnahmten die Polizisten Führerschein und Auto des Mannes.

Wie die Polizei mitteilte, hatten Kollegen am Sonntagnachmittag "mehrere geschmückte Fahrzeuge, die vermutlich zu einer Hochzeitsgesellschaft gehörten" entdeckt. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, als der Mann ausriss. Er raste auf der Gegenverkehrsspur weiter, stieß beinahe mit einem Kleinwagen zusammen, dessen Fahrer laut Polizei eine Vollbremsung machen musste. Schließlich konnte der Streifenwagen den Fahrer stoppen. Die Polizei beschlagnahmte sein wertvolles Auto sowie den Führerschein und sucht jetzt nach Zeugen.

17:55 Uhr

Migrant will mit Flossen und Schwimmreifen nach England

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Blick auf den Ärmelkanal von Frankreich aus

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit Flossen und Schwimmreifen durch den Ärmelkanal: Die französische Küstenwache hat nach eigenen Angaben einen Mann aus dem Meer gerettet, der von Frankreich nach Großbritannien schwimmen wollte. Er wurde demnach von einem Fischerboot aus bei seinem Versuch entdeckt. Er erlitt eine leichte Unterkühlung. Der Mann wurde fünf Kilometer vor der Küste der Hafenstadt Calais aus dem Wasser gezogen. Ein Boot der Küstenwache brachte ihn zurück auf das französische Festland, wo er der Grenzschutzpolizei übergeben wurde.

Der Ärmelkanal ist an seiner schmalsten Stelle knapp mehr als 32 Kilometer breit. Nach den Angaben von Hilfsorganisationen steigt die Verzweiflung von Geflüchteten in Frankreich und sie gehen größere Risiken ein, um illegal nach Großbritannien zu gelangen. Die französische Küstenwache verzeichnete einen Anstieg von Fluchtversuchen mit Schlauchbooten oder gestohlenen Booten über den Ärmelkanal.

17:31 Uhr

Oppositionelle beklagen Ausschluss von Moskau-Wahlen

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Protest gegen die Wahlkommission am Sonntag in Moskau

(Foto: AP)

Trotz zahlreicher Proteste in den vergangenen Tagen haben russische Behörden 27 Kandidaten nicht zur Wahl für das Parlament der Stadt Moskau zugelassen. Unter den abgelehnten Bewerbern waren nach Angaben der Wahlbehörde Oppositionelle und Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Insgesamt 216 Kandidaten wurden demnach für die Wahl am 8. September registriert.

Beobachter kritisieren, die Ablehnungen seien zum Teil aus fadenscheinigen Gründen erfolgt, um Verbündete des Oppositionsführers Alexej Nawalny daran zu hindern, sich für die Legislative der russischen Hauptstadt zu bewerben. Putins Sprecher Dmitri Peskow wies Berichte zurück, wonach Oppositionelle daran gehindert wurden, an der Wahl teilzunehmen. Dies könne nur ein Gericht feststellen, erklärte er.  

16:59 Uhr

Kinder halten Jungen mit Tritten in Gleisbett gefangen

Zwei Kinder sind verdächtig, einen Jugendlichen unter anderem mit Tritten am Verlassen des Gleisbetts in einer Dortmunder U-Bahnhaltestelle gehindert zu haben. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um einen 12- und einen 13-Jährigen, teilte die Polizei mit. Demnach war der 14-Jährige von den beiden Kindern am vergangenen Mittwoch in der U-Bahnstation "angegriffen" worden. "Sie warfen zunächst einen Ball des Jugendlichen in ein Gleisbett und hinderten ihn anschließend, dieses wieder zu verlassen. Zudem traten sie gegen den Kopf des 14-Jährigen", so die Polizei.

Als sich der Teenager befreien konnte, kam es zur erneuten Eskalation. Die beiden Angreifer schmissen den Ball und den Turnbeutel des Opfers ins Gleisbett. Wenig später fuhr eine Bahn darüber. Die mutmaßlichen Täter flohen vom Tatort. Mitarbeiter der Stadtwerke sprachen den unter Schock stehenden Jungen an und riefen Rettungskräfte. Die Kinder - die den 14-Jährigen kannten - räumten die Tat "im Beisein der Eltern" gegenüber der Polizei ein.

16:59 Uhr

Wegen Manöver: Nordkorea droht USA mit Dialog-Ende

"19-2 Dong Maeng" - so lautet das Militärmanöver, das die USA und Südkorea im August durchführen wollen. Nordkorea reagiert empört und zieht die vereinbarte Wiederaufnahme von Gesprächen über sein Atomwaffenprogramm in Zweifel.

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Es ist kompliziert.

(Foto: REUTERS)

  • Sollten die Manöver stattfinden, "wird dies die Gespräche auf Arbeitsebene beeinträchtigen", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA einen Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums.
  • Pjöngjang werde den "nächsten Schritt der USA" abwarten und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.
  • Es war die erste offizielle Äußerung der nordkoreanischen Regierung zu dem Thema, seit sich US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un überraschend Ende Juni trafen.
16:15 Uhr

Deutscher Bergwanderer spektakulär gerettet

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(Foto: picture alliance / dpa)

Mit einem spektakulären Hubschraubereinsatz hat die österreichische Polizei einen Jugendlichen aus Wurmlingen in Baden-Württemberg aus einem sechs Meter tiefen Schneeloch in den Alpen gerettet. Der 14 Jahre alte Wanderer war gemeinsam mit Freunden an der 2818 Meter hohen Sulzfluh nahe Tschagguns in Vorarlberg unterwegs, als er in das Schneeloch fiel, teilte die Polizei mit.

"Da es extrem neblig war und der Hubschrauber nicht landen konnte, musste er während der Rettung in der Luft bleiben", sagte eine Polizeisprecherin. Ein Helfer seilte sich zu dem Jungen ab, hängte ihn in ein Geschirr zur Bergung ein und kletterte dann am Seil hinauf zum Hubschrauber. Anschließend wurde der 14-Jährige  unverletzt aus dem Loch gezogen worden.

15:54 Uhr

Drogenkurier trägt ein Pfund Kokain unterm Toupet

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Hätten Sie etwas bemerkt?

(Foto: REUTERS)

Der Mann trug ein seltsames Toupet und wirkte ungewöhnlich gestresst, das machte die Zollbeamten am Flughafen von Barcelona misstrauisch: Wie die Polizei der katalanischen Hauptstadt mitteilte, wurde ein kolumbianischer Passagier festgenommen, der unter seiner künstlichen Haartracht 503 Gramm Kokain versteckt hatte. Das auf seinem Kopf festgeklebte Päckchen hatte einen Schwarzmarktwert von mehr als 30.000 Euro. Die Festnahme fand demnach bereits im Juni statt.

Spanien gilt als Einfallstor für Drogen aus seinen ehemaligen Kolonien in Lateinamerika. Die Schmuggler gehen dabei oftmals reichlich kreativ vor: In den vergangenen Jahren fanden Fahnder Kokain unter anderem in Brust-Implantaten, ausgehöhlten Ananas, dem Polster eines Rollstuhls sowie im Gipsverband eines Mannes, der sich ein Bein gebrochen hatte.

15:36 Uhr

Französischer Minister tritt wegen Festgelagen zurück

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De Rugy fühlt sich unfair behandelt.

(Foto: dpa)

Nach nur gut zehn Monaten im Amt tritt Frankreichs Umweltminister Francois de Rugy im Zuge einer "Hummer-Affäre" zurück. Medienberichten zufolge hatte er als früherer Präsident der Nationalversammlung wiederholt Festgelage aus öffentlichen Mitteln gegeben. Nach einem Bericht der Online-Zeitung "Mediapart" gab de Rugy als Unterhaus-Vorsitzender zwischen Oktober 2017 und Juni 2018 rund zehn Abendessen, bei denen auch Hummer, Champagner und teure Weine gereicht wurden. Die Gäste sollen größtenteils aus dem Umfeld von de Rugys Frau Séverine stammen, die Journalistin bei dem Magazin "Gala" ist.

Die Regierung hatte nach den Berichten eine Untersuchung eingeleitet und angekündigt, de Rugy müsse womöglich veruntreute Gelder zurückzahlen. Der Minister überreichte nun sein Rücktrittsgesuch an Premierminister Edouard Philippe. Der 45-Jährige selbst bezeichnet sich als Opfer einer "medialen Lynchjustiz". De Rugy kündigte eine Verleumdungsklage gegen "Mediapart" an.

15:06 Uhr

Chinesisches Totengeld auf Festplatz in Bakum gefunden

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Ein normaler 100-Euro-Schein ohne etwaige Schriftzeichen

(Foto: picture alliance/dpa)

Im niedersächsischen Bakum hat ein Mann einen mit chinesischen Schriftzeichen versehenen Schein im Nennwert von 100 Euro zur Polizeiwache gebracht. Er gab an, den Schein auf einem Festplatz gefunden zu haben. Abgesehen von den chinesischen Zeichen habe der Schein "relativ echt" gewirkt, teilte die Polizei mit. Eine Recherche der Polizei ergab jedoch, dass es sich offenbar um Totengeld handelte, das in Form von Münzen oder Scheinen als Grabbeilage dient. Den Brauch gebe es in vielen Kulturen, besondere Bedeutung habe er in der chinesischen Gesellschaft.

Die Polizei rät zur genauen Begutachtung von Banknoten. "Sollten darauf chinesische Schriftzeichen aufgebracht sein, dürfte es sich um das sogenannte Totengeld handeln, welches nicht echt ist", erklärten die Beamten. Den abgegebenen Schein beschlagnahmten sie.

14:49 Uhr

Hacker erbeuten Steuerdaten von Millionen Bulgaren

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Möglicherweise hat der Hacker aber auch bei Licht und dafür ohne Sonnebrille gearbeitet.

(Foto: imago images / Westend61)

Hacker haben in Bulgarien persönliche Daten einschließlich Finanzangaben von Millionen Bürgern erbeutet. Möglich geworden sei dies durch einen erfolgreichen Angriff auf das Computersystem der Steuerbehörde, wie die Regierung in Sofia mitteilte. Dieser habe sich Ende Juni ereignet. Die Daten sollen anschließend über eine russische E-Mail-Adresse verbreitet worden sein.

Bei drei bulgarischen Medien ging am Dienstag ein Bekennerschreiben eines angeblichen NAP-Hackers ein. Er bezeichnete sich als Staatsbürger Russlands und drohte, weitere NAP-Daten ins Netz zu stellen, sollten die Sicherheitsbehörden in Sofia die Wahrheit zum Datenleck nicht publik machen. Der ersten E-Mail der Hacker vom gestrigen Abend zufolge verfügten sie über persönliche Daten sowie Angaben zu Steuern und Sozialversicherungsabgaben von mehr als fünf Millionen der rund sieben Millionen registrierten Bulgaren und Ausländer sowie von Unternehmen.

14:31 Uhr

Diebe ernten hessische Hanf-Plantage kahl

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Nutzhanf wird nicht für Arzneien oder als Rauschmittel eingesetzt.

(Foto: imago/Panthermedia)

Da waren wohl Profis am Werk: Auf einer Hanf-Plantage im hessischen Geinsheim haben Diebe bereits in der Nacht zum Montag eine Fläche von 15 bis 20 Quadratmetern abgeerntet - der Wert soll etwa 50.000 Euro betragen. Dem Polizeipräsidium Südhessen zufolge handelte es sich um Nutzhanf, der für Textilien, Hanföl oder Trinkhanf verwendet wird. Die Polizei fahndet nun nach einem Auto mit Hamburger Kennzeichen, das in der Nähe beobachtet wurde.

14:14 Uhr

Schichtwechsel

Da ist er weg, der Kollege Rieke. Beim "Tag" übernimmt Sebastian Huld das Ruder, hochmotiviert und auch ein wenig aufgeregt: Wird es Ursula von der Leyen heute gelingen, eine Mehrheit der Europaabgeordneten auf ihre Seite zu ziehen und erste weibliche Kommissionschefin zu werden? Alles hierzu lesen Sie im Live-Blog meiner Kollegen. Alles, was sonst noch spannend ist, finden Sie bei mir im "Tag". Schön, dass Sie wieder dabei sind!

14:07 Uhr

Tödlicher Brand in FKK-Klub wurde vorsätzlich gelegt

Für einen 64-jährigen Niederländer endete der Besuch in einem FKK-Klub am Wochenende tödlich. Ein Großbrand hatte das Etablissement im nordrhein-westfälischen Hamminkeln fast vollständig zerstört. Nun deutet sich an, dass das Feuer vorsätzlich gelegt worden ist. Die diesbezüglichen Erkenntnisse eines Sachverständigen und von Brandermittlern aus Wesel und Duisburg seien "eindeutig", erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft in Duisburg. Die Löscharbeiten waren in der Nacht zum Sonntag zunächst nur schleppend vorangegangen, weil drei Männer die Feuerwehr massiv behinderten.

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13:43 Uhr

Deutschland soll wohl Weltraumgesetz bekommen

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Das Weltall ist für die deutsche Politik nicht völlig neu.

(Foto: imago/snapshot)

Peru hat eins. Luxemburg auch. Selbst die Mongolei gehört zum illustren Kreis der Staaten, die ein Weltraumgesetz haben. Und wer hat keins? Deutschland. Das soll sich wohl bald ändern. Wie der MDR berichtet, arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium an einem entsprechenden Entwurf. "Nationale, nicht-staatliche Weltraumaktivitäten werden künftig bestimmte Vorgaben für Betrieb und Sicherheit erfüllen müssen und einer entsprechenden Genehmigung bedürfen", heiße es in einer Mitteilung des Ministeriums. Demnach soll der Entwurf in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode, also Ende dieses Jahres, vorgelegt werden. Mit einem Weltraumgesetz sollen etwa Haftungsfragen bei Schäden durch private Weltraum-Unternehmen geklärt oder der Rohstoffabbau geregelt werden.

12:54 Uhr

Schauspieler Maximilian Krückl stirbt mit 52 Jahren

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Maximilian Krückl wurde nur 52 Jahre alt.

(Foto: imago images / Stephan Görlich)

Er ist bekannt aus Fernsehserien wie etwa "Soko München" oder aus der Krimireihe "Polizeiruf 110": Nun ist Schauspieler Maximilian Krückl tot. Er sei bereits am 22. Juni gestorben, teilte die Familie mit. Wie die "tz" aus München berichtet, erlitt der 52-Jährige einen Herztod.

Krückl schauspielerte nicht nur, sondern schrieb auch Drehbücher. Sozial engagierte sich der Münchener im Kampf gegen Erbschleicher und gründete mit einer Ordensschwester und einem Rechtsanwalt die Organisation mysisteract. Krückl hinterlässt eine Ehefrau und zwei Töchter.

12:30 Uhr

Gericht vertagt Prozesse gegen Yücel und Steudtner

Die Prozesse wegen Terrorvorwürfen gegen den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner und den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei sind erneut vertagt worden.

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Yücel saß zwischen Februar 2017 und Februar 2018 ohne Anklageschrift in einem türkischen Gefängnis. Nach seiner Inhaftierung war die Initiative "Free Deniz" ins Leben gerufen worden.

(Foto: imago/IPON)

  • Im Fall von Yücel setzte das Gericht den neuen Verhandlungstermin auf den 17. Oktober fest und begründete dies mit fehlenden Dokumenten.
  • Yücels Anwalt Veysel Ok sagte der dpa, das Gericht warte auf die Aussage Yücels vor dem Amtsgericht in Berlin.
  • Die Verhandlung gegen Steudtner wird am 9. Oktober weitergeführt.
  • Mit Steudtner sind der Schwede Ali Gharavi, der Amnesty-International-Ehrenvorsitzende der Türkei, Taner Kilic, und neun weitere Menschenrechtler angeklagt.
  • Ihnen allen wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation beziehungsweise Terrorunterstützung vorgeworfen, worauf bis zu 15 Jahre Haft stehen.
11:54 Uhr

Deutschland strebt immer mehr nach Einsamkeit

Ist das ein Indiz für stärker werdenden Egoismus? Für häufigere Bindungsängste? Oder für etwas ganz anderes? Darum gehts: Die Zahl der Single-Haushalte hat über die Jahre drastisch zugenommen.

  • Seit 1991 ist die Zahl der Menschen, die alleine ihren Haushalt führen, um 46 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
  • Demnach sind von den im vergangenen Jahr gezählten 41,4 Millionen privaten Haushalten rund 17,3 Millionen Einpersonenhaushalte gewesen - das entspricht 42 Prozent oder etwa jeder fünften Person in Deutschland.
  • Ebenfalls gestiegen sei die Zahl der Zweipersonenhaushalte, die seit Anfang der 1990er-Jahre um 29 Prozent zunahm.
  • Die Zahlen basieren auf Ergebnissen des Mikrozensus.
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11:24 Uhr

Video: Taucherin schwimmt mit gigantischer Qualle

Nun, hübsch anzusehen ist dieses Tier meiner Meinung nach nicht. Aber Schönheit liegt ja bekanntlich in den Augen der Betrachtenden. Doch bilden Sie sich doch am besten selbst ein Urteil über das Aussehen des Tieres, das jüngst vor der englischen Küste die Nähe zu einer walisischen Taucherin suchte.

 

10:52 Uhr

Staat nimmt weniger Tabaksteuer ein

Deutschlands Raucher haben dem Staat im zweiten Quartal 2019 weniger Steuereinnahmen eingebracht als ein Jahr zuvor.

  • Insgesamt nahm der Staat von April bis Ende Juni 7 Milliarden Euro an Tabaksteuer ein - rund 200 Millionen Euro oder 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
  • Demnach verringerte sich die Menge der versteuerten Zigaretten binnen Jahresfrist um 6,6 Prozent auf gut 19,1 Milliarden Stück.
  • Bei Tabak zum Selberdrehen, sogenanntem Feinschnitt, gab es einen Rückgang um 9,2 Prozent auf 5913 Tonnen, der Absatz von Zigarren und Zigarillos sank um 7,3 Prozent auf 704 Millionen Stück.
  • Lediglich der Pfeifen- und Shishatabak, der seit einigen Jahren wieder im Kommen ist, nahm um 14,5 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 zu.
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10:13 Uhr

Zehntausende Festival-Besucher fliehen vor Waldbrand

Der Strand von Zrće auf der kroatischen Ferieninsel Pag ist traumhaft schön - und Veranstaltungsort vieler Festivals wie dem "Fresh Island". Die diesjährige Ausgabe des beliebten Hip-Hop-Festivals wird Tausenden party people wohl in besonderer Erinnerung bleiben, denn in einem nahe gelegenen Wald ist in der vergangenen Nacht ein Brand ausgebrochen. Die Flammen hatten sich rasch ausgebreitet, 10.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie eine Polizeisprecherin dem Fernsehsender N1 sagte. Verletzt wurde demnach niemand. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle.

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09:52 Uhr

EU behält Sanktionen gegen Nordkorea bei

Die Europäische Union hat ihre wegen des Atomprogramms verhängten Sanktionen gegen Nordkorea verlängert.

  • Die EU-Staaten bestätigten eine Liste von Personen und Organisationen, gegen die Reiseverbote und Vermögenssperren bestehen.
  • Es handele sich um 57 Personen und 9 Einrichtungen, die zum Atom- oder Raketenprogramm der Volksrepublik beitrügen, teilt der Rat der EU-Staaten mit.
  • Darüber hinaus habe die EU Resolutionen des UN-Sicherheitsrats umgesetzt, mit denen 80 Personen und 75 Einrichtungen Sanktionen unterworfen werden.
  • Ziel der Sanktionen bleibe die vollständige, verifizierbare und unumkehrbare Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel.
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09:27 Uhr

Spahn will Rabattverbot für Online-Apotheken einführen

Für gesetzlich Versicherte soll künftig immer der gleiche Preis für verschreibungspflichtige Arzneimittel gelten - egal, ob von der Versandapotheke oder der Apotheke um die Ecke. So will es Gesundheitsminister Jens Spahn. Sein Gesetz zur Stärkung der deutschen Apotheken will er offenbar morgen ins Kabinett bringen. Dem "Handelsblatt" sagte Spahn nun: "Damit schaffen wir fairen Wettbewerb und sichern so die Arzneimittelversorgung in Stadt und Land."

Für verschreibungspflichtige Medikamente gilt in Deutschland eigentlich eine Preisbindung. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte Onlineapotheken aus dem EU-Ausland aber 2016 erlaubt, deutschen Kunden Rabatte einzuräumen. Spahn will dem Bericht zufolge im Sozialgesetzbuch ein Rabattverbot verankern.

09:05 Uhr

Münchener Polizei sucht weiter nach bewaffneter Person

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Die Polizei rückte gestern vor einem Hotel im Münchener Vorort Aschheim mit einem Großaufgebot aus.

(Foto: dpa)

Hinweise auf eine mögliche Tat gibt es noch nicht, aber möglicherweise treibt eine bewaffnete Person im Münchener Vorort Aschheim ihr Unwesen. Jedenfalls soll das gestern laut einem Zeugen so gewesen sein. Noch immer sucht die Polizei nach der Person. "Wir müssen das einstufen und sind auf der Suche nach Zeugen", sagte ein Polizeisprecher.

Ein Mitarbeiter eines Hotels hatte die Polizei gestern alarmiert, weil er vor dem Gebäude einen Mann mit Schusswaffe und Maske gesehen haben will. Die Angaben des Zeugen seien "sehr konkret und sehr glaubhaft" gewesen. Die Polizei räumte das Gebäude in einem Industriegebiet und durchsuchte es mit rund 130 Beamten, darunter Spezialeinsatzkräfte (SEK) und ein Hubschrauber, bis zum Abend. Nun sollen alle Menschen befragt werden, die in dem Hotel oder in der Nähe etwas gesehen haben könnten.

08:31 Uhr

Duterte stellt sexuelle Belästigung unter Strafe

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Der philippinische Präsident Duterte lässt öffentliche sexuelle Belästigung künftig bestrafen.

(Foto: ELOISA LOPEZ)

Auf den Philippinen gibt es nun ein Gesetz, gegen das Staatspräsident Rodrigo Duterte selbst schon oft verstoßen haben soll: In dem südostasiatischen Inselstaat drohen ab sofort fürs Hinterherpfeifen, für anzügliche Blicke, frauenfeindliche, homophobe und transphobe Beleidigungen oder das ständige Erzählen schmutziger Witze Bußgelder oder gar Arrest. Auf Exhibitionismus, Befummeln, Stalken, Kneifen oder das Reiben an fremden Körpern stehen künftig bis zu sechs Monate Gefängnis. Duterte hatte das "Gesetz über sichere Räume" schon im April unterzeichnet, es wurde aber erst jetzt veröffentlicht.

Der 74-Jährige war in der Vergangenheit selbst mehrmals mit sexistischen und frauenfeindlichen Bemerkungen aufgefallen - wie etwa im August 2018, als er in einer Rede "solange es viele schöne Frauen gibt, gibt es auch viele Vergewaltigungsfälle" gesagt hatte.

08:02 Uhr

Ökonom: 2,9 Millionen Haushalte lassen schwarz putzen

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Die meisten Putzhilfen in Deutschland werden einer IW-Studie zufolge schwarz beschäftigt.

(Foto: imago/PPE)

Was tun, wenn die Wohnung oder das Haus mal wieder aussehen wie Sau, die Zeit für eine ordentliche Reinigung aber knapp ist? Eine Vielzahl deutscher Haushalte engagiert dann eine Putzhilfe - laut einer Studie aber oft illegal. Der Verhaltensökonom und Wirtschaftsethiker Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Schwarzarbeit bei Reinigungskräften in einer Studie untersucht. Enstes Fazit: "Geht man von rund 41 Millionen Haushalten insgesamt aus, beschäftigten im Jahr 2017 über 3,3 Millionen Haushalte gelegentlich oder regelmäßig eine Hilfe - und knapp 2,9 Millionen Haushalte ließen schwarz reinigen und einkaufen." Das entspricht einem Anteil von 88 Prozent. Enste erwartet, dass die Zahlen sowohl für 2018 als auch für 2019 weitgehend unverändert ausfallen.

07:32 Uhr

Erdbeben erschüttert Bali

Die Menschen auf der indonesischen Insel Bali wurden heute Morgen von einem Erdbeben überrascht.

  • Das Beben hatte laut der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 5,7.
  • Das Zentrum lag demnach rund 100 Kilometer vor der Küste der Urlaubsinsel in einer Tiefe von 96 Kilometern.
  • Auf mehreren Fotos und Videos sind leicht zerstörte Gebäude zu sehen, Urlauber berichteten von starken Erschütterungen in ihren Hotels.
  • Indonesien liegt am Pazifischen Feuerring, an dem sich rund 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen.
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07:07 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, werte Leserinnen und Leser!

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Na toll, die Sonne lässt sich laut dem n-tv Meteorologen Björn Alexander (siehe unten) in weiten Teilen des Landes vorerst nicht blicken und jetzt will der Mond (siehe oben ab heute Abend) dabei offenbar mitmachen: Rostrot wird der faszinierende Erdtrabant in der kommenden Nacht am Himmel stehen - Grund ist eine partielle Mondfinsternis. Vor allem in Süddeutschland wird das Phänomen zwischen 22 und 1 Uhr zu beobachten sein. Was dann wohl der Mann im Mond macht?

Weitaus bedeutendere Fragen werden bereits früher beantwortet - hier ein Überblick über die wichtigen Themen des Tages:

  • Ursula von der Leyen hält ab 9 Uhr eine Rede im Europaparlament (zu sehen im Livestream auf n-tv.de), ab etwa 18 Uhr stimmt das Plenum über die Ernennung der 60-Jährigen als neue Präsidentin der EU-Kommission ab. Die Bundesverteidigungsministerin, die von diesem Amt am Mittwoch zurücktreten wird, benötigt die Mehrheit der derzeit 747 Mandate - also mindestens 374 Stimmen.
  • In Istanbul werden ab 8.30 Uhr im Gericht Caglayan mehrere Prozesse wegen Terrorvorwürfen fortgesetzt - darunter gegen den "Welt"-Journalisten Deniz Yücel, den Menschenrechtler Peter Steudtner und die türkische Amnesty-Direktorin Idil Eser.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt ab 12.30 Uhr die neue Regierungschefin der Republik Moldau, Maria Sandu. Sie empfängt ihre Amtskollegin mit militärischen Ehren in Berlin. Wegen des öffentlichen Interesses am Gesundheitszustand der Kanzlerin nach den wiederholten Zitteranfällen werden wir auch auf den heutigen Auftritt ein Auge werfen.
  • In Aachen startet das berühmteste Reitturnier der Welt - das Chio. Neben der Eröffnungsfeier gibt's ab 14.15 Uhr dann auch schon das erste Springen. In den Spring-Wettbewerben gibt es insgesamt fast zwei Millionen Euro zu verdienen.

Mein Name ist Christoph Rieke, in der ersten Tageshälfte versorge ich Sie mit Nachrichten aus der ganzen Welt. Ich wünsche Ihnen einen schönen Morgen!

06:43 Uhr

Indische Mondrakete soll Leck gehabt haben

Die Nachricht von Indiens geplanter Mondlandungspremiere ließ aufhorchen - ebenso wie die des gestrigen Abbruchs. Nun berichten indische Zeitungen, dass ein Leck dafür verantwortlich gewesen sein soll.

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Die Mission Chandrayaan-2 wurde in der Nacht auf Montag weniger als eine Stunde vor dem geplanten Raketenstart abgebrochen.

(Foto: dpa)

  • Die "Times of India" zitierte einen Verantwortlichen der Mission mit den Worten, nach dem Betanken mit Helium sei ein Druckabfall festgestellt worden, was auf ein Leck hindeute.
  • Wäre die Rakete in den automatischen Startmodus eingetreten, wäre "alles verloren" gewesen, zitiert die "Hindustan Times" einen Verantwortlichen der indischen Weltraumbehörde ISRO.
  • Die undichte Stelle solle nun gefunden werden, um einen Start der Mission Chandrayaan-2 noch Ende Juli zu ermöglichen.
06:19 Uhr

Der Sommer lässt sich noch ein bisschen bitten

Zumindest der Oberrhein bekommt heute ein leichtes Sommergefühl bei 25 bis 27 Grad. Ansonsten ist in Sachen Sommer zunächst noch etwas Geduld gefragt. Das gilt insbesondere im Nordwesten und Teilen Ostdeutschlands, wo die Wolken noch recht hartnäckig unterwegs sind. Im übrigen Land ist es hingegen sonniger.

Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Die Temperaturen: vom sommerlichen Südwesten mal abgesehen bringen es die Höchstwerte auf 18 Grad im Emsland und bis zu 24 Grad an der Mosel.

Die weiteren Aussichten: Ab morgen setzt sich das sonnige und wärmere Wetter aus der Südhälfte langsam auch im Rest durch. Der Donnerstag bringt dann an der Küste ebenfalls schon über 20 Grad und viel Sonne. Erst später sind im Süden einzelne Gewitter möglich. Und auch im Nordwesten sind kurze Schauer nicht auszuschließen.

Am Freitag fällt am Rhein die Hitzemarke von 30 Grad und gleichzeitig prescht der Sommer bis an die Küsten vor, so dass uns am Wochenende meistens Spitzenwerte zwischen 23 bis 33 Grad erwarten. Örtliche Schauer und Gewitter gibt es am Samstag speziell im Nordwesten und am Sonntag dann ebenfalls bis runter zu den Mittelgebirgen. Ihr Björn Alexander