Donnerstag, 12. November 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Donnerstag, der 12. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

das war's für heute. Aber bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, möchte ich Ihnen noch ein paar Artikel ans Herz legen:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht. Bis morgen!

22:23 Uhr

Lukaschenkos Schergen schlagen 31-Jährigen tot

Trotz Massenprotesten in Belarus bleiben die Sicherheitskräfte Machthaber Lukaschenko treu. Mehrere Menschen starben bereits durch Polizeigewalt. Nun wird ein 31-Jähriger direkt vor seinem Haus totgeschlagen. Dass die Täter dafür bestraft werden, ist so gut wie ausgeschlossen.

22:02 Uhr

Messerattacke am Leipziger Hauptbahnhof: Ein Toter, ein Verletzter

Bei einer Auseinandersetzung am Leipziger Hauptbahnhof ist ein Mann erstochen worden. Ein weiterer wurde schwer verletzt.  "Die Ermittlungen zum Tathergang und den Umständen laufen noch", teilte die Polizei mit. Die Tat ereignete sich gegen 19:30 Uhr. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll der Täter noch flüchtig sein.

21:21 Uhr

Prinz Charles stellt seine Modekollektion vor

Prinz Charles hat sein neues nachhaltiges Luxus-Label für Frauen- und Männerkleidung in Zusammenarbeit mit dem italienischen Einzelhandelskonzern Yoox Net-A-Porter vorgestellt.

  • Die Kollektion des "Modern Artisan"-Projekts besteht aus zehn Artikeln für Frauen und acht für Männer, die umgerechnet jeweils zwischen 440 und 1.445 Euro kosten.
  • Die Designs der Stücke stammen von sechs italienischen Designern und sind meist von Hand von sechs Studenten des Dumfries House gefertigt worden.
  • In der Kollektion finden sich vor allem zeitlose, klassische Teile, etwa ein doppelreihiger, nachtblauer Jumpsuit aus Kashmir oder eine camelfarbene Culotte aus Merinowolle. Hintergrund für das Projekt ist Prinz Charles' großes Engagement für Nachhaltigkeit.
  • So erklärt der 71-Jährige in einem Video anlässlich des "Modern Artisan"-Projekts, es sei "völliger Wahnsinn, Kleidung zu nehmen, zu machen und wegzuwerfen".
*Datenschutz

 

20:51 Uhr

Akku für Herzschrittmacher gestohlen: Mann muss schnell ins Krankenhaus

Ein Unbekannter hat einem schlafenden 69-Jährigen am Hauptbahnhof Magdeburg den Rucksack gestohlen und ihn damit in Lebensgefahr gebracht.

In dem gestohlenen Rucksack waren unter anderem Akkus und ein Ladegerät für einen externen Herzschrittmacher. Als der Mann den Diebstahl bemerkte, hatte der Schrittmacher nur noch eine geringe Kapazität. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus.

Der Diebstahl war auf den Sicherheitskameras im Hauptbahnhof zu erkennen. Die Ermittler bitten Zeugen, sich zu melden. Die Polizei sucht nach einem auffällig großen Verdächtigen, der einen schwarzen Mundschutz, eine schwarze Daunenjacke mit weißer Schrift und eine schwarze Hose mit weißem Muster trug.

20:09 Uhr

Regisseur und Kameramann Gernot Roll ist tot

Gernot Roll ist im Alter von 81 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Bavaria Film, für die der Regisseur und Kameramann "an mehr als 100 Produktionen" mitgearbeitet hat, verabschiedete sich nun vom "Meister seines Fachs". "In tiefer Trauer nimmt die Bavaria Film Gruppe Abschied von der Kamera- und Regielegende Gernot Roll. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen", so CEO Christian Franckenstein.

Ab 1961 arbeitete Roll für Bavaria Film, nachdem der gebürtige Dresdner ein Jahr vor dem Berliner Mauerbau aus der DDR in die BRD übergesiedelt war. Er fungierte bei diversen "Tatort"-Folgen als Kameramann, so auch bei Filmen wie "Kleine Haie" von Sönke Wortmann oder "Rossini" von Helmut Dietl.

Mitte der 90er Jahre übernahm Roll auch selbst die Regiearbeit, etwa bei "Radetzkymarsch" gemeinsam mit Axel Corti, später auch allein bei "Der Räuber Hotzenplotz" und "Die Superbullen". In seiner langen Karriere wurde Roll mehrfach mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, auch den Deutschen Filmpreis und Kamerapreis gewann er.

19:31 Uhr

Maskenverweigerin schlägt und tritt Ordnungsamt-Mitarbeiter

Eine Maskenverweigerin hat im nordrhein-westfälischen Euskirchen Mitarbeiter des Ordnungsamts auf offener Straße angegriffen und geschlagen.

Die 22-Jährige war nach Angaben der Polizei aufgefordert worden, der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in einer Straße der Stadt nachzukommen. Die Kontrollaktion sei allerdings eskaliert. Die Frau schlug einer Stadtmitarbeiterin zunächst gegen den Kopf und trat ihr anschließend ins Gesicht. Dabei wurde die Frau leicht verletzt. Einem Mitarbeiter des Ordnungsamts trat sie zudem das Mobiltelefon aus der Hand. Ein Passant half schließlich, die 22-Jährige zu überwältigen. Gegen die Frau wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

19:04 Uhr

Schwarzenegger dreht Serie für Netflix

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Will mit 73 etwas Neues ausprobieren: Arnold Schwarzenegger.

(Foto: picture alliance/dpa)

Debüt beim Streamingdienst: Netflix soll sich die neue Serie von Arnold Schwarzenegger geschnappt haben. Das meldet die Branchenseite "Deadline". Noch sei der Deal zwar nicht in trockenen Tüchern, trotzdem gibt es auch noch eine Cast-News zu vermelden. Demnach soll Monica Barbaro neben dem Austro-US-Star die andere Hauptrolle spielen. Es ist sein erstes Engagement als Hauptfigur in einer TV-Serie.

In der Spionageabenteuerserie, die von Schwarzenegger auch produziert wird, geht es um einen Vater (Schwarzenegger) und seine Tochter (Barbaro), die gemeinsam für Recht und Ordnung sorgen. Mehr ist allerdings noch nicht bekannt.

18:21 Uhr

Polizisten stellen Einbrecher in Kirchenschrank

Polizisten in Krefeld haben in einer Kirche zwei Einbrecher festgenommen. Die beiden versteckten sich in einem Schrank.

Ein Zeuge habe verdächtiges Klirren gehört und dann beobachtet, wie zwei Männer einer Frau an der Kirche einen goldenen Gegenstand gaben, teilte die Polizei mit. Der Zeuge rief die Polizei und diese konnte zwei 37-Jährige noch in der Kirche festnehmen. Beide hätten sich in einem Schrank versteckt. Sie seien mehrfach und einschlägig vorbestraft. Vor der Kirche habe am Mittwochabend eine 34 Jahre alte Frau in einem Auto gewartet. Eines der Fenster des Gotteshauses sei eingeschlagen gewesen.

17:37 Uhr

Mindestens 74 Tote bei Schiffsunglück vor Libyen

Bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste sind mindestens 74 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die internationale Organisation für Migration (IOM) teilte in Genf mit, IOM-Mitglieder hätten "ein furchtbares Schiffsunglück" gemeldet, bei dem mindestens 74 Menschen vor Khuma an der libyschen Küste gestorben seien. Die libysche Küstenwache und Fischer hätten 47 Überlebende bergen können.

17:10 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:30 Uhr

Sieben Frauen ermordet: "Würger von Regensburg" ist tot

Der als "Würger von Regensburg" bezeichnete siebenfache Mörder Horst David ist tot.

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Horst David erwürgte sieben Frauen.

  • Er sei tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Straubing gefunden worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht, es sei aber dennoch eine Untersuchung der Todesursache eingeleitet worden. Der 1995 zu lebenslanger Haft verurteilte David wurde 81 Jahre alt.
  • David hatte zwischen 1975 und 1993 sieben Frauen getötet. Er erwürgte sie mit seinen bloßen Händen. Zwei der Frauen waren Prostituierte. Für die fünf anderen von ihm ermordeten Frauen hatte er vor den Morden Malerarbeiten erledigt oder war mit ihnen persönlich bekannt gewesen.
  • Die Aufklärung des Falls des Serienmörders gilt als Meilenstein der deutschen Kriminalgeschichte, weil es hier erstmals gelang, eine fast 20 Jahre zurückliegende Tat mit Hilfe des automatisierten Fingerabdruckidentifizierungssystems aufzuklären.
15:47 Uhr

Kreml verhängt Sanktionen gegen Deutschland

Auge um Auge, Zahn um Zahn: Russland will die Strafmaßnahmen der EU im Fall des vergifteten Kremlgegners Alexej Nawalny mit Sanktionen gegen leitende Beamte der Regierungsapparate in Deutschland und Frankreich beantworten. Das sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei einer Online-Pressekonferenz in Moskau.

"Weil Deutschland die Lokomotive war für die Sanktionen der EU im Zusammenhang mit Nawalny und weil die Sanktionen leitende Mitarbeiter der russischen Präsidialverwaltung betreffen, wird unsere Antwort spiegelgerecht ausfallen." Sie sei beschlossen und werde den deutschen und französischen Kollegen bald übergeben, sagte Lawrow. "Diese Sanktionen richten sich gegen leitende Mitarbeiter der Führungsapparate in der BRD und in Frankreich", sagte Lawrow.

15:04 Uhr

Erste Übertragung des Seoulvirus von Tier auf Mensch in Deutschland

Nicht nur das Coronavirus kann von Tier auf Mensch übertragen werden. In Deutschland ist erstmals die Übertragung des in Asien verbreiteten und hochinfektiösen Seoulvirus von einem Tier auf einen Menschen nachgewiesen worden. Seoulviren gehören zur Familie der Hantaviren. Forscher der Berliner Charité und des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems konnten das Virus bei einer Heimratte und ihrer Besitzerin aus Niedersachsen nachweisen.

  • Das Seoulvirus führt häufig zu schweren Krankheitsverläufen. Übertragungen dieses Virus von Ratten auf Menschen wurden bereits in mehreren Fällen auch außerhalb Asiens dokumentiert.
  • Wie die Charité berichtete, musste die junge Patientin in Niedersachsen mehrere Tage mit Symptomen eines akuten Nierenversagens intensivmedizinisch versorgt werden. Das Virus ist nach Einschätzung der Charité wahrscheinlich durch infizierte Wildratten auf Schiffen nach Europa gelangt, konnte in Deutschland bisher aber noch nie beobachtet werden.
  • Die infizierte Zuchtratte der Patientin wurde vermutlich aus einem anderen Land nach Deutschland importiert. Sie hatte das Tier zwei bis drei Wochen vor ihrer Erkrankung gekauft.
Mehr dazu lesen Sie hier.
14:29 Uhr

"Sehr hässlich": Pfusch entstellt historische Figur grotesk

Eine eigentlich unspektakuläre Fassaden-Figur im nordspanischen Palencia wird unfreiwillig zur Sehenswürdigkeit. Bereits vor Jahren wurde sie restauriert, nun aber entdeckt die Stadt: Das Bildnis wurde völlig entstellt. Vielleicht hat die "Peinlichkeit" aber auch etwas Gutes.

 

14:23 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:02 Uhr

Brauner Bär ist Schmetterling des Jahres

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Arctia caja ist nachtaktiv.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Braune Bär ist der Schmetterling des Jahres 2021. Das Tierchen mit dem eigenwilligen Namen bekam den Titel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) NRW und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen verliehen. Mit der Wahl des Nachtfalters soll auf die Probleme hingewiesen werden, die künstliche Lichtquellen für die Tiere erzeugen. "Die Braunen Bären werden von nächtlichen Lichtquellen angelockt und flattern dann orientierungslos bis zur Erschöpfung um sie herum", erläutert Jochen Behrmann vom BUND NRW. "Neben den direkten Verlusten geht den Insekten so wertvolle Energie und Zeit für Partnersuche und Fortpflanzung verloren, und Fressfeinde wie Fledermäuse haben ein leichtes Spiel."

Bundesweit sei die Art rückläufig, so der BUND - auch etwa wegen der Intensivierung der Landwirtschaft und dem Wegfall von Hecken und Feldgehölzen. Der Name des Schmetterlings geht den Angaben zufolge auf die bräunlich-"bärenartige" Behaarung der älteren Raupen zurück. Der Falter selbst hat eine Spannweite von bis zu 65 Millimetern und gehört zu den größeren Nachtfaltern in Deutschland.

13:35 Uhr

Gefährden Baumängel an Berliner Stadtschloss Eröffnungstermin?

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Sieht von außen ja schon mal ganz gut aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mutiert das Berliner Stadtschloss zum neuen BER? Nachdem der Flughafen nach - nun ja - einiger Verzögerung Ende Oktober endlich eröffnet wurde, droht nun bei dem Millionenprojekt im Herzen der Hauptstadt ein Fiasko. Denn die für Dezember geplante Eröffnung könnte sich laut einem "Spiegel"-Bericht aufgrund von Baumängeln nach hinten schieben. Zwei Mitglieder des Rats der Stiftung Humboldt-Forum sprachen demnach von insgesamt 2000 Baumängeln, die bis zur Eröffnung nicht behoben werden könnten. Ein Sprecher des Humboldt-Forums erklärte hingegen, die bestehenden Baumängel stünden "der geplanten ersten schrittweisen Eröffnung Mitte Dezember dieses Jahres nicht entgegen".

Probleme gibt es laut Bericht mit der Sicherheitsbeleuchtung, schwankenden Feuchtigkeitswerten und der Kältetechnik. Aus Unterlagen, die dem Magazin vorlägen, gehe hervor, dass es Anfang November zu einem Glykolaustritt gekommen sei. Dabei war aus der Kältetechnik des Hauses ein giftiger Alkohol ausgetreten, der als Frostschutzmittel verwendet wird. Die Probleme mit Feuchtigkeit und Kältetechnik seien inzwischen behoben worden, erklärte der Sprecher.

13:17 Uhr

Merz hält nichts von Frauenquote: "Zweitbeste Lösung"

"Ich hoffe, dass uns noch etwas Besseres einfällt." Friedrich Merz, der in seiner beruflichen Karriere nichts von einer gläsernen Decke mitbekommen haben will, lehnt eine Frauenquote ab. "Die Quote ist immer nur die zweitbeste Lösung", sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz der "Wirtschaftswoche". (Einige Parteikollegen sehen das bekanntlich anders.) Merz plädiert als Alternative für bessere Förderung. "Mir wäre es viel wichtiger, dass wir die Probleme an der Wurzel packen." Man tue viel zu wenig, um Mädchen und Frauen zum Beispiel für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern.

"Wenn ich das aus eigener, leidvoller Aufsichtsratserfahrung sagen darf: Wo immer ich die Möglichkeit habe oder hatte, Frauen für Führungsjobs zu gewinnen, war es verdammt schwierig", erklärte Merz. Er wolle mehr Frauen in der Führung, in der Politik und in der Wirtschaft. "Gemischte Teams arbeiten besser, das sagt jeder, der diese Erfahrung gemacht hat." Sollte der 65-Jährige tatsächlich bald ein politisches Führungsamt innehaben, wird er sich an seinen Worten messen lassen müssen.

12:52 Uhr

Masken als "moderne Hakenkreuze": Berliner Lehrer fällt als Corona-Leugner auf

Mehrere Schüler einer Berufsschule in Berlin-Wedding wollen den Unterricht eines Lehrers boykottieren, weil dieser Verschwörungstheorien zur Coronavirus-Pandemie in sozialen Netzwerken wie Telegram verbreitet sowie im Klassenzimmer Hygieneregeln nicht eingehalten und diese abschätzig kommentiert haben soll. Wie der RBB berichtet, betreibt der Mann einen Youtube-Kanal und gibt in seinen Videos Sätze wie diese von sich: "Maske tragen ist dumm! Maske tragen ist ein absolutes No-Go! Und in einer Situation, in der wir uns gerade befinden, ist es noch dümmer." Und weiter: "Es gibt hier weit und breit keinen Virus. Vor was wollen Sie sich schützen." Die Maske sei ein "modernes Hakenkreuz".

Nach Informationen des RBB wandten sich bereits mehrere Schüler aus Sorge um ihre Gesundheit und wegen einer unzulässigen politischen Beeinflussung seitens der Lehrkraft schriftlich an die Schulleitung. Darüber hinaus gebe es Beschwerden an die "Schulaufsicht berufliche Schulen" bei der Berliner Senatsverwaltung. Der Lehrer verteidige sich auf Anfrage damit, dass seine Aussagen von der Meinungsfreiheit gedeckt seien. Dem Bericht zufolge leitete die Berliner Schulaufsicht inzwischen eine "dienstrechtliche Prüfung" ein.

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12:23 Uhr

"Ruinös": Irlands Premier fürchtet No-Deal-Brexit

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort kann auf so ziemlich jede Lebenslage angewendet werden. Bei einem weltpolitischen Ereignis trifft es hingegen ganz und gar nicht zu: dem Brexit. Wie viele Stunden Unterhändler von London und Brüssel wohl schon am Verhandlungstisch verbracht haben, um endlich zu einer Einigung für die Zeit nach dem EU-Austritt Großbritanniens zu kommen? Unzählbar. Fakt ist allerdings, dass Irlands Premierminister Micheál Martin lieber früher als später eine Einigung zwischen den beiden Seiten sehen will.

In einem Interview mit der BBC redete er den Streithähnen ins Gewissen und warnte vor den Folgen eines Brexits ohne Handelsabkommen. "Das Letzte, was unsere Wirtschaft jetzt braucht, ist einen zweiten riesigen Schock, wie ein No-Deal ihn auslösen würde." Ein No-Deal-Brexit würde "ruinös" und "sehr, sehr schädigend" für Großbritannien und Irland sein, so der Chef der konservativen Partei Fianna Fáil. Außerdem müsse Großbritannien sehr vorsichtig sein, um die politische Stabilität in Nordirland nicht zu gefährden. Ein No-Deal könne Spannungen auslösen, die eigentlich nicht notwendig seien.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:55 Uhr

Versuchte Geldautomatensprengung: Polizei erschießt Verdächtigen

Spezialkräfte der Polizei in Baden-Württemberg haben einen Verdächtigen erschossen, der zuvor versucht haben soll, einen Geldautomaten zu sprengen. Der Mann war nach Angaben der Ermittler im Vorraum einer Bank in Erligheim mit einem langen Schraubendreher auf die Beamten losgegangen. Daraufhin sei es zu "einem polizeilichen Schusswaffengebrauch" gekommen. Trotz Reanimationsmaßnahmen starb der Mann noch vor Ort.

Die Kriminalpolizei hatte laut einer Sprecherin bereits seit geraumer Zeit wegen mehrerer Geldautomatensprengungen gegen zwei Verdächtige ermittelt. Als das Duo am frühen Morgen dazu ansetzte, einen weiteren Automaten zu sprengen, wollte ein Mobiles Einsatzkommando der Polizei die Verdächtigen festnehmen. Der zweite Tatverdächtige versuchte den Angaben nach zu fliehen. Er wurde aber von den Beamten in der Nähe festgenommen.

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11:25 Uhr

Verdacht auf Schlaganfall bei Karl Dall

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Karl Dall verkörperte erst seit kurzem den Alt-Rockstar Richie Sky in "Rote Rosen".

(Foto: Nicole Manthey/ARD/dpa)

Sorge um Comedy-Urgestein Karl Dall: Der 79-jährige Moderator und Entertainer musste am Mittwoch in seinem Appartement in Lüneburg wegen eines Schlaganfall-Verdachts medizinisch betreut werden. Das gab das Erste bekannt. Dall ist eigentlich in Dreharbeiten für die ARD-Serie "Rote Rosen" involviert. Er hatte erst zu Wochenbeginn die Rolle des Alt-Rockstars Richie Sky in der täglichen ARD-Serie übernommen.

"Wir sind sehr betroffen über Karls unerwartete Erkrankung. Die bisherigen Dreharbeiten verliefen ausgesprochen engagiert und lustig. Wir drücken Karl jetzt alle Daumen für seine baldige Gesundung", sagte "Rote Rosen"-Produzent Jan Diepers. Die Drehbücher würden nun umgeschrieben, um die tägliche Produktion in Lüneburg sicherstellen zu können. Geplant war ursprünglich, dass Dall von Mitte Januar an über 15 Folgen hinweg zu sehen sein sollte.

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11:11 Uhr

Kriegsverbrechen in Afghanistan? Australien untersucht Soldaten-Verhalten

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 schickt Australien mehr als 26.000 Soldaten nach Afghanistan, um unter anderem an der Seite der US-Armee gegen islamistische Milizen wie die Taliban und Al-Kaida zu kämpfen. 2013 zieht Australien die Truppen aus dem Land ab. Seitdem tauchen immer wieder schwere Anschuldigungen gegen Elite-Soldaten auf; sie reichen von der Tötung eines Sechsjährigen bei einer Hausdurchsuchung bis hin zur Erschießung eines Gefangenen, um mehr Platz in einem Hubschrauber zu schaffen.

  • Australiens Regierung hat nun einen Sonderstaatsanwalt ernannt, der mutmaßliche Kriegsverbrechen australischer Spezialeinheiten in Afghanistan untersuchen soll.
  • Premierminister Scott Morrison sagte, den Soldaten werde "ernstes und möglicherweise kriminelles Fehlverhalten" vorgeworfen.
  • Mit der Ernennung des Sonderstaatsanwalts will die Regierung einem Einschreiten des Internationalen Strafgerichtshofs zuvorkommen.
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10:51 Uhr

Botschaft Saudi-Arabiens in Den Haag beschossen

Auf die Botschaft Saudi-Arabiens in Den Haag sind am Morgen mehrere Schüsse abgegeben worden. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte. An mehreren Fensterscheiben schlugen demnach Kugeln ein. Patronenhülsen wurden sichergestellt. Zu den Hintergründen oder zu mutmaßlichen Tätern gibt es bislang keine Informationen.

Nach Angaben des Rundfunksenders Omroep West wurden etwa 20 Einschusslöcher auf mehreren Etagen des Botschaftsgebäudes im Zentrum von Den Haag, wo Parlament und Regierung der Niederlande ihren Sitz haben, entdeckt. Ein Polizeisprecher sagte dem Sender, es sei am Morgen gegen 6 Uhr eine Meldung über Schüsse eingegangen. Daraufhin habe die Polizei die Umgebung der Botschaft teilweise abgeriegelt.

10:37 Uhr

Länderspiel-Schock: Kroate Vida spielt trotz positivem Test

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In der ersten Halbzeit spielte Vida noch.

(Foto: REUTERS)

Das positive Testergebnis kam kurz nach Mitternacht - und war ein Schock für Domagoj Vida. Der Kapitän der kroatischen Fußball-Nationalmannschaft hatte beim Länderspiel in Istanbul gegen die Türkei (3:3) ohne sein Wissen mit Covid-19 gespielt. Das gab der kroatische Verband bekannt.

  • Bei der eigentlichen Testreihe für die Begegnung sei der Besiktas-Profi noch negativ gewesen. Die neuerliche Testung sei am Mittwochmorgen vor dem Spiel mit Blick auf die Nations-League-Partie am Samstag in Stockholm gegen Schweden durchgeführt worden. Dabei war neben Vida auch ein Stabmitglied positiv.
  • Der 31 Jahre alte Abwehrspieler wurde gegen die Türkei wie zuvor abgesprochen zur Halbzeit ausgewechselt. Er begab sich in Istanbul in Isolation. Der Rest des Trosses soll wie geplant nach Schweden reisen; mit Ausnahme des positiven Helfers, der keinen Kontakt zur Mannschaft gehabt haben soll.

Diese Meldung stammt aus dem Sport-Tag. Meine Kolleginnen und Kollegen tragen dort wichtige Nachrichten aus der Welt des Sports für Sie zusammen.

10:34 Uhr

Bartels über Bundeswehr: "Nur Bruchteil des Geräts einsatzbereit"

Solche Glückwünsche wünscht sich niemand zum Geburtstag: Der frühere Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels sieht die Bundeswehr, die heute vor 65 Jahren gegründet wurde, für aktuelle Herausforderungen unzureichend aufgestellt. "Es ist nur ein Bruchteil des Geräts einsatzbereit", sagte der SPD-Politiker dem NDR. "Da muss dringend nachgesteuert werden, das heißt: Neues, modernes Gerät muss gekauft und die Bestände müssen wieder aufgefüllt werden."

Nur so könne die Bundeswehr wie vorgesehen einen stärkeren Beitrag zur Bündnisverteidigung in Europa leisten, betonte Bartels. Es sei auch wichtig, dass Deutschland das Zwei-Prozent-Rüstungsziel der Nato einhalte. "Das ist jetzt auch nicht eine unvorstellbare große Summe." In den Zeiten des Kalten Krieges seien es fünf Prozent gewesen.

10:15 Uhr

Auto rast in Polizeistation, Fahrer legt Feuer

Im Londoner Stadtteil Edmonton fährt ein Auto in eine Polizeistation. Anschließend verteilt der Fahrer seelenruhig Benzin auf der Straße und setzt die Flüssigkeit in Brand. Mehrere Augenzeugen filmen die Tat. Vor laufenden Kameras wird der Mann von der Polizei überwältigt.

09:44 Uhr

Kölner Pfarrer bekommt überraschend Anruf vom Papst

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Pappa ante telephonum.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

"Hier spricht Papa Francesco!" Mit diesen Worten meldete sich Papst Franziskus am Telefon bei einem Kölner Pfarrer. Der Priester Regamy Thillainathan dachte zuerst, seine Mutter würde ihn anrufen, als er in einer Zoom-Konferenz eine unterdrückte Nummer auf seinem Handy sah. Doch dann meldete sich niemand Geringeres als das Oberhaupt der katholischen Kirche. "Der Heilige Vater hat Glück gehabt, dass ich überhaupt abgenommen habe", sagte Thillainathan in einem Interview mit dem Kölner Domradio.

In der vergangenen Woche war Thillainathan dem Papst in Rom begegnet und hatte ihm dort einen persönlichen Brief überreicht. Darauf ging Franziskus nun ein. Am Ende habe er ihn noch gebeten, den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki zu grüßen.

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09:32 Uhr
Breaking News

Verfassungsgericht gibt Vattenfall-Klage wegen Atomausstiegs statt

Der finanzielle Ausgleich für bestimmte Kraftwerksbetreiber wegen des beschleunigten Atomausstiegs nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima muss noch einmal komplett neu geregelt werden. Die Gesetzesänderung von 2018 sei unzureichend und außerdem wegen formaler Mängel nie in Kraft getreten, entschied das Bundesverfassungsgericht nach einer Klage des Energiekonzerns Vattenfall.

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09:22 Uhr

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Rechtsextremisten

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwölf mutmaßliche Rechtsextremisten erhoben. Sie sollen sich vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht wegen Mitgliedschaft und Unterstützung einer rechtsterroristischen Vereinigung verantworten. Gegen die sogenannte Gruppe S. hatte es im Februar eine Razzia gegeben. Das Ziel der Gruppe sei es gewesen, in Deutschland Attentate auf Politiker wie Robert Habeck und Anton Hofreiter von den Grünen sowie Anschläge auf Moscheen zu verüben, berichtet der SWR. Auf diese Weise sollte in der Bundesrepublik ein Umsturz herbeigeführt werden.

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08:55 Uhr

Anwohner rettet Fahrer nach Unfall aus brennendem Auto

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Der Wagen brannte komplett aus.

(Foto: dpa)

Ein aufmerksamer Anwohner hat einem verunfallten Mann vermutlich das Leben gerettet. Letzterer war in der Nacht im Landkreis Cloppenburg mit seinem Wagen von der Straße abgekommen. Der Pkw prallte gegen einen Ampelmast und ein Straßenschild. Daraufhin überschlug sich das Auto und fing Feuer. Der Anwohner bemerkte den Unfall und befreite den Verletzten aus dem Wrack. Das Fahrzeug brannte komplett aus. Mit schweren Verletzungen wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht. Ein Atemalkoholtest bei dem 39-Jährigen ergab einen Wert von 1,34 Promille.

08:28 Uhr

Feuerwehr-Großeinsatz bei Villa von Denzel Washington

Dutzende Feuerwehrleute sind am Mittwochabend (Ortszeit) zu einem Anwesen des Oscar-Preisträgers Denzel Washington geeilt. Alarmiert worden waren die Einsatzkräfte, nachdem Rauch aus dem zweiten Stock des Hauses in Beverly Crest, einem wohlhabenden Stadtteil der Millionenstadt Los Angeles, gekommen war. Flammen seien aber keine zu sehen gewesen, wie der Sender CBS berichtet. Als Ursache für die Rauchentwicklung wurde ein Ofen, der vor Kurzem gewartet worden war, ausgemacht.

Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Villa soll 14,6 Millionen Dollar wert sein. Sie befindet sich im Besitz der Produktionsfirma Washingtons. Ob der 65-Jährige tatsächlich darin lebt und zum Zeitpunkt des Einsatzes vor Ort war, ist CBS zufolge unklar.

08:00 Uhr

Windböen von mehr als 250 km/h: Taifun wütet auf Philippinen

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Zahlreiche Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen.

(Foto: dpa)

"Viele Orte stehen unter Wasser. Viele Menschen rufen um Hilfe." Der pensionierte Katastrophenschutzbeamte Rouel Santos beschreibt die Lage in der philippinischen Provinz Rizal als dramatisch. Im gesamten Land mussten Hunderte Menschen wegen schwerer Überschwemmungen infolge des Taifuns "Vamco" Zuflucht auf ihren Dächern suchen. Der tropische Sturm richtete schwere Verwüstungen an, als er in der Nacht mit Windböen von mehr als 250 Kilometern pro Stunde über den Osten der Hauptinsel Luzon zog, auf der auch die Hauptstadt Manila liegt. Mindestens ein Mensch starb, drei weitere werden vermisst, teilte der Zivilschutz mit.

Vor der Ankunft des Sturms waren Tausende in Sicherheit gebracht worden. Rund 50.000 Menschen wurden nach Angaben des Zivilschutzes angewiesen, ihre Häuser zu verlassen. "Vamco" war bereits der dritte Taifun innerhalb von drei Wochen, der das Land traf. Die vorherigen Taifune "Molave" und "Goni" hatten große Zerstörungen angerichtet. Dutzende Menschen waren ums Leben gekommen.

07:33 Uhr

Bürgermeisterin in mexikanischem Bundesstaat entführt und ermordet

Im vergangenen Jahr erreichte die Gewalt in Mexiko einen traurigen Rekord: Mehr als 34.500 Morde wurden verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1997. Und auch in diesem Jahr geraten grausame Verbrechen in die Schlagzeilen: Im Bundesstaat Veracruz ist eine Bürgermeisterin ermordet worden. Die Leiche des Oberhauptes der Gemeinde Jamapa, Florisel Ríos, wurde am Mittwoch gefunden, wie Regionalgouverneur Cuitláhuac García mitteilte. Die Bürgermeisterin sei von einer kriminellen Gruppe entführt und getötet worden.

Der östliche Bundesstaat Veracruz ist wegen seiner Lage am Golf von Mexiko besonders von Gewalt betroffen: Er liegt auf einer Drogenschmuggelroute in Richtung USA. Erst im September war in diesem Bundesstaat ein Journalist der Zeitung "El Mundo de Veracruz" enthauptet aufgefunden worden.

07:14 Uhr

Weniger Fahrgäste: Schafft Bahn ihr Pünktlichkeitsziel?

So richtig fair ist der Vergleich nicht: Im Oktober dieses Jahres kamen 78,8 Prozent der Fernzüge der Deutschen Bahn pünktlich an ihr Ziel. Pünktlich heißt, wenn der Zug weniger als sechs Minuten nach Plan im Bahnhof eintrifft. Verglichen mit dem Oktober 2019 stieg der Pünktlichkeitswert bei ICE und Intercitys um 5,8 Prozentpunkte. Doch jetzt kommt der Haken: Wegen der Corona-Pandemie fuhren mit dem Fernverkehr auch nur halb so viele Menschen wie vor der Krise.

Im vergangenen Jahr hatte die Bahn ihr Pünktlichkeitsziel knapp verfehlt. In diesem Jahr dürfte sie es erreichen: Außer im August lag sie bisher stets und teilweise deutlich über dem angepeilten Durchschnittswert von 78 Prozent - auch schon vor der Corona-Krise im Januar und Februar. Nach großen Problemen mit Verspätungen in den vergangenen beiden Jahren ist eine Rückkehr zum besseren Niveau der Jahre 2016 und 2017 in Sicht.

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06:54 Uhr

"Tödlichste" Migrations-Route besorgt EU-Kommission

Die Bilder von Flüchtlingen, die auf offenen Booten auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln ankommen, werden häufiger. Seit Jahresbeginn kamen knapp 14.000 Migranten von Afrika aus über den Atlantik - rund siebenmal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die aktuellen Entwicklungen besorgen EU-Innenkommissarin Ylva Johansson. Dass sich so viele Menschen auf den Weg über die "tödlichste" Flüchtlingsroute machten, belege die Notwendigkeit einer Reform der Asyl- und Migrationspolitik, sagte die Schwedin.

Durch das von ihr im September vorgelegte Paket, über das EU-Staaten und Europaparlament derzeit verhandeln, könne Migration schneller und flexibler bewältigt werden, so Johansson. Auf den Kanaren komme es jetzt darauf an, dass jene, die kein Recht auf internationalen Schutz hätten, effektiv zurückgeführt würden. Zugleich müsse das Recht auf Asyl gewahrt bleiben. Mit Blick auf die Corona-Krise müssten sowohl für die Ankommenden als auch für die heimische Bevölkerung grundlegende Gesundheitsstandards eingehalten werden.

06:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

der eine schmollt noch im Weißen Haus, der andere macht Nägel mit Köpfen: Während Donald Trump sich weigert, seine Wahlniederlage zu akzeptieren, ernennt der gewählte US-Präsident Joe Biden bereits seinen Stabschef. Es handelt sich um seinen langjährigen Vertrauten Ronald Klain.

Biden und Klain haben bereits im Weißen Haus zusammengearbeitet, als der Demokrat noch Vizepräsident unter Barack Obama war: Der heute 59-jährige Klain war zwischen 2009 und 2011 Bidens Stabschef. 2014 machte ihn Obama zum Koordinator der Maßnahmen der US-Regierung in der Ebola-Epidemie. Während der Corona-Pandemie hat sich Klain als Kritiker von Trump hervorgetan. Biden hat versprochen, der Eindämmung der Pandemie Priorität einzuräumen.

Über Aktuelles zu den US-Wahlen halten wir Sie nach wie vor in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

Diese Themen werden heute wichtig:

  • Zum 65. Gründungstag der Bundeswehr findet ab 13 Uhr ein feierliches Gelöbnis von Soldatinnen und Soldaten im Park von Schloss Bellevue in Berlin statt. An der Zeremonie werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer teilnehmen.
  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz präsentiert am Nachmittag die Ergebnisse der neuen Steuerschätzung. Die Herbstprognose ist unter anderem wichtig für die laufende Arbeit am Bundeshaushalt für das nächste Jahr, aber auch für die Budgetplanungen von Ländern und Kommunen.
  • Ab 10 Uhr informiert das Robert-Koch-Institut in einer Online-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Alle Infos rund um die Pandemie können Sie in unserem Liveticker nachlesen.
  • Fünf Tage nach der umstrittenen "Querdenken"-Demonstration in Leipzig muss die sächsische Polizeiführung im Landtag in Dresden Rede und Antwort stehen. Der Innenausschuss und der Rechtsausschuss des Parlamentes haben um 11 Uhr zu einer Sondersitzung geladen.
  • Im Missbrauchsfall Münster beginnt der Prozess gegen den Hauptangeklagten und mehrere mutmaßliche Mittäter. Der 27-Jährige soll seinen heute elf Jahre alten Ziehsohn immer wieder vergewaltigt und übers Internet anderen Männern überlassen haben.
  • Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigt sich am Vormittag mit der möglichen Diskriminierung einer muslimischen Rechtsreferendarin, die Kopftuch trägt. Sie wurde mit der Auflage eingestellt, dass bei "Ausübung hoheitlicher Tätigkeiten mit Außenwirkung" keine religiösen Kleidungsstücke getragen werden dürften.

Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie in "Der Tag" mit Meldungen aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:37 Uhr

Tiefausläufer bringt Regenwolken mit

Die gute Nachricht: Heute lösen sich Nebel und Hochnebel meist auf. Die schlechte Nachricht: Sie werden durch die Wolken eines hereinziehenden Tiefausläufers ersetzt. Im Westen ziehen die damit verbundenen Schauer am Vormittag schnell durch und dahinter setzt sich die Sonne durch. Der Schauerschwerpunkt liegt im Nordwesten und bis zum Abend breiten sich die Schauer bis nach Mecklenburg aus. Von Sachsen-Anhalt bis zur Neiße scheint zeitweise die Sonne und am besten setzt sie sich entlang der Alpen durch. Mit Höchstwerten von 7 bis 15 Grad ist es weiterhin mild.

Auch am morgigen Freitag ist es stellenweise überwiegend stark bewölkt, oft gibt es aber gelegentlich Sonnenschein. Im Westen und Nordwesten zieht später etwas Regen auf. Im Osten, besonders von Sachsen-Anhalt bis nach Sachsen sowie in Alpennähe, treten teils länger sonnige Abschnitte auf. Die Höchstwerte liegen bei 10 Grad in der Uckermark bis 17 Grad im Breisgau.

06:28 Uhr

Tödlicher Unfall: Junge Frau fährt mit Auto in Baumgruppe

Bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Uelzen ist in der Nacht eine junge Frau ums Leben gekommen. Die 20 Jahre alte Autofahrerin kam in Wriedel auf der Kreisstraße 21 zwischen den Ortsteilen Schatensen und Wulfsode mit ihrem Wagen von der Straße ab und raste in eine Baumgruppe. Nach Angaben der Polizei starb die Frau noch an der Unfallstelle. Warum sie die Kontrolle über ihr Auto verlor, ist bislang unklar.

06:06 Uhr

Seltener rosafarbener Diamant für Millionenbetrag versteigert

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Der Geist der Rose

(Foto: dpa)

Unter den Diamanten sind jene mit Rosafärbung die seltensten. Auf dem Markt werden sie deshalb - wenn das nötige Kleingeld vorhanden ist - am stärksten nachgefragt. So stark, dass dafür innerhalb weniger Minuten eine Summe von 21 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 19,45 Millionen Euro) auf den - virtuellen - Tisch geblättert wird. Der Käufer des nun von Sotheby's versteigerten "Wunder der Natur" bleibt anonym. Bei einer in Genf veranstalteten Online-Auktion ersteigerte er den 14,83-Karat-Edelstein mit dem Namen "Der Geist der Rose" ohne mit der Wimper zu zucken.

Das edle Stück von der Größe einer Murmel war aus einem 27,95-Karat-Stein gefertigt worden, das im Jahr 2017 in einer Mine des russischen Konzerns Alrosa in der ostsibirischen Region Sacha gefunden worden war. Es dauerte rund ein Jahr, um den Stein in die gewünschte Form zu schneiden und zu schleifen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:49 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht